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Fliesen im Wohnungsbau:
funktional, Àsthetisch und wirtschaftlich

Foto: 41zero42, Mate

Beim Bau von neuem Wohnraum werden heute hohe Anforderungen gestellt: Neben einer lohnenden Investition in die Zukunft mĂŒssen die Neubauten ĂŒber Generationen hinweg Ă€sthetisch anspruchsvoll und funktional sein – Wirtschaftlichkeit, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit sind Schlagworte, die es zu beachten gilt. Hochwertige und zugleich preislich attraktive Baustoffe sollen auch im Innenausbau eine stilvolle und funktionale Gestaltung ermöglichen.

Edles Furnier fĂŒr Premium-Hotels ist „en vogue“

Einzigartige WandvertÀfelungen mit einer OberflÀche aus Mahagoni-Furnier zieren das Schwimmbad des Hotels Taschenbergpalais Kempinski Dresden. (Foto: IFN/Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden)
Einzigartige WandvertÀfelungen mit einer OberflÀche aus Mahagoni-Furnier zieren das Schwimmbad des Hotels Taschenbergpalais Kempinski Dresden. (Foto: IFN/Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden)

Edle OberflĂ€chen aus Furnierholz sind eine Bereicherung moderner Lebens- und Arbeitswelten – natĂŒrlich und hochwertig zugleich ist heute absolut „en vogue“. Das hat nicht nur der Contract Business Guide der imm cologne 2012 gezeigt. Besonders deutlich wird dies auch in der Praxis und zwar in den den rund 2.500 deutschen Hotels der 4- und 5-Sterne-Kategorie. „Möbel, WandvertĂ€felungen, Deckenverkleidungen – Furnier gehört heute einfach zum guten Ton gehobener Gastlichkeit“, erklĂ€rt Dirk-Uwe Klaas, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Initiative Furnier + Natur (IFN) e.V.

Nur gut 200 Holzarten haben weltweit das Zeug dazu, feines Furnier fĂŒr die OberflĂ€chenveredelung zu werden. Die BĂ€ume, die dafĂŒr in Frage kommen, sind handverlesen. Was schließlich mit einer Dicke von sechs Millimetern bis zu einem Zentimeter auf den Markt kommt, findet sich nach vielen Verarbeitungsschritten als attraktives Ausstattungsmerkmal unter anderem im Restaurantbereich, im Schwimmbad oder in den Suiten der gehobenen deutschen Hotellerie wieder.

imm cologne 2012 zeigt Wohntrends: Entgrenzung von Raum und Funktion schreitet voran

Im modernen Grundriss gibt es kaum noch geschlossene RĂ€ume. Die klar abgegrenzten Bereiche von einst verschmelzen miteinander. (Foto: Rolf Benz)
Im modernen Grundriss gibt es kaum noch geschlossene RĂ€ume. Die klar abgegrenzten Bereiche von einst verschmelzen miteinander. (Foto: Rolf Benz)

Wer kennt das nicht? In der KĂŒche wird mit Freunden bis in die Nacht gefeiert und im Wohnzimmer sitzt man nur noch mit dem Partner bei einem Glas Tee und einem guten Buch. „FrĂŒher war das anders. Da wurde in der KĂŒche lediglich das Essen zubereitet, welches mit GĂ€sten im feinen Esszimmer eingenommen wurde. Danach zog die ganze Gesellschaft ins Wohnzimmer um, wo der Rest des Abends auf dem gemĂŒtlichen Sofas verbracht wurde – mit Zigarre selbstverstĂ€ndlich -“, erinnert sich Dirk-Uwe Klaas, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie.

Doch mit den sich Ă€ndernden AnsprĂŒchen ans Wohnen haben sich nun auch die Aufteilungen der RĂ€ume grundlegend verĂ€ndert. Es gibt im modernen Grundriss kaum noch geschlossene RĂ€ume. Die klar abgegrenzten Bereiche von einst verschmelzen miteinander. Und sie haben sich auch von ihren alten Funktionen gelöst. Moderne Bewohner fragen sich nicht mehr, was in ihr Wohnzimmer gehört, sondern was sie in ihrem so definierten Raum machen wollen. Das einstige „Entweder-Oder-Modell“ wird abgelöst durch ein eindeutiges „Sowohl-Als-Auch“.

Pimp your home: Furnier schafft nach Renovierung ein einzigartiges und natĂŒrliches Raumerlebnis

Ein echter Hingucker: edles Apfelbaumfurnier. (Foto: Ursula Maier WerkstÀtten)
Ein echter Hingucker: edles Apfelbaumfurnier. (Foto: Ursula Maier WerkstÀtten)

Edle FurnieroberflĂ€chen sind individuell, natĂŒrlich und besitzen AusdrucksstĂ€rke. Fast noch wichtiger ist allerdings die FlexibilitĂ€t des Materials: „Wer zum Beispiel die Renovierung seines Eigenheimes plant, der kann nahezu den gesamten Innenbereich gezielt mit furnierten OberflĂ€chen optisch aufwerten“, so Dirk-Uwe Klaas, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Initiative Furnier + Natur (IFN) e.V.

Ein schönes Beispiel fĂŒr den gelungenen Einsatz von Furnieren ist ein von dem Unternehmen Ursula Maier WerkstĂ€tten aus Markgröningen neu ausgestattetes Wohnhaus in der NĂ€he von Stuttgart. Im Fokus der Arbeiten stand die Neugestaltung der KĂŒche und des angrenzenden Essbereichs. „Die neuen OberflĂ€chen fallen sofort ins Auge: In der KĂŒche dominieren jetzt charakterstarke Fronten aus Apfelbaum. In Kombination mit den hellen ArbeitsflĂ€chen wirkt der Bereich großzĂŒgig und einladend“, so Klaas.

D3 Design Talents: Nachwuchsdesigner prĂ€sentieren kreative Ideen und DesignentwĂŒrfe

"Brickchandelier" des D3 Design talents Pepe Heykoop. (Foto: Koelnmesse)
"Brickchandelier" des D3 Design talents Pepe Heykoop. (Foto: Koelnmesse)

Das Forum fĂŒr Nachwuchsdesigner und Hochschulen D3 Design talents findet auch 2011 wieder in bewĂ€hrter Form statt – mit den drei Bereichen DÂł Professionals, DÂł Contest und DÂł Schools. FĂŒr Studierende und Designer, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, bietet D3 Design talents eine einzigartige Chance, sich der Fachwelt und den Medien zu prĂ€sentieren.

Kameha Grand Bonn: eine aufregende Verbindung von Design und Lifestyle

KamehaDas Kameha Grand Bonn die klassische „Grand Hotellerie“ neu und bietet Design und Lifestyle in Verbindung mit außergewöhnlichem Service. Das im November 2009 eröffnete Life & Style Hotel ist eine Oase der Ruhe, ein Ort, der inspirierend ist und Freizonen schafft fĂŒr Gedanken zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Mehr als 10.000 Besucher sorgten bei der Eröffnung fĂŒr lange Schlangen.

Die waren vor allem wegen des Designs des neuen AushĂ€ngeschild am Bonner Bogen gekommen: Marcel Wanders, der „Rockstar unter den Designern“ hat im Kameha Grand Bonn in jedem Quadratmeter einen potenziellen Lieblingsplatz fĂŒr jeden Gast geschaffen. Mit neobarocker und detailverliebter Innenarchitektur betont Wanders die Einzigartigkeit des Kameha Grand Bonn und schafft damit einen „Ort, der sexy und cool ist“ (Zitat Wanders).

Johanna Grawunder: Architektin, Interior- und Lichtdesignerin, Mitglied des imm cologne Trendboards

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Johanna Grawunder, Mitglied des imm cologne Trendboards, Photo: Koelnmesse; Lutz Sternstein

Johanna Grawunder lĂ€sst sich nicht so leicht in eine Schublade packen. Sie baut HĂ€user, entwirft Interiors und klassische Industrieprodukte, unter anderem für Boffi, Flos, B&B oder WMF. Vor allem aber kreiert sie exklusive Möbel- und Lichtobjekte für Galerien in Europa und den USA, bei denen sie gerne LEDs integriert und die Formen dabei fast zu entmaterialisieren scheint.

Licht ist für sie ein wichtiges Mittel, den Innenraum zugestalten, so dass es Teil des Ganzen wird. Auch muss Licht nicht immer ein für sich selbst stehendes Objekt sein, findet Johanna Grawunder. Wenn man es in Möbel integriert, ist es einfach da und erhĂ€lt eine andere QualitĂ€t.

Die Architektin aus Kalifornien begann ihre Laufbahn 1985 im Studio von Ettore Sottsass in Mailand und arbeitete mit ihm an einigen der prestigetrÀchtigsten Projekte auf den Gebieten der Architektur und Innenarchitektur.