Flexibilität für Augen und Rücken:
Pure Talents Contest 2018

Foto: Hiroyuki Morita

Auf der Sonderausstellung „Pure Talents Contest“ in Halle 3.1 der imm cologne sind clevere Produktkonzepte, ausgefallene Ideen und solides Handwerk in einer Vielfalt zu sehen, die vom ultra-schlichten Möbel über textile Arbeiten, Wohnaccessoires und Leuchten bis hin zu konzeptionellem Design alles zeigt, was in der Einrichtungswelt seinen Platz hat. Heute stellen wir euch die Leuchte 60° von Wansing und Jakobs vor sowie die Sitzmöbel Cellastic und Temi von Hiroyuki Morita.

Beziehung zwischen Mensch und Objekt:
Pure Talents Contest 2018

Foto: Xiang Guan

Brauchen wir eigentlich das Möbel, oder braucht das Möbel uns? Dieses Jahr machten die jungen Designer auffällig häufig die Beziehung von Mensch und Objekt zum Thema: Die Zeit, der Nutzer selbst und fast vergessene Handwerkskünste – all das nimmt bei den diesjährigen Gewinnerbeiträgen des Pure Talents Contest Gestalt an. Zwei davon stellen wir Ihnen heute vor: Den Israeli Yohay Alush und Xiang Guan aus China.

Frühling im Garten, auf dem Balkon und der Terrasse: ein Platz im Grünen wird immer beliebter

Gartenmöbel, wie sie auch ins Wohnzimmer passen. (Foto: VDM)
Gartenmöbel, wie sie auch ins Wohnzimmer passen. (Foto: VDM)

Gutes Wohnen ist den Menschen wichtig. Garten, Balkon und Terrasse, sprich der Raum unter freiem Himmel, rückt dabei immer mehr in den Fokus. „Jeder wartet jetzt schon sehnsüchtig auf die ersten Sonnenstrahlen dieses Frühlings. Man saugt das Licht förmlich in sich ein und freut sich schon aufs Relaxen, Grillen und Plaudern im Grünen“, weiß Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie.

Der Homing-Trend beschert nicht nur dem Indoorbereich Zuwächse, sondern er umfasst auch immer mehr den Garten. Mehr und mehr Investitionen fließen in die Ausstattung von Garten, Balkon und Terrasse. Der Trend existiert länderübergreifend, aber der deutsche Outdoor-Markt ist einer aktuellen Studie zufolge der größte Markt Europas. Die Deutschen lieben ihren Balkon.

Grand Repos von Vitra: Ohrensessel in High-Tech-Version

Der Lounge-Sessel Grand Repos von Vitra – Designer: Antonio Citterio. (Foto: Vitra)

Mit dem Grand Repos aus dem Hause Vitra will Designer Antonio Citterio das Know-how der Büro-Sitztechnologie mit dem Komfort eines bequemen Lounge-Sessels vereinigen. Das Sitzmöbel steht in der Tradition des klassischen Ruhesessels und entwickelt diesen doch zu neuer Reife weiter.

„Es war eine große Verantwortung für mich, nach einem Meisterwerk wie dem Eames Lounge Chair einen neuen Sessel für Vitra zu entwerfen“, meint Antonio Citterio zu seinem Entwurf des Grand Repos. Der große, bequeme Ruhesessel des italienischen Designers markiert einen wichtigen Schritt in der Evolution seiner Typologie und soll neue Maßstäbe für Nutzer setzen. Mit seinem Grand Repos will Citterio den Wunsch nach Bequemlichkeit erfüllen – wie ein aufmerksamer Gastgeber und Freund.

COR und Oakley bilden ein Team bei den olympischen Spielen in London

Das Sitzmöbelprogramm Affair ist in fließenden Formen gestaltet und soll so das lässige Flair des Lounge-Bereiches verstärken, während die kontrastierenden Farbtöne eine spielerische Atmosphäre schaffen wollen. (Foto: COR)
Das Sitzmöbelprogramm Affair ist in fließenden Formen gestaltet und soll so das lässige Flair des Lounge-Bereiches verstärken, während die kontrastierenden Farbtöne eine spielerische Atmosphäre schaffen wollen. (Foto: COR)

Zur Olympiade 2012 hat die amerikanische Sportmarke Oakley für ihr Safehouse im Londoner Design Museum Sitzmöbel von COR gewählt. Lounge und Restaurant der design-orientierten Oase für rund 600 Sportler am Themseufer werden mit den Modellen Affair und Quant ausgestattet.

Im Mittelpunkt des Safehouse-Konzeptes steht die Idee, den betreuten Sportlern außergewöhnliche Erlebnisse und echte Gastfreundschaft zu bieten. Es soll ein ruhiger Platz sein, der den Sportlern die Möglichkeit bietet, der Hektik der Großveranstaltungen zu entfliehen, sich zu entspannen, Kraft zu schöpfen und sich auf die größten sportlichen Herausforderungen zu konzentrieren, ohne abgelenkt zu werden.

COR Sitzmöbel auf der Europa 2: Ein Schiff wird kommen

Zur Wohnkultur auf See trägt COR Sitzmöbel mit der Ausstattung der MS Europa 2 bei. (Foto: COR)
Zur Wohnkultur auf See trägt COR Sitzmöbel mit der Ausstattung der MS Europa 2 bei. (Foto: COR Sitzmöbel)

Ab Mai 2013 präsentiert Hapag-Lloyd Kreuzfahrten mit der „EUROPA 2“ ein Interior Design (Architekten: psd Partner Ship Design), das luxuriöse Ansprüche als modernen, legeren Lebensstil interpretiert. Zur Wohnkultur auf See trägt COR Sitzmöbel mit der Ausstattung von 251 großzügig gestalteten Suiten bei.

„Zuhause ist es immer am schönsten. Wir begnügen uns gern mit Platz Zwei“. Mit noblem Understatement formuliert Hapag-Lloyd Kreuzfahrten seinen Anspruch: Auszeiten auf See durchgängig in allen Programm- und Gestaltungsebenen als zweite Heimat zu inszenieren „Wohlbefinden bemisst sich auch auf Quadratmetern“, sagt Julian Pfitzner, Leiter Produktmanagement. „Unser Konzept adressiert moderne Kosmopoliten mit einem entspannten Lifestyle durch ein größtmögliches Maß an Individualität und Komfort.“ Diese Kriterien sind auch maßgebend für die Wahl der ausstattenden Partnerfirmen wie COR.

Die Sofalandschaft „plot“ von Brunner: Neue Form des Sitzens – für mehr Kreativität

Das junge Berliner Designstudio osko+deichmann entwarf mit "plot" für Brunner die raumbildende und modulare Sitzlandschaft, die zu unterschiedlichen Sitzpositionen inspiriert. (Foto: Brunner)
Das junge Berliner Designstudio osko+deichmann entwarf mit "plot" für Brunner die raumbildende und modulare Sitzlandschaft, die zu unterschiedlichen Sitzpositionen inspiriert. (Foto: Brunner)

Mit „plot“ stellt Brunner ein neues Sofa vor, das zu einem ungezwungenen Sitzverhalten anregen soll. Das junge Berliner Designstudio osko+deichmann entwarf die raumbildende und modulare Sitzlandschaft, die zu unterschiedlichen Sitzpositionen inspiriert und sich wie eine natürliche „Loungescape“ in Officebereiche, Foyers oder Lounges integrieren lässt.

Das offene Nutzungskonzept auf Basis eines quadratischen Grundmoduls kommt allen entgegen, die nicht nur sitzen, sondern sich anlehnen, bewegen, austauschen und ungezwungen kommunizieren wollen. „Wir wollten ein Produkt schaffen, mit dem die Nutzer anders umgehen. Man soll sich freier und beweglicher fühlen, das setzt produktive Energien frei und fördert die Kreativität“, ist Dr. Marc Brunner, Geschäftsführer des Familienunternehmens, überzeugt. Das Konzept von plot bietet variable Sitzflächen auf drei Ebenen und will so die Funktion von Arm- und Rückenlehne neu interpretiert.

Köln möbliert – Teil 11: Neuheiten Bahir von COR und bookless von interlübke

Sofa Bahir von COR und Möbelprogramm bookless von interlübke (Foto: Mirjam Fruscella / koelnmesse)

Weltenbummler in Köln: Von jenseits der Alpen kommt in diesem Jahr von COR ein Sitzmöbel der tiefenentspannten Art: Auf Bahir lässt es sich nicht nur sitzen, sondern auch herrlich liegen, fläzen und ausstrecken. Ein Ort, in dem man sich ausbreiten und einschmiegen kann, eine Freiheitszone zum Querliegen und Lesen, zum Spielen und Im-Netz-Surfen. Um das zu ermöglichen, ist Bahir von dem Schweizer Designer Jörg Boner als große, einladende Schale angelegt worden. Die klassische Zweiteilung von Sitz und Lehne ist dafür aufgehoben. Und so möchte man Bahir weniger als Sitzmöbel bezeichnen denn als privaten Raum, in dem man sich mit Kissen, Decken, Lebenspartnern, Keksen und Kindern einrichten kann wie man will. Gut zu wissen, dass der gesteppte Bezug einfach abnehmbar und leicht zu reinigen ist. Seine Nähte unterstreichen die klare Grundstruktur des Möbels. Das mit diversen Kissen für stabile Sitzpositionen ausgestattete Sofa gibt es auch als Sessel; ein Hocker dient als Ergänzung.

Design: Jörg Boner
www.cor.de
Stand: Halle 11.3 Stand S010

Mit bookless überträgt interlübke die Idee konventioneller Stauraumkonzepte in ein Galeriesystem zum Wohnen. Das Möbelprogramm bookless will dabei die schönsten Dinge des Lebens in den Mittelpunkt stellen und ist als verschiebbarer Raumteiler, raumhohes Regal oder schwebendes Wandelement konfigurierbar. Seine eleganten Glasflächen, filigranen Korpustiefen und die LED-Beleuchtung sollen Transparenz und Leichtigkeit vermitteln. Besondere Finesse? Ein Wandabstand von 6 cm vergrößert den umflutenden Lichtkegel und verstärkt die plastische Wirkung der schwebenden Module. Entwickelt für den Wohn- und Objektbereich, nimmt das multifunktionale Konzept fast jeden Grundriss auf, integriert digitale Mediensysteme und ist mit anderen Programmen kombinierbar.

Design: Gino Carollo & René Chyba
www.interluebke.de
Stand: Halle 11.3 Stand S020

Recycling Plastic Range: Möbel aus massivem Plastik

Konventionelle Möbel findet der Besucher der Ausstellung „D3 Contest“ nicht. Hier werden vielmehr bekannte Objekttypologien neu interpretiert und neue Möbelkonzepte ausprobiert. Keines der Möbel, Accessoires, Leuchten und Ausstattungselemente hat etwas nur Beiläufiges – alles ist durchdacht und sperrt sich bewusst gegen oberflächliche Betrachtung. Einen kleinen Vorgeschmack möchten wir Ihnen mit dem nachfolgenden Beispiel geben.

Zeitgemäßes Relaxen: Die Polstersessel 405 PF und 406 PF von Stefan Diez

Die Polstersessel 405 PF und 406 PF von Stefan Diez ergänzen sein erfolgreiches Stuhl- und Tischprogramm für Thonet.

Verformtes Holz im Dienste besonderen Sitzkomforts war immer schon ein Markenzeichen von Thonet Sitzmöbeln. Stefan Diez hat dieses Thema bei seinem vor drei Jahren eingeführten erfolgreichen Stuhl-Programm 404 mit neuen Holzverarbeitungstechniken weiterentwickelt und so eine Brücke zwischen Tradition und zeitgemäßen Wohnvisionen gebaut. Nun hat Thonet die erfolgreiche Kollektion 404 um die charakterstarken Polstersessel 405 PF und 406 PF erweitert – Sitzmöbel für entspanntes Sitzen und Loungen im privaten Bereich wie auch in Hotels, Restaurants und Bars.