Die Natur hĂ€lt Einzug in die eigenen vier WĂ€nde: natĂŒrliche und damit umweltschonende Materialien voll im Trend

Natur zu Hause: Massivholztische sind authentisch und einzigartig, natĂŒrliche Bezugsstoffe sind ökologisch und warm und der echte Blumenschmuck bringt Farbe und Freude. (Foto: VDM/Rolf Benz)
Natur zu Hause: Massivholztische sind authentisch und einzigartig, natĂŒrliche Bezugsstoffe sind ökologisch und warm und der echte Blumenschmuck bringt Farbe und Freude. (Foto: VDM/Rolf Benz)

Die Deutschen lieben das Wohnen. Doch damit nicht genug. In der aktuellen Saison kaufen immer mehr Menschen vor allem naturnahe Möbel und Dekorationen aus natĂŒrlichen und damit umweltschonenden Materialien. Echtes Holz erlebt einen regelrechten Aufschwung, auch Stein und Glas sind beliebte Werkstoffe. Frische Design-Ideen fĂŒr mehr Natur in der Wohnung fĂŒttern die neue grĂŒne Leidenschaft. Vom naturbelassenen Massivholzhocker im Flur, ĂŒber das pflanzengegerbte Echtleder-Sofa im Wohnzimmer, einem echten grĂŒnen Wandbild aus GrĂ€sern und Moos, bis hin zu hĂ€ngenden FrischkrĂ€utertöpfchen in der KĂŒche: die Natur hĂ€lt laut Dirk-Uwe Klaas, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, Einzug in die eigenen vier WĂ€nde.

Diese Hölzer und Furniere liegen im Trend

Das Naturmaterial Furnier ermöglicht die Verwirklichung von hochinteressanten Optiken und Objekten. (Foto: IFN/Röhr GmbH)
Das Naturmaterial Furnier ermöglicht die Verwirklichung von hochinteressanten Optiken und Objekten. (Foto: IFN/Röhr GmbH)

Furnier kann einen sehr anmutigen und gleichmĂ€ĂŸigen Auftritt hinlegen. Doch auch attraktive Ecken und Kanten gehören zu seinen Tugenden: Das Angebot wird stĂ€ndig um interessante Neuheiten erweitert, die selbst detailbewussten Einrichtern perfekt zugeschnittene Lösungen bieten. „Rustikale OberflĂ€chen – gerne auch mit dreidimensionaler Optik und Haptik – liegen genauso im Trend, wie unbeschnitten gelegte Muster mit unregelmĂ€ĂŸigen Fugen, Hirnholzfurniere, gefĂ€rbte OberflĂ€chen oder mit Digitaldrucken versehene Furnierplatten. Dominierend ist dabei das Holz der guten, alten Eiche, aber auch Furnier aus Altholz ist auf dem Vormarsch“, erlĂ€utert Dirk-Uwe Klaas, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Initiative Furnier + Natur (IFN) e.V.

Ob iPad, Tablett-PC oder Flachbildschirm: das Wohnzimmer passt sich zunehmend der Technik an

Ob an der Wand oder als Raumteiler: schlanke Regale dank E-Book. (VDM/interlĂŒbke)
Ob an der Wand oder als Raumteiler: schlanke Regale dank E-Book. (VDM/interlĂŒbke)

Das Wohnzimmer hat sich im Laufe der Zeit immer weiter verĂ€ndert. Es ist fĂŒr die Menschen nach wie vor ein wichtiger Raum innerhalb der Wohnung. Da hier auch heute noch viel passiert, werden immer wieder neue und vor allem viele AnsprĂŒche an seine Ausstattung gestellt. In den 1950er und 1960er Jahren war es beispielweise die Musiktruhe, die in keinem Wohnzimmer fehlte. Die flog raus, als Stereo-Kompaktanlagen in den 1970er und 1980er Jahren beliebt wurden. Doch schnell wurde wieder umgerĂŒstet, denn die gute alte Langspielplatte hatte Mitte der 1980er Jahre ausgedient und wurde durch die kleine CD (compact disc) abgelöst. Seit rund 20 Jahren drĂ€ngen TV-Flachbildschirme auf den Markt und damit ins Wohnzimmer der Deutschen.

Ihren Durchbruch erlebten sie jedoch erst mit Anfang des neuen Jahrzehnts, als sie preislich attraktiv wurden. Push-Faktor ist zum einen der Anspruch an bessere grafische QualitĂ€t, aber auch das besondere VergnĂŒgen, bewegte Bilder im Großformat zu genießen. Die großen Fußballmeisterschaften waren und sind dabei fĂŒr viele KĂ€ufer ein guter Anlass, auf einen Flachbildschirm umzusteigen.

Der Bungalow erlebt sein Comeback als Fertighaus: ebenerdiges und barrierefreies Wohnen im Trend

Moderner Bungalow mit Anleihen an die Bauhaus-Architektur. (Foto: BDF/OKAL)
Moderner Bungalow mit Anleihen an die Bauhaus-Architektur. (Foto: BDF/OKAL)

Der Bungalow kommt zurĂŒck – als Fertighaus. Viele Fertighaus-Hersteller entwickeln das klassische Hauskonzept mit zeitgemĂ€ĂŸer Architektur und moderner Energiespartechnik weiter. Damit treffen sie den Trend zum Wohnen auf einer Ebene.

„Dass Bungalows sich wachsender Beliebtheit erfreuen, sehen wir daran, dass Besucher von Musterhaus-Ausstellungen immer hĂ€ufiger nach Bungalows fragen und teilweise quer durch Deutschland reisen, um einen Bungalow in Fertigbauweise besichtigen zu können“, berichtet der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau, Dirk-Uwe Klaas.

Mut zur Farbe: Auch Fenster dĂŒrfen gerne mal optisch aus dem Rahmen fallen

So schön können bunte Fenster und TĂŒren sein. (Fotos: VFF/Renolit)
So schön können bunte Fenster und TĂŒren sein. (Fotos: VFF/Renolit)

Es muss nicht immer weiß sein: Auch HĂ€useraugen dĂŒrfen gerne mal optisch aus dem Rahmen fallen. „Ein klares Anthrazit oder ein ausdrucksstarkes Blau verleihen Fenstern und TĂŒren das gewisse Etwas – und damit dem gesamten Eigenheim“, erklĂ€rt der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF), Ulrich Tschorn.

Farben und Dekore liegen bei Fenstern und TĂŒren im Trend. „Weiß passt immer, ist aber auch recht unauffĂ€llig. Dabei sind Fenster und TĂŒren durch und durch schöne Produkte, die jeder noch so tristen Fassade ein markantes Gesicht verleihen“, so Tschorn. Das haben inzwischen viele Bauherren fĂŒr sich erkannt: Sie zeigen Mut und greifen zu akzentstarken Farbtönen – von hell bis dunkel, von natĂŒrlich bis zeitlos.

imm cologne „pure“ steht fĂŒr moderne Stile im Premiumbereich

Wer auf der imm cologne auf der Suche nach internationalen Top-Marken und High-End-Design ist, der wird besonders in Halle 11 fĂŒndig. Das Angebotssegment „pure“ erfĂŒllt den Wunsch nach modernen Einrichtungsstilen mit Premiumanspruch, hochkarĂ€tige Aussteller zeigen dort komplette Wohnphilosophien. Relevant zugeordnete Fachsortimente ergĂ€nzen diese Vielfalt. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung gewĂ€hrt die imm cologne einen Blick auf die Messehighlights vieler Aussteller.

FunktionalitĂ€t ist der höchste Anspruch an alle modernen Möbel. Aus diesem Grund geht der Trend bei den meisten EinrichtungsgegenstĂ€nden wieder zur Verkleinerung, denn weniger voluminösen Möbeln erlauben allerhand FunktionalitĂ€t: leicht verstellbare Sofas, die schnell eine grĂ¶ĂŸere WohnflĂ€che zaubern, Tische, die mit einfachen Handgriffen verlĂ€ngert werden, wenn Freunde zum Essen kommen, und per Fernbedienung versenkbare Flachbildschirme im Sideboard. Auch Schreibtische benötigen immer weniger ArbeitsflĂ€che, da die technischen GerĂ€te kleiner werden. Dies sind nur einige der neuesten Trends, die die Aussteller schon verraten haben.

Das Deutsche Tapeteninstitut interpretiert Retro-Wohnstil auf der imm cologne neu

Retro ist Trend – das ist nicht neu. Der Ă€sthetische RĂŒckgriff in der Mode, im Design und in der Architektur auf Formen und Stile vergangener Epochen wird seit einigen Jahren kultiviert. Dennoch entwickeln sich immer neue Varianten dieser Strömung: Tapetenhersteller haben die Anziehungskraft von Retro-Motiven erkannt und integrieren sie aktuell in ihre Kollektionen.

GroßflĂ€chige Linien und Kreise in knalligen Farben sind typisch fĂŒr Retro- Tapeten. Oft werden mehrere krĂ€ftige Töne in einem Motiv zusammen verwendet, so dass auffĂ€llige Farbkombinationen entstehen. Aber es existieren auch Tapeten fĂŒr weniger experimentierfreudige Hobby-Einrichter. Einfarbige Motive auf hellem Grund sind beispielsweise ein guter Start fĂŒr Retro-AnfĂ€nger.

Guter Stil und Humor sind kein Widerspruch – burgbad entwirft BĂ€der neu

Mit der jĂŒngsten Anzeigenkampagne beschreitet burgbad, der deutsche Hersteller von Möbeln und Einrichtungskonzepten, neue Wege im Marketing fĂŒr SanitĂ€rprodukte. Die Zeichnungen des französischen Illustrators Jean-Philippe Delhomme sprechen eine distinguierte Zielgruppe an, fĂŒr die guter Stil und Humor kein Widerspruch sind.

Gemeinhin begegnen uns Armaturen, Badewannen, Duschhimmel und Waschtische, ja sogar Toiletten als hochglanzpolierte Stars in perfekt gestylter Kulisse. Oder als elementare Wasserspender, die uns der Natur nĂ€her bringen. TatsĂ€chlich prĂ€sentieren sich gerade auch die Produktprogramme von burgbad als mal architektonisch-zurĂŒckhaltende, mal skulptural wirkende Objekte fĂŒr das designorientierte Bad. Doch in der neuen Anzeigenkampagne sind sie nicht die Stars, sondern bilden nur die Kulisse – fĂŒr die Menschen, die mit ihnen leben. „Das Produkt ist ein Element, mit dem die Charaktere spielen können“, erlĂ€utert Illustrator Jean-Philippe Delhomme die von ihm gestalteten Anzeigenmotive. „Ich versuche, das Produkt nicht zu isolieren, sondern es vielmehr in die Szene zu integrieren, als einen Teil des Lebens meiner Figuren.“

Trendmöbel Pouf: Warum der kleine Polsterhocker die Wohnungen erobert

Mit oder ohne Lehne, ein Pouf passt immer. (Foto: BrĂŒhl)
Mit oder ohne Lehne, ein Pouf passt immer. (Foto: VDM/BrĂŒhl)

Die Wohnungen werden grĂ¶ĂŸer und das soziale Leben findet zunehmend Zuhause statt. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Menschen nach leichten und flexiblen Möbeln Ausschau halten, die sich stets an die verĂ€nderten BedĂŒrfnisse anpassen können.

„Sieht man sie im Möbelhausschaufenster, wirken sie wie putzige Farbakzente, holt man sie sich nach Hause, entdeckt man aber ihre echte FunktionalitĂ€t: Die kleinen Polsterhocker namens Pouf werden immer genau dorthin mitgenommen, wo man sie gerade braucht“, erlĂ€utert Dirk-Uwe Klaas, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, die wachsende Nachfrage der bunten kleinen Helfer.

Wirtschaftstrends 2011: Gute Aussichten für die Möbelbranche

Foto: Rolf Benz.
Foto: Rolf Benz.

Wohnen und Einrichten ist vielfĂ€ltiger, bunter, internationaler und vor allem global wichtiger geworden. So haben heute die guten Möbelentwürfe in allen Teilen der Erde Erfolg. Design für Möbel wird immer grenzüberschreitender, schottet sich nicht mehr national ab. Nach dem Motto „design goes global“ verĂ€ndern sich Angebot und Nachfrage weltweit. So hat sich das internationale Handelsvolumen mit Möbeln in den vergangenen neun Jahren verdoppelt. Das freut nicht nur die internationale Kundschaft, sondern auch die internationale Möbelindustrie.

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