Ornament

Das Ornament (von lat. „ornare“ = schmücken, zieren) ist ein meist sich wiederholendes, oft abstraktes oder abstrahiertes Muster. Als Schmuckform, aber auch als Symbol hatte es eine Jahrtausende alte Geschichte, bevor es nach einem Höhepunkt im Jugendstil von den Funktionalisten verteufelt wurde.

Original

(von lat.: „origo“ = Ursprung) hat eine mehrschichtige Bedeutung. Im Gegensatz zur Fälschung wird damit ein echtes Produkt oder Ding bezeichnet. Als Gegensatz zur Kopie steht das Original als das vom Künstler selbst geschaffene, unveränderte, nicht reproduzierte Exemplar. Es kann aber auch die Bedeutung einer Urfassung oder eines Vorbildes haben und dann die erste Fassung eines Textes, Buches, Bildes, Kunstwerks oder auch das abgebildete Modell bezeichnen.

Organische Gestaltung

Organisches Design steht sowohl für eine Stilrichtung als auch für einen Gestaltungsgrundsatz bzw. ein Konstruktionsprinzip. Als Stilbegriff bildet es den Gegensatz zu geometrischen, funktionalistisch- sachlichen Stilrichtungen, da es sich an organischen Formen und gelegentlich auch an anorganischen, insbesondere kristallinen Strukturen orientiert, die aber beide in der Natur vorkommen. Kraftvolle Wölbungen und dynamische Rundungen sind klassische Kennzeichen organischer Gestaltung. Typischerweise, aber nicht ausschließlich werden amorphe, natürlich anmutende und die Natur symbolisierende Formen verwendet, um einen wohltuend natürlichen Eindruck zu erzielen. Viele Entwürfe spielen auf gewachsene oder von Naturgewalten geschliffene Strukturen an. Als Gestaltungsprinzip ist das organische Design in vielen verschiedenen Stilrichtungen anzutreffen, es gibt hierfür keine stilistische Einheit; organische Formfindung ist vielmehr sowohl in traditioneller als auch in Hightech- oder minimalistischer Stilgebung anzutreffen. Charakteristisch ist hier nicht der stilistische Ausdruck, sondern das der Natur nachgeahmte Konstruktionsprinzip (zellular, vernetzt, skelettartig, kristallin etc.), in dem die klassische statische Stützen-Lasten-Kombination zugunsten einer elastischer und freier wirkenden Konstruktion aufgegeben wird. Gemeinsam ist allen organischen Objekten eine von innen nach außen entwickelte Formgebung und eine Betonung des emotionalen Ausdrucks. Wiederkehrende Techniken sind ein asymmetrischer Aufbau, fließende Linienführung und weiche Formgebung, gerichtete Strukturen, plastische Volumen und eine dynamische Formensprache. In der organischen Architektur scheinen die Bauten mal zu wachsen, mal förmlich von innen nach außen zu explodieren. In der Architektur haben Frank Lloyd Wright (Guggenheim Museum New York), Le Corbusier, Eero Saarinen und im deutschen Raum vor allem Hans Scharoun wegweisend gewirkt. Die Architektur Rudolf Steiners hingegen führte zu einem Sonderweg. Heute weisen futuristisch wirkende Architekturen eines Frank O. Gehry, einer Zaha Hadid oder des Grazer Kunsthauses von Peter Cook wieder vermehrt organische Gestaltungselemente auf. Als herausragende Vertreter des organischen Designs gelten neben Vordenkern wie etwa Charles Eames vor allem Ron Arad, Joe Colombo, Luigi Colani, Massimo Iosa-Ghini und Ross Lovegrove (Sitze für Japan Airlines, 2002).

Opulenz/opulent

Üppige Formen (von lat. „opulentia“ = Wohlhabenheit, Reichtum, Üppigkeit, Überfluss), die meist einen übertrieben wirkenden Eindruck machen, wenn sie nicht in einem stilistisch authentischen Zusammenhang stehen (etwa innerhalb eines organischen Designkonzepts).