Furnier: Vielseitige Optik – vielseitig verwendbar

Foto: IFN, Roser AG, Gehri AG

Furnier gehört zu den ältesten Dekoren für wertige Oberflächen. Bereits im alten Ägypten wurde preiswertes Trägerholz mit dünnen Schichten ausgesuchter Edelhölzer, damals insbesondere Vogelaugen-Ahorn, eingekleidet. Die unterschiedlichen Baumarten erzeugen sehr differenzierte Furnierbilder, die teilweise selbst innerhalb einer Baumart stark variieren. Und die sogar Geschichten erzählen können.

Eine Kombination aus Design, Haptik und Funktion

Foto: Pia Kintrup

Mit Möbeln richten wir uns ein, drücken unseren Stil aus und wollen vielleicht sogar ein visuelles Statement setzen. Doch nicht nur die Optik entscheidet darüber, ob uns ein Tisch oder ein Sofa gefällt, sondern auch Haptik und Funktion. Die Kunst besteht darin, alle drei Faktoren miteinander zu verbinden. Mit seiner Masterarbeit an der Folkwang Universität, dem Sekretär „Kabinett“, ist es Tim zum Hoff sogar gelungen, das haptische Erleben mit einer Funktion direkt zu verknüpfen. Denn durch das sanfte Streichen über die Oberfläche werden die Fächer des Sekretärs beleuchtet.

Die Natur hält Einzug in die eigenen vier Wände: natürliche und damit umweltschonende Materialien voll im Trend

Natur zu Hause: Massivholztische sind authentisch und einzigartig, natürliche Bezugsstoffe sind ökologisch und warm und der echte Blumenschmuck bringt Farbe und Freude. (Foto: VDM/Rolf Benz)
Natur zu Hause: Massivholztische sind authentisch und einzigartig, natürliche Bezugsstoffe sind ökologisch und warm und der echte Blumenschmuck bringt Farbe und Freude. (Foto: VDM/Rolf Benz)

Die Deutschen lieben das Wohnen. Doch damit nicht genug. In der aktuellen Saison kaufen immer mehr Menschen vor allem naturnahe Möbel und Dekorationen aus natürlichen und damit umweltschonenden Materialien. Echtes Holz erlebt einen regelrechten Aufschwung, auch Stein und Glas sind beliebte Werkstoffe. Frische Design-Ideen für mehr Natur in der Wohnung füttern die neue grüne Leidenschaft. Vom naturbelassenen Massivholzhocker im Flur, über das pflanzengegerbte Echtleder-Sofa im Wohnzimmer, einem echten grünen Wandbild aus Gräsern und Moos, bis hin zu hängenden Frischkräutertöpfchen in der Küche: die Natur hält laut Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, Einzug in die eigenen vier Wände.

Diese Hölzer und Furniere liegen im Trend

Das Naturmaterial Furnier ermöglicht die Verwirklichung von hochinteressanten Optiken und Objekten. (Foto: IFN/Röhr GmbH)
Das Naturmaterial Furnier ermöglicht die Verwirklichung von hochinteressanten Optiken und Objekten. (Foto: IFN/Röhr GmbH)

Furnier kann einen sehr anmutigen und gleichmäßigen Auftritt hinlegen. Doch auch attraktive Ecken und Kanten gehören zu seinen Tugenden: Das Angebot wird ständig um interessante Neuheiten erweitert, die selbst detailbewussten Einrichtern perfekt zugeschnittene Lösungen bieten. „Rustikale Oberflächen – gerne auch mit dreidimensionaler Optik und Haptik – liegen genauso im Trend, wie unbeschnitten gelegte Muster mit unregelmäßigen Fugen, Hirnholzfurniere, gefärbte Oberflächen oder mit Digitaldrucken versehene Furnierplatten. Dominierend ist dabei das Holz der guten, alten Eiche, aber auch Furnier aus Altholz ist auf dem Vormarsch“, erläutert Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer der Initiative Furnier + Natur (IFN) e.V.

Furnier als aktiver Umweltschutz: Ein Baum reicht fĂĽr sieben Schlafzimmer

Ein Baum reicht für die Oberflächenveredelung von Möbeln für sieben Schlafzimmer. (Foto: IFN/Hülsta)
Ein Baum reicht für die Oberflächenveredelung von Möbeln für sieben Schlafzimmer. (Foto: IFN/Hülsta)

Furnier spart wertvolle Ressourcen. Das wussten schon die alten Ägypter, die diese natürliche Oberflächenveredelung vor gut 5.000 Jahren erfunden haben. „Holz war und ist in Ägypten Mangelware, darum wurde die optimale Holznutzung zur höchsten Maxime erhoben. An Holzknappheit leiden wir hierzulande zwar nicht, aber der umweltfreundliche Umgang mit den vorhandenen Rohstoffen sollte heute eine Selbstverständlichkeit sein. Furnier ist dafür perfekt geeignet“, so Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer der Initiative Furnier + Natur (IFN) e.V.

Kaum zu glauben, aber während aus einem einzelnen Baum Massivholzmöbel für ein einziges Schlafzimmer hergestellt werden können, lassen sich mit feinem Furnier die Oberflächen von Möbeln für insgesamt sieben Schlafzimmer veredeln – vom Bett mit Beistelltischchen über den Kleiderschrank bis hin zu Kommode und Regalbrettern an der Wand. Dabei spielt das Holz neben seiner Natürlichkeit einen weiteren großen Vorteil aus: Furnierte Kastenmöbel halten bei entsprechender Pflege problemlos 15 Jahre und mehr.

Langweilige Schlafzimmer waren gestern: moderne Schlafzimmer sind mehr als nur ein Schlafraum

GemĂĽtlicher RĂĽckzugsort: Das moderne Schlafzimmer hat viele Funktionen. (Foto: VDM)
GemĂĽtlicher RĂĽckzugsort: Das moderne Schlafzimmer hat viele Funktionen. (Foto: VDM)

Des Deutschen Schlafzimmer wird durchschnittlich 14 Jahre alt. Neue Matratzen sind in Deutschland durchschnittlich alle neun Jahre fällig. Damit ist die Anschaffung neuer Schlafzimmermöbel eine langfristige Investition und bleibt auf jeden Fall länger in Betrieb als das neue Auto.

Der moderne Mensch schläft dabei heute mit durchschnittlich 6 bis 7 Stunden deutlich weniger, als frühere Generationen, die 8 bis 9 Stunden Erholung brauchten. „Für die Neuanschaffung eines Schlafzimmers sollten daher“, so die Empfehlung von Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM), „unbedingt Qualität und zurückhaltendes Design im Vordergrund stehen.

Furnier bietet 1001 Möglichkeiten für die Veredelung unzähliger Produkte: so wird aus etwas Gewöhnlichem etwas wirklich Besonderes

Edel und schön: Furnier. (Foto: IFN/Schorn & Groh)
Edel und schön: Furnier. (Foto: IFN/Schorn & Groh)

Holz und Holzprodukte genießen aufgrund ihrer positiven Umwelteigenschaften und ihrer natürlichen Ausstrahlung einen hervorragenden Ruf. Wer auch Wert auf ein außergewöhnliches Design legt, wird beim Besten des Holzes fündig: bei Furnier, dem Filet des Baumes. Der Tausendsassa eignet sich für die Veredelung unzähliger Produkte – vom feinen Möbelstück über hochwertige Musikinstrumente bis hin zu sündhaft schönen Lautsprechern für echte High-End-Liebhaber. „Furnier bietet 1001 Möglichkeiten, aus Gewöhnlichem etwas wirklich Besonderes zu machen“, bestätigt Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer der Initiative Furnier + Natur (IFN) e.V.

Edles Unikat aus Holz: Furnier wird aus dem Besten des Waldes hergestellt

Furnier verschafft einem an sich schon schönen Möbelstück das ganz besondere Etwas. (Foto: IFN/Kettnaker Möbelmanufaktur)
Furnier verschafft einem an sich schon schönen Möbelstück das ganz besondere Etwas. (Foto: IFN/Kettnaker Möbelmanufaktur)

Der Begriff „Furnier“ wird vom Laien häufig mit einer Kunststoffbeschichtung in Holzoptik gleichgesetzt. Mit Kunststoff beschichtete Oberflächen haben allerdings rein gar nichts mit Furnier zu tun. Echtes Furnier wird nämlich nicht aus Plastik, sondern aus dem Besten des Waldes hergestellt: aus Holz. „Furnier macht aus ganz gewöhnlichen Gegenständen und Objekten echte Unikate, die an Schönheit und Natürlichkeit unübertroffen sind“, so Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer der Initiative Furnier + Natur (IFN) e.V.

Furnier ist ein umweltfreundliches Naturprodukt. Es wird aus ausgewählten Bäumen hergestellt, die überwiegend aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Nachhaltigkeit ist dabei nicht bloß eine Floskel. Deutschland beispielsweise ist das Ursprungsland des Nachhaltigkeitsgedankens, der seit nunmehr 300 Jahren in der deutschen Forstwirtschaft gepflegt wird.

Nachhaltigkeit bedeutet dabei, dass der natürliche Holzzuwachs größer sein muss als die Menge des geschlagenen Holzes. „Damit erhält der Kunde ein ökologisch wertvolles Naturprodukt, das die endlichen Ressourcen der Erde nicht belastet“, so Klaas. Die überwiegend für die Furnierherstellung verwendeten Baumarten sind Ahorn, Buche, Eiche, Esche und Nussbaum. „Aber nicht jeder Baum eignet sich für die Furnierproduktion. Nur Bäume mit attraktiver Holzmaserung, interessanter Farbgebung und makelloser Struktur haben das Zeug dazu“, so Klaas.

„Les Trois Rois“ in Basel: Luxushotel setzt auf edles Räucherfunier

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Der „Salon du Cigare“ im Hotel „Les Trois Rois“ in Basel. (Foto: Roser AG)

Die alte Tradition des „Räucherns“ erlebt derzeit eine echte Renaissance. Ein gutes Beispiel dafür ist das Hotel „Les Trois Rois“ in Basel, in dem der neue „Salon du Cigare“ mit geräuchertem und geriegeltem Eukalyptus-Furnier von der Roser AG aus dem schweizerischen Birsfelden ausstaffiert wurde. „Der edle, dunkle Farbton spiegelt perfekt den Zeitgeist moderner Architektur und Raumgestaltung wider“, erklärt der verantwortliche Projektleiter der Roser AG, Tobias Scherg.

Durch das Räuchern erhalten Hölzer eine deutlich höhere Farb- und Lichtstabilität. „Außerdem wird das Holz komplett ‚kerngeräuchert’ und erwirbt dadurch einen schönen, attraktiven Glanz“, erklärt Scherg. Aber auch naturbelassen kann Furnier punkten: So wurde der „begehbare Humidor“ – ein großer Klimaschrank für feinste Zigarren – aus spanischem Zedernfurnier gefertigt. Das Zedernholz reguliert unter anderem die Luftfeuchtigkeit des Raumes, unterstützt den Geschmack der Zigarren und präsentiert die teuren Raucherzeugnisse in naturnahem Kontext.

Feines Furnier: Umweltfreundliches Produkt aus dem Besten des Waldes

Umweltfreundlich und edel: Furnier. (Foto: IFN)
Umweltfreundlich und edel: Furnier. (Foto: IFN)

Furnier ist ein umweltfreundliches Naturprodukt. Es wird aus ausgewählten Bäumen hergestellt, die überwiegend aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen.

„Nachhaltigkeit ist dabei nicht bloß eine Floskel. In Deutschland muss der natürliche Holzzuwachs größer sein als die Menge des geschlagenen Holzes. Diese Regeln gelten auch in vielen Ländern Europas und des außereuropäischen Raumes“, erklärt Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer der Initiative Furnier + Natur (IFN) e.V.