Universal Design

Ein Design von Produkten, Gebäuden und öffentlichem Raum, das allen Altersgruppen gerecht wird und auch für Menschen im hohen Alter funktional ist, ohne die Notwendigkeit, besondere Ausstattungselemente hinzuzufügen oder darauf verzichten zu müssen. Im deutschen Sprachraum ist hierfür der nicht ganz so weit greifende Begriff „barrierefrei“ gängig, im asiatischen Raum hingegen ist „Universal Design“ breit anerkannt. In den USA wird das Konzept altersunabhängigen Designs mit „design for all“ eher umschrieben, während in Großbritannien die integrative Grundhaltung durch die Formel „inclusive design“ ausgedrückt wird. Die wichtigsten Gestaltungsprinzipien des Universal Designs sind — neben den grundsätzlichen Anforderungen an gutes Design wie etwa Ästhetik und Langlebigkeit — die breite Nutzbarkeit, die Flexibilität in der Nutzung, die einfache und intuitive Benutzung, die hohe Fehlertoleranz und Sicherheit sowie die Ergonomie. Ziel ist die Schaffung einer flexiblen, generationen- übergreifenden Wohn- und Lebenssituation.

Unikat

Unikat bezeichnet (lat. „unus“, einer, ein einziger) ein Objekt oder ein Produkt, das es so nur einmal gibt. Obwohl das (demokratische) Wesen des Designs eigentlich in der Möglichkeit zur Vervielfältigung und seine Qualität sich in der Serienproduktion erweist, sind Unikate heute nicht mehr nur auf dem Kunstmarkt zu finden; vielmehr werden auch Designprodukte in Form von Sonderauflagen eines Seriendesigns oder als einzigartiger Entwurf zu entsprechenden Preisen gehandelt.

Ulmer Schule

Die Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm (1953 bis 1968) gilt als Nachfolge- Schule des Bauhauses, in der unter Bauhaus-Schüler Max Bill die Bauhaus-Ästhetik systematisiert und in den modernen Funktionalismus überführt wurde, der jahrzehntelang das Verständnis von Design prägte.