Discover interior ideas » Möbeldesign

Interview mit Designer Patrick Frey:
„Von Haus aus bin ich eher Möbeldesigner.“

© Patrick Frey

Mit TitanCeram hat Villeroy & Boch einen Werkstoff kreiert, der filigrane Formen mit außergewöhnlicher Festigkeit vereint. Das Geheimnis ist die Verschmelzung keramischer Rohstoffe mit Titandioxid. Eingesetzt wurde das Material jetzt für die neue Badkollektion Finion. Das Design der Kollektion stammt von dem erfolgreichen Designer Patrick Frey, der in seinen Arbeiten in besonderer Weise sinnvolle Verbindungen von Form und Funktion herstellt. Im Interview spricht Patrick Frey über seine Arbeit mit dem Material Keramik und die neue Kollektion.

Langweilige Schlafzimmer waren gestern: moderne Schlafzimmer sind mehr als nur ein Schlafraum

Gemütlicher Rückzugsort: Das moderne Schlafzimmer hat viele Funktionen. (Foto: VDM)
Gemütlicher Rückzugsort: Das moderne Schlafzimmer hat viele Funktionen. (Foto: VDM)

Des Deutschen Schlafzimmer wird durchschnittlich 14 Jahre alt. Neue Matratzen sind in Deutschland durchschnittlich alle neun Jahre fällig. Damit ist die Anschaffung neuer Schlafzimmermöbel eine langfristige Investition und bleibt auf jeden Fall länger in Betrieb als das neue Auto.

Der moderne Mensch schläft dabei heute mit durchschnittlich 6 bis 7 Stunden deutlich weniger, als frühere Generationen, die 8 bis 9 Stunden Erholung brauchten. „Für die Neuanschaffung eines Schlafzimmers sollten daher“, so die Empfehlung von Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM), „unbedingt Qualität und zurückhaltendes Design im Vordergrund stehen.

64 Jahre britisches Design im Victoria and Albert Museum London

British Design 1948 – 2012. (Foto: Victoria and Albert Museum London)
British Design 1948 – 2012. (Foto: Victoria and Albert Museum London)

Es ist zwar kein rundes Jubiläum, aber trotzdem ein Grund zum Feiern. 64 Jahre britisches Design zeigt die aktuelle Ausstellung des Victoria and Albert Museum in London. Aus gutem Grund. Denn vor 64 Jahren war London zuletzt Austragungsort der Olympischen Sommerspiele, die 1948, drei Jahre nach Kriegsende, als „Austerity Olympics“ – als Olympia der Entbehrung – in die Geschichte eingingen.

„British Design 1948 – 2012“ wandelt dabei auf den Spuren von Designern, Architekten und Künstlern, die in Großbritannien geboren beziehungsweise hier ausgebildet wurden oder die im Vereinigten Königreich leben und arbeiten.

Designer’s Voice: Harald Gründl über Designtrends, Schnelllebigkeit und Greenwashing

Harald Gründl (EOOS)
Harald Gründl (EOOS), Mitglied des imm cologne Trendboards im Interview. (Foto: Koelnmesse)

1967 in Wien geboren, studierte Harald Gründl Industriedesign an der Universität für angewandte Kunst Wien. Zusätzlich promovierte er in Philosophie. 1995 gründete er zusammen mit Martin Bergmann und Gernot Bohmann das Designbüro EOOS, welches sich mittlerweile als eines der führenden Büros für Möbeldesign, Markenplätze und Designforschung etabliert hat.

Harald Gründl ist Mitglied des imm cologne Trendboards – zu seinen Kunden gehören Alessi, Armani, Bulthaup, Dedon, Duravit, Matteo Grassi, Walter Knoll und Zumtobel. Harald Gründl ist seit 2008 Vorsitzender des Institute of Design Research Vienna (Institut für Designforschung Wien) und ist bei EOOS-Design, dessen Forschungsaktivitäten er leitet, als Partner eingestiegen.

Was war für Sie das Interessanteste an dem imm cologne Trendboard Workshop?
Ich fand es sehr interessant zu sehen, dass die Wahrnehmung des Designbereiches unter den Trendboard-Mitgliedern sehr ähnlich war, dass uns ähnliche Phänomene aufgefallen sind. Das Interessanteste ist immer, neue Menschen kennen zu lernen!

Das Trendbook zeigt, was aktuell im Design passiert und was die Menschen bewegt, die sich dieses Designangebots bedienen. Woher kommen Ihrer Meinung nach die stärksten Einflüsse auf das Produkt- und Interior Design?
Die Nachhaltigkeitsdiskussion ist für mich derzeit der wichtigste Einfluss auf das Design. Wie reagieren wir intelligent auf diese Entwicklung, und wie beeinflusst das die Trends der Zukunft? Wir haben für alle vier Interior Trends diesen Aspekt diskutiert und unterschiedliche Artikulationen festmachen können.

2. Europäisches DesignCamp findet im Rahmen der imm cologne statt

dcc10_logoNach dem überwältigendem Erfolg im vergangenen Jahr findet auch 2010 ein DesignCamp Cologne statt. „Design verbindet“ – das ist das Motto des zweiten europäischen BarCamps zum Thema „Design“ in Köln.

Parallel zur weltweit führenden Einrichtungsmesse, der imm cologne 2010, veranstaltet ein mehrköpfiges Orga-Team am 23. und 24. Januar 2010 in Köln eine „nutzergenerierte“ Unkonferenz zum Thema „Design“.

„Design matters“ – Vielfalt der Themen und Teilnehmer als kreativer Nährboden
Im Rahmen selbstinitiierter Sessions können sich Designer auf dem DesignCamp Cologne austauschen, gegenseitig über neue Entwicklungen informieren, inspirieren lassen und interessante Projekte vorstellen.

Um Grenzen zu sprengen, sind Designer aller Fachrichtungen angesprochen. Ganz gleich ob Architekt, Web-, Interieur-, Produkt-, 3D-, Industrie-, Foto-, Grafik-, oder Multimediadesigner, jeder kann seine Themen aktiv einbringen und gemeinsam mit anderen völlig neue, interdisziplinäre Ideen entwickeln.

Kameha Grand Bonn: eine aufregende Verbindung von Design und Lifestyle

KamehaDas Kameha Grand Bonn die klassische „Grand Hotellerie“ neu und bietet Design und Lifestyle in Verbindung mit außergewöhnlichem Service. Das im November 2009 eröffnete Life & Style Hotel ist eine Oase der Ruhe, ein Ort, der inspirierend ist und Freizonen schafft für Gedanken zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Mehr als 10.000 Besucher sorgten bei der Eröffnung für lange Schlangen.

Die waren vor allem wegen des Designs des neuen Aushängeschild am Bonner Bogen gekommen: Marcel Wanders, der „Rockstar unter den Designern“ hat im Kameha Grand Bonn in jedem Quadratmeter einen potenziellen Lieblingsplatz für jeden Gast geschaffen. Mit neobarocker und detailverliebter Innenarchitektur betont Wanders die Einzigartigkeit des Kameha Grand Bonn und schafft damit einen „Ort, der sexy und cool ist“ (Zitat Wanders).

Wie formbar ist eine Marke? Fragen an Oliver Kleine, Leonardo

leonardoDie Marke mit den weißen Wolken im Emblem hat sich in den vergangenen Jahren von einem Glas- und Geschenkeartikel- Anbieter zur modernen Lifestylemarke entwickelt. Heute kennen rund 80 Prozent der deutschen Bevölkerung LEONARDO, die seit 1972 eingetragene Lifestylemarke der Firma Glaskoch aus Bad Driburg. Dort gibt der LEONARDO glass cube der Marke seit seiner Eröffnung im Mai 2007 ein architektonisches Gesicht. Geschäftsführer Oliver Kleine feierte in diesem Jahr 150-jähriges Firmenjubiläum.

Arik Lévy und die Möbeltrends 2009: “Trends sind Werkzeuge, die uns helfen, zu verstehen, was wir sehen.”

arik_levyWelche Trends prägen in diesem Jahr das Einrichtungs- und Möbeldesign? Wir fragten Designer, Hersteller, Händler und Journalisten nach ihren Einschätzungen und Beobachtungen.

Arik Lévy, Designer, Paris:
Die letzte Zeit war für uns alle außerordentlich spannend. Vieles hat sich in den Augen, dem
Gemüt und der Denkweise der Menschen verändert. Meiner Meinung nach – und dies wurde durch die Messe und einige der gezeigten Produkte bekräftigt – sind Trends Werkzeuge, Hilfsmittel, die uns helfen, zu verstehen, was wir sehen.

Trends ändern sich so schnell, dass womöglich gar nicht der Trend selbst wichtig ist, sondern vielmehr die Gründe für seinen Wandel und die Art und Weise wie er sich vollzieht. Der derzeitige Trend besteht in einer Rückkehr zur eigenen Identität, zu Aufrichtigkeit und zur Hingabe an eigene, authentische Ideen.

12