„The Stage“ 2018: internationale Bühne für Branchenfragen von heute und Trends von morgen

Das angesehene Vortragsprogramm The Stage auf der imm cologne ist für viele Besucher ein erster Ausgangspunkt für ihren Besuch der internationalen Einrichtungsmesse in Köln.
Foto: Koelnmesse

Auch im nächsten Januar werden im Trendforum der imm cologne „The Stage“ wieder aktuelle Fragen des Interior Designs diskutiert und beantwortet. Hier sprechen Experten über Wohnkultur und Trends, erläutern Gestalter ihre Konzepte und diskutieren Branchen-Insider über künftige Entwicklungen. 2018 bietet das in Halle 3.1 der Koelnmesse etablierte Vortragsforum wieder einen Überblick über aktuelle Trendentwicklungen im Interior Design.

Wohntrend:
Zu viel Schnelligkeit führt zu Altbewährtem

Klassiker kommen zurück: Der Ohrensessel ist wieder ein modernes Möbelstück.  Foto: Bielefelder Werkstätten/VDM.
Klassiker kommen zurück: Der Ohrensessel ist wieder ein modernes Möbelstück.
© Bielefelder Werkstätten/VDM.

Es ist ziemlich genau 200 Jahre her, dass in Deutschland und Teilen Europas die Zeit des Biedermeier begann. Vorangetrieben in den damaligen Metropolen Hamburg, Berlin, Wien und München setzte sich eine Bewegung in Gang, die ganz bewusst den Rückzug in die Häuslichkeit lebte. Auf politische Wirrungen und Unsicherheiten, aber auch die beginnende Industrialisierung reagierten die Menschen mit einem Rückzug in die eigenen vier Wände. Heute führen Globalisierung, digitales Ausspionieren, politische Unsicherheiten, Kriege und Flüchtlingsmigrationen auch zu Verdrossenheit und zur Flucht in das Bewährte und Kontrollierbare.

Paralympic-Siegerin Anna Schaffelhuber:
„Ich sehe mich als Botschafterin für das Thema Barrierefreiheit.“

Barrierefreiheit ist ein Thema, das aus der Sanitärbranche längst nicht mehr wegzudenken ist. Denn wenn man auch bei eingeschränkter Mobilität das Bad bequem nutzen möchte, braucht man eine Badeinrichtung, die spezielle Lösungen bietet: Unterfahrbare Waschtische, bodengleiche Duschlösungen mit schwellenlosem Einstieg und WCs mit besonderen Abmessungen und Haltegriffen. Aber wie sieht es dabei mit der Ästhetik aus? Inwieweit werden Komfort und Design miteinander verbunden und Barrierefreiheit modern und ansprechend gestaltet? Villeroy & Boch will mit der aktuellen Kollektion O.novo Vita zeigen, dass diese Kombination durchaus möglich ist. 

 

DE: Villeroy & Boch, O.novo Vita, Anna Schaffelhuber
DE: Villeroy & Boch, O.novo Vita, Anna Schaffelhuber

Aktuelle Einrichtungstrends imm cologne 2015 – Teil 4: Back to Tangibles – das neue Ideal materieller Werte

Ob beim Musik hören, Arbeiten oder Einkaufen – die Digitalisierung beeinflusst unser Leben. Sicherlich, dieser Megatrend scheint faszinierend. Doch richtig nachvollziehen lassen sich all die Nullen und Einsen, die unser Leben strukturieren, nicht. Und weil das so ist, sehnen wir uns zunehmend nach den Tagen zurück, in denen die Dinge noch handfest und durchschaubar waren. 

 

imm 2015, Foto: Vitra; Lounge Chair
imm 2015, Foto: Vitra; Lounge Chair

Aktuelle Einrichtungstrends imm cologne 2015 – Teil 3: „Black Celebration“: Nachts sind alle Katzen grau

Black is back! Schon die einzigartige Gabrielle „Coco“ Chanel wusste: Schwarz geht immer. Nachdem für eine sehr lange Zeit die Unschuldsfarbe Weiß über jedermanns Einrichtung triumphierte, erobert ihr dunkler Gegenspieler in einer „Black Celebration“ neben den Laufstegen dieser Welt nun auch das Interior Design zurück.

 

imm 2015, Foto: Création Baumann; Eprisma
imm 2015, Foto: Création Baumann; Eprisma

Aktuelle Einrichtungstrends imm cologne 2015 – Teil 2: „Private Office“

Nicht nur Smartphones und Laptops werden zunehmend wieder kleiner, auch im Bereich des Home Office wird derzeit komprimiert was das Zeug hält. Als Abendtäschchen unter den Möbeltypen mischt das „Private Office“ den Bereich für private Büroeinrichtung auf und forciert so das Verschwinden des klassischen Arbeitszimmers, wie wir es kennen. 

 

imm 2015, Foto: Thonet; Programm S 1200
imm 2015, Foto: Thonet; Programm S 1200

Apps zum Einrichten

Die gesamte Wohnung neu gestalten und dabei nur den kleinen Finger krümmen: Mit Apps zum Einrichten ist das möglich. Smartphones und Tablets machen unseren Alltag immer wieder spannend, indem sie zugleich informieren und unterhalten. Auch die vier Apps, die wir heute präsentieren, sind für diese Funktionen perfekt geeignet. Sie können einfach zum Zeitvertreib abgespielt werden, zeigen aktuelle Trends und helfen beim Einrichten.

Mit der App „Home Design 3D Gold“ wird es fast kinderleicht, eine Wohnung einzurichten. Im 2D-Modus kann ein Grundriss gezeichnet werden, in dem über 800 Möbelstücke arrangiert werden können. Im 3D-Modus lassen sich dann auch noch Wand und Boden frei gestalten. Wer unschlüssig ist, wie ein bestimmtes Design an der gesamten Wand aussehen würde, der kann ein Foto hochladen und es als Tapete testen. Um möglichst authentisch zu erfahren, wie es sich in der Wohnung lebt, kann man sie mit einem Kompass ausrichten und den Sonnenverlauf beobachten.

© Home Design 3D Gold
© Home Design 3D Gold

Neue Sichtweisen – Interview mit Winy Maas

Winy Maas ist einer der Geschäftsführer des weltweit tätigen Architektur- und Stadtplanungsbüros MVRDV, das 1993 von Maas, Jacob van Rijs und Nathalie de Vries in Rotterdam gegründet wurde. Der besondere Entwurfsansatz von MVRDV schlägt sich in Gebäuden aller Art, stadtplanerischen Entwürfen und Visionen sowie Publikationen, Installationen und Ausstellungen nieder. Im Interview spricht Winy Maas über die Umgestaltung des ehemaligen Serp & Molot-Betriebsgeländes in Moskau und die Bedeutung der Entwicklung neuer Typologien.

Winy Maas © Boudewijn Bollmann
Winy Maas © Boudewijn Bollmann

Herr Maas, MVRDV hat den Wettbewerb für die Umgestaltung des ehemaligen Serp & MolotBetriebsgeländes in Moskau in ein neues Stadtviertel gewonnen. Wie würden Sie die Aufgabe und das Konzept beschreiben?

Eine innerstädtische Fläche von 58 Hektar in ein lebendiges Stadtviertel für 19.000 Einwohner und 16.000 Berufstätige zu verwandeln, ist eine Mammutaufgabe. Mit unserem Konzept wollten wir die Vergangenheit respektieren und haben uns daher gegen ein „tabula rasa“ entschieden. Der Siegerentwurf von MVRDV baut auf der aktuellen Beschaffenheit und Identität des Ortes auf. Durch die Übernahme der typischen Werksstraßen, -gebäude und -gegenstände als Startpunkte erhält das Stadtviertel eine zusätzliche Ebene. Historische Strukturen, wie etwa große Schornsteine und Rohre, bleiben erhalten. Andere Strukturen werden in neue Gebäude integriert. Große Fabrikhallen werden durch Häuserblocks ersetzt, die jedoch den Formen der alten Fabrik folgen und durch grüne Innenhöfe ergänzt werden. Durch die Untersegmentierung der Häuserblocks in kleinere Einheiten und durch eine unterschiedliche Gebäudedichte differenziert der Entwurf das Gelände noch weiter. Die Erdgeschosse sind für öffentliche Einrichtungen und den Einzelhandel reserviert. So entsteht ein lebendiger, grüner, komplexer und sehr dichter Stadtentwurf, der dem ursprünglichen Charakter des Ortes treu bleibt. Ein bestehender  Werkstransportring wird instand gesetzt und in einen Park integriert, der das dreidimensionale Rückgrat des neuen Viertels bilden wird. Dieser öffentliche, städtische Raum steht für Spiel- und Sportplätze, Freiluftmärkte sowie Pavillons zur Verfügung. Schulen und Tagespflegeeinrichtungen sind ebenfalls an diesen Parkring angeschlossen. Auf dem Transportring kann ein Skywalk eingerichtet werden, auf dem man zwischen den Baumwipfeln flanieren und das umgebende Viertel überblicken kann.