Interview Marc Sadler: „Das hier ist nur ein erster Schritt”

Pure19_2015_Interview_Sadler_AufmacherFoto: burgbad

Der Badmöbel-Spezialist Burgbad ist bekannt für eine breite Palette an Waschtischlösungen, Spiegelschränken und Solitärprogrammen. Das neue System Cconceptwall ist ein modulares, vielfältige Funktionen integrierendes Programm, das die Grenzen zwischen Waschtisch und Möbel weiter verschmelzen lässt als bisher bekannt. Seine hohe Individualisierbarkeit macht es zu einem flexibel einsetzbaren Produkt für viele Bereiche, aber auch für viele Zielgruppen.

Matthias Pinkert: „Ich möchte der Menschheit etwas Bleibendes hinterlassen.“

Foto_Pinkert_AufmacherFoto: dreipuls

Seine gestalterische Laufbahn begann Matthias Pinkert 1992 als Tischler bei den Deutschen Werkstätten Hellerau in Dresden. Dort entwickelte er im weiteren Berufsverlauf ein Gespür für Design, verbunden mit den Bedürfnissen der Menschen. Die Fortbildung zum Gestalter im Handwerk und das nachfolgende Studium Produktgestaltung an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden erlaubten ihm den Wechsel auf die andere Seite des Produktentstehungsprozesses und damit den Blick über den Tellerrand. Als Geschäftsführer und Designer der dreipuls GmbH folgt Pinkert nicht zuletzt mit Risikobereitschaft und Spaß seiner inneren Berufung.

Interview Nexus Product Design: „Wir brauchen den intelligent genutzten Raum.“

Pure36_2014_Interview_Nexus_AufmacherFotos: Andreas Körner

Ulli Finkeldey und Kai Uetrecht sind Nexus Product Design und haben zusammen mit dem Badmöbelhersteller Burgbad das Badmöbelkonzept rc40 entwickelt. Das innovative Modulsystem wurde zur ISH weiterentwickelt und durch zusätzliche Komponenten ergänzt. Das Programm eröffnet dem Architekten und Badplaner ganz neue Möglichkeiten, den Raum „Badezimmer“ zu strukturieren. Die beiden Bielefelder Designer erläutern im Interview ihre Ideen und Visionen zum Leben im Raum „Bad“.

D3-Contest-Teilnehmer KIMU: „Wir lassen Objekte miteinander kommunizieren.”

Foto: Kimu

Obwohl sie meist von unterschiedlichen Ländern aus arbeiten, sehen sich Lin Yi Hsien, Shih Hsiao Chun und Yeh Ting Wei vom Designstudio KIMU aus Taiwan als Team. Sie sind Perfektionisten, zerstreute Chaoten, Künstler und Forscher – anscheinend liegt ihre Kreativität im Spannungsfeld ihrer Charaktere. Es macht ihnen einfach mehr Spaß, zusammen zu arbeiten als alleine. Kommuniziert und „gelebt“ wird übers Internet. Denn „drei Köpfe sind immer besser als nur einer“, lautet ihr gemeinsames Statement.

D3 Contest-Teilnehmerin Tina Schmidt: „Manche Freunde denken, ich mache das Innere von Ü-Eiern.“

Foto: Tina Schmidt

Die besten Ideen kommen Tina Schmidt in ihrer Werkstatt oder im Schlaf. Gut möglich, dass ihr der Einfall zu ihren Objekten „Tilt“, die sie im Rahmen des D3 Contests auf der imm cologne präsentiert hat, auch im Traum erschienen sind. Die perspektivischen Grafiken ihrer Entwürfe verwandeln sich zu dreidimensionalen Objekten im Raum. Die Würfelgrafik lässt sich zu einem temporären Tisch ausklappen, der Quader zu einem stummen Diener.

D3 Contest-Teilnehmerin Ellen Heilmann: „Würden wir nicht weiter gestalten, würde kulturell viel fehlen.“

Foto: Ellen Heilmann

„Die Dinge, die ich gestalte, sind oft solche, die ich selbst gerne hätte oder die mir fehlen.“ Wenn viele andere Menschen ihren Wunsch teilen, ist das nicht der schlechteste Antrieb, um Designerin zu werden. Die D3-Contest-Teilnehmerin Ellen Heilmann hat Spaß daran, kreativ zu arbeiten und Ideen umzusetzen. Ein erster Erfolg ist die Realisierung und Markteinführung eines Sport- und Spielgerätes, das sie als Diplomarbeit entwickelt hat und das sich gut für therapeutische Zwecke einsetzen lässt. Den Großteil ihres Lebensunterhalts verdient die ausgebildete Ergotherapeutin und selbständige Designerin allerdings noch in ihrem alten Beruf. Das könnte sich durch die Teilnahme am D3 Contest der imm cologne aber bald ändern.

D3 Contest-Teilnehmer Lex Pott: „Der Designer ist sekundär.“

Foto: Lex Pott und David DerksenFoto: Lex Pott und David Derksen

Lex Pott arbeitet in einem Studio in der NDSM-Werft, einem Kreativzentrum im Norden Amsterdams, das auf einem ehemaligen Werftgelände entstanden ist. Zu dem D3 Contest hat sich der Niederländische Designer Lex Pott gemeinsam mit David Derksen angemeldet. Die beiden Absolventen der Design Academy Eindhoven haben sich mit einem Objekt beworben, das sich mit der Ästhetik der Vergänglichkeit auseinandersetzt. Mit dem Transience Mirror kamen sie denn auch unter die Finalisten des D3 Contest, die auf der Kölner Einrichtungsmesse ausstellen durften.

Jenny Ekdahl, D3 Contest: „Design zu hinterfragen, ist wie die Dinge aussehen und funktionieren.“

Foto: Jenny Ekdahl

Den Stellenwert von Design in Schweden schätzt die junge Designerin Jenny Ekdahl nicht so hoch ein, wie oft angenommen. „Es ist ziemlich schwer, die Öffentlichkeit für neues Design zu erreichen“, erklärt sie. Daher freut sie sich umso mehr über ihre Teilnahme am D3 Contest, bei dem sie mit ihrer Arbeit ein breites Publikum in einem weiten Kontext neuen Designs erreicht hat. Vorgestellt hat sie den „Dear disaster“, einen Schrank mit beweglicher Oberflächenstruktur. Die 2.000 kleinen hölzernen Schuppen an seiner Front können einzeln zu unterschiedlichen Mustern umgedreht werden.

D3-Teilnehmer Rasmus Fex: „Es wird Zeit, dass eine neue Generation übernimmt.”

Foto: Rasmus Fex

Rasmus Fex bezeichnet die Umstände, die ihn zum Möbeldesign geführt haben, als Unfall. Bevor der Däne über das Interior Design zum Produktdesign kam, war er im Bereich Bühnenbildgestaltung künstlerisch aktiv. Die Ideen für seine Kreationen kommen ihm oft während der Sauna oder wenn er im Bett liegt: „Oft hat man die besten Ideen, wenn man etwas ganz anderes macht.” Inspirieren lässt er sich von konzeptioneller Kunst, Dadaismus und Designern wie Marcel Duchamp, De Stijl oder auch Gerrit Rietveld, über den er sagt: „Seine Möbel sind Kunst und Design zugleich. Sie sind skulptural und funktional.”