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Starkes GemeinschaftsgefĂĽhl

Randa Tukan, Director of Hospitality beim internationalen ArchitekturbĂĽro HOK, spricht im Interview ĂĽber Design-Konzepte in der arabischen Welt und Nachhaltigkeit als dauerhaftes Ziel.

Frau Tukan, HOK hat fĂĽr den arabischen Raum bereits eine groĂźe Bandbreite an Projekten gestaltet. Der Masterplan fĂĽr die Weltausstellung Expo 2020 in Dubai entstand unter der FederfĂĽhrung Ihres BĂĽros, und die von Ihnen konzipierte Marina Mall befindet sich derzeit im Bau. Wie unterscheiden sich Lebens- und Architekturkonzepte im arabischen Raum von denen in den USA?

Besonders auffallend in der arabischen Kultur ist das starke Gemeinschaftsgefühl: Zwischenmenschliche Beziehungen nehmen eine zentrale Stellung ein. Soziale Interaktionen sind der Dreh- und Angelpunkt des täglichen Lebens. Demgegenüber steht in den USA ein kultureller Trend zu einem individualisierten, isolierten Leben. Diese gesellschaftlichen Trends spiegeln sich auch in der Architektur wider. Viele Einkaufszentren in Nordamerika werden von Online-Shopping und Einkaufsstraßen im Stadtzentrum abgelöst. Im Nahen Osten dagegen erleben Einkaufszentren eine rasante Entwicklung, weil sie nach wie vor Orte für eine interaktive Gemeinschaft mit Unterhaltungsangeboten und Veranstaltungen sind – sie bieten alles von Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie und Unterhaltung bis hin zu Gesundheitsdienstleistungen, Freizeitangeboten oder Möglichkeiten zum Gebet. Diese von den traditionellen Suqs inspirierten Bürgerzentren stehen seit Jahrhunderten im kulturellen Mittelpunkt des Nahen Ostens.

Marina Mall, Doha, Qatar, in design © HOK
Marina Mall, Doha, Qatar, in design © HOK

Die Natur hält Einzug in die eigenen vier Wände: natürliche und damit umweltschonende Materialien voll im Trend

Natur zu Hause: Massivholztische sind authentisch und einzigartig, natürliche Bezugsstoffe sind ökologisch und warm und der echte Blumenschmuck bringt Farbe und Freude. (Foto: VDM/Rolf Benz)
Natur zu Hause: Massivholztische sind authentisch und einzigartig, natürliche Bezugsstoffe sind ökologisch und warm und der echte Blumenschmuck bringt Farbe und Freude. (Foto: VDM/Rolf Benz)

Die Deutschen lieben das Wohnen. Doch damit nicht genug. In der aktuellen Saison kaufen immer mehr Menschen vor allem naturnahe Möbel und Dekorationen aus natürlichen und damit umweltschonenden Materialien. Echtes Holz erlebt einen regelrechten Aufschwung, auch Stein und Glas sind beliebte Werkstoffe. Frische Design-Ideen für mehr Natur in der Wohnung füttern die neue grüne Leidenschaft. Vom naturbelassenen Massivholzhocker im Flur, über das pflanzengegerbte Echtleder-Sofa im Wohnzimmer, einem echten grünen Wandbild aus Gräsern und Moos, bis hin zu hängenden Frischkräutertöpfchen in der Küche: die Natur hält laut Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, Einzug in die eigenen vier Wände.

Gute Umweltbilanz und schickes Design: Fertighäuser aus Holz können sich sehen lassen

Fertighäuser mit Holzfassade. Mal ganz traditionell, mal modern interpretiert. Auch in Kombination mit anderen Oberflächen wirkt Holz am Bau attraktiv. (Foto: BDF/Huf Haus)
Fertighäuser mit Holzfassade. Mal ganz traditionell, mal modern interpretiert. Auch in Kombination mit anderen Oberflächen wirkt Holz am Bau attraktiv. (Foto: BDF/HUF Haus)

Bauen mit Holz wird immer attraktiver. Dafür gibt es viele gute Gründe: „Holz glänzt als nachwachsender Rohstoff mit einer positiven Ökobilanz, bietet eine sehr gute Wärmedämmung und ist dank seiner Leichtigkeit und Stabilität ein ideales Baumaterial“, erklärt Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF). Viele Bauherren überzeugt außerdem eine ganz andere Eigenschaft: Holz sieht einfach gut aus.

Umweltschonende Herstellung
Holz benötigt zum Wachsen neben Wasser vor allem Sonnenenergie. Während des Wachstums bindet Holz viel Kohlendioxid aus der Luft und speichert es. Somit hilft die Nutzung von Holz beim Bau von Häusern, dem Treibhauseffekt entgegenzuwirken. Denn deutsche Wälder werden nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit bewirtschaftet. Das heißt, es wird nur so viel Holz entnommen, wie auch nachwächst. „Die Hersteller von Fertighäusern verwenden schon wegen der kurzen Wege vom Wald in die Fabrik vor allem Holz aus ihrer Heimatregion“, so Klaas.

Diese Hölzer und Furniere liegen im Trend

Das Naturmaterial Furnier ermöglicht die Verwirklichung von hochinteressanten Optiken und Objekten. (Foto: IFN/Röhr GmbH)
Das Naturmaterial Furnier ermöglicht die Verwirklichung von hochinteressanten Optiken und Objekten. (Foto: IFN/Röhr GmbH)

Furnier kann einen sehr anmutigen und gleichmäßigen Auftritt hinlegen. Doch auch attraktive Ecken und Kanten gehören zu seinen Tugenden: Das Angebot wird ständig um interessante Neuheiten erweitert, die selbst detailbewussten Einrichtern perfekt zugeschnittene Lösungen bieten. „Rustikale Oberflächen – gerne auch mit dreidimensionaler Optik und Haptik – liegen genauso im Trend, wie unbeschnitten gelegte Muster mit unregelmäßigen Fugen, Hirnholzfurniere, gefärbte Oberflächen oder mit Digitaldrucken versehene Furnierplatten. Dominierend ist dabei das Holz der guten, alten Eiche, aber auch Furnier aus Altholz ist auf dem Vormarsch“, erläutert Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer der Initiative Furnier + Natur (IFN) e.V.

Einladung zum Tag des Baumes am 25. April: Holz ist ein vielseitiges Multitalent

Am 25. April 2013 ist „Tag des Baumes“. (Foto: HDH)
Am 25. April 2013 ist „Tag des Baumes“. (Foto: HDH)

Am Donnerstag, 25. April 2013, wird der „Tag des Baumes“ begangen. Unter anderem gibt es dann Baumpflanzungen, Feierstunden und weitere Aktionen rund um die edlen Pflanzen, welche die Bedeutung des Waldes für Mensch und Wirtschaft im Bewusstsein halten sollen. „Bäume sind vielseitige Multitalente. Sei es als Sauerstoffproduzent, als Schattenspender oder als nachhaltig bewirtschafteter Rohstofflieferant für den Hausbau, die Möbelherstellung oder die Parkettproduktion: Holz macht die Reichhaltigkeit der Natur überall perfekt erlebbar“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH), Dirk-Uwe Klaas.

Furnier als aktiver Umweltschutz: Ein Baum reicht fĂĽr sieben Schlafzimmer

Ein Baum reicht für die Oberflächenveredelung von Möbeln für sieben Schlafzimmer. (Foto: IFN/Hülsta)
Ein Baum reicht für die Oberflächenveredelung von Möbeln für sieben Schlafzimmer. (Foto: IFN/Hülsta)

Furnier spart wertvolle Ressourcen. Das wussten schon die alten Ägypter, die diese natürliche Oberflächenveredelung vor gut 5.000 Jahren erfunden haben. „Holz war und ist in Ägypten Mangelware, darum wurde die optimale Holznutzung zur höchsten Maxime erhoben. An Holzknappheit leiden wir hierzulande zwar nicht, aber der umweltfreundliche Umgang mit den vorhandenen Rohstoffen sollte heute eine Selbstverständlichkeit sein. Furnier ist dafür perfekt geeignet“, so Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer der Initiative Furnier + Natur (IFN) e.V.

Kaum zu glauben, aber während aus einem einzelnen Baum Massivholzmöbel für ein einziges Schlafzimmer hergestellt werden können, lassen sich mit feinem Furnier die Oberflächen von Möbeln für insgesamt sieben Schlafzimmer veredeln – vom Bett mit Beistelltischchen über den Kleiderschrank bis hin zu Kommode und Regalbrettern an der Wand. Dabei spielt das Holz neben seiner Natürlichkeit einen weiteren großen Vorteil aus: Furnierte Kastenmöbel halten bei entsprechender Pflege problemlos 15 Jahre und mehr.

Furnier bietet 1001 Möglichkeiten für die Veredelung unzähliger Produkte: so wird aus etwas Gewöhnlichem etwas wirklich Besonderes

Edel und schön: Furnier. (Foto: IFN/Schorn & Groh)
Edel und schön: Furnier. (Foto: IFN/Schorn & Groh)

Holz und Holzprodukte genießen aufgrund ihrer positiven Umwelteigenschaften und ihrer natürlichen Ausstrahlung einen hervorragenden Ruf. Wer auch Wert auf ein außergewöhnliches Design legt, wird beim Besten des Holzes fündig: bei Furnier, dem Filet des Baumes. Der Tausendsassa eignet sich für die Veredelung unzähliger Produkte – vom feinen Möbelstück über hochwertige Musikinstrumente bis hin zu sündhaft schönen Lautsprechern für echte High-End-Liebhaber. „Furnier bietet 1001 Möglichkeiten, aus Gewöhnlichem etwas wirklich Besonderes zu machen“, bestätigt Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer der Initiative Furnier + Natur (IFN) e.V.

Parkett: Natur pur fĂĽr ein lebendiges Wohnerlebnis

Ein Parkettboden sorgt für mehr Natürlichkeit in den eigenen vier Wänden. (Foto: vdp/Haro)
Ein Parkettboden sorgt für mehr Natürlichkeit in den eigenen vier Wänden.
(Foto: vdp/Haro)

Leben im Einklang mit der Natur – um diesem Wunsch Ausdruck zu verleihen, greifen viele Menschen bei der Einrichtung ihrer eigenen vier Wände gerne auf natürliche Materialien zurück. Beim Bodenbelag ist dabei Parkett die erste Wahl, denn dieses transportiert die positiven Eigenschaften des Holzes aus dem Wald ins traute Heim. „Ein Echtholzbodenbelag reguliert das Raumklima und unterstützt damit das eigene Wohlbefinden auch in geschlossenen Räumen“, sagt der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Parkettindustrie (vdp), Michael Schmid.

Holz „atmet“, und das sowohl unter freiem Himmel als auch in der Wohnung: Das Naturmaterial nimmt Wasserdampf aus der Luft auf und gibt es wieder ab. „Dadurch bewirkt es ein angenehmes Wohnklima. Es gilt: je höher die Luftfeuchte, desto größer ist auch die Holzfeuchte“, erläutert Schmid. Dadurch vergrößert der Parkettboden sein Volumen – besonders im Sommer –, was allerdings optisch kaum auffällt. Wenn während der kalten Jahreszeit die Räume stark beheizt werden, sinkt die Luftfeuchtigkeit und das Holz gibt Wasser an die Raumluft ab. „Sollte das Holz über mehrere Tage versuchen, das Raumklima zu ‚befeuchten’ kann die Holzfeuchte so weit sinken, dass kleine Fugen entstehen. Diese verschwinden jedoch wieder von selbst, sobald der Boden erneut Wasserdampf aus der Luft aufnimmt“, so Schmid.

Edles Unikat aus Holz: Furnier wird aus dem Besten des Waldes hergestellt

Furnier verschafft einem an sich schon schönen Möbelstück das ganz besondere Etwas. (Foto: IFN/Kettnaker Möbelmanufaktur)
Furnier verschafft einem an sich schon schönen Möbelstück das ganz besondere Etwas. (Foto: IFN/Kettnaker Möbelmanufaktur)

Der Begriff „Furnier“ wird vom Laien häufig mit einer Kunststoffbeschichtung in Holzoptik gleichgesetzt. Mit Kunststoff beschichtete Oberflächen haben allerdings rein gar nichts mit Furnier zu tun. Echtes Furnier wird nämlich nicht aus Plastik, sondern aus dem Besten des Waldes hergestellt: aus Holz. „Furnier macht aus ganz gewöhnlichen Gegenständen und Objekten echte Unikate, die an Schönheit und Natürlichkeit unübertroffen sind“, so Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer der Initiative Furnier + Natur (IFN) e.V.

Furnier ist ein umweltfreundliches Naturprodukt. Es wird aus ausgewählten Bäumen hergestellt, die überwiegend aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Nachhaltigkeit ist dabei nicht bloß eine Floskel. Deutschland beispielsweise ist das Ursprungsland des Nachhaltigkeitsgedankens, der seit nunmehr 300 Jahren in der deutschen Forstwirtschaft gepflegt wird.

Nachhaltigkeit bedeutet dabei, dass der natürliche Holzzuwachs größer sein muss als die Menge des geschlagenen Holzes. „Damit erhält der Kunde ein ökologisch wertvolles Naturprodukt, das die endlichen Ressourcen der Erde nicht belastet“, so Klaas. Die überwiegend für die Furnierherstellung verwendeten Baumarten sind Ahorn, Buche, Eiche, Esche und Nussbaum. „Aber nicht jeder Baum eignet sich für die Furnierproduktion. Nur Bäume mit attraktiver Holzmaserung, interessanter Farbgebung und makelloser Struktur haben das Zeug dazu“, so Klaas.

imm cologne: Massivholz und Natürliches Wohnen sind Möbeltrends in 2013

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Strukturierte Oberflächen liegen bei Massivholzmöbeln im Trend. (Foto: IPM)

Die internationale Einrichtungsmesse imm cologne hat es wieder gezeigt: Möbel aus Massivholz erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. An zahlreichen Ständen wurden elegante, komfortable, moderne und puristische Holzmöbel für den Wohn-, Ess-, Schlaf- und Küchenbereich präsentiert, die für jeden Geschmack das richtige Angebot bereithalten. „Allen Massivholzmöbeln  gemein ist die Wertigkeit und Ehrlichkeit ihres Materials. Das seit Jahrhunderten bewährte Massivholz immer wieder neu zu interpretieren, ist die Leistung unserer Traditionsunternehmen – und diese wird vom Verbraucher hoch geschätzt“, so der Geschäftsführer der Initiative Pro Massivholz (IPM), Andreas Ruf.

Alleine das Berühren von Massivholzmöbeln ist ein ausdrucksstarkes, beinahe sinnliches Erlebnis – und davon machten zahlreiche Messebesucher Gebrauch. So „fühlten“ sich die Gäste förmlich von Möbel zu Möbel und erlebten am eigenen Leib, wie warm eine massivhölzerne Oberfläche wirkt. Der Grund hierfür ist ein optimales Wärmereflexionsvermögen, welches Holz besitzt. Anders als es etwa bei den Materialien Stahl oder Leder der Fall ist, wird die Körpertemperatur bei Berührung reflektiert und deshalb als behaglich empfunden. Aufgrund der bei Massivmöbeln verwendeten warmen Holzfarben werden auch der Raum und die Stimmung der sich darin befindenden Menschen positiv beeinflusst. Im Trend liegen dabei strukturierte, gerne sägeraue Oberflächen, die einen spannenden Kontrast zu glatten Oberflächen darstellen.