monoton

Monotonie bezeichnet in der Umgangssprache oft eine Form der Langeweile oder auch Eintönigkeit (z.B. bei wenig abwechslungsreichen Tätigkeiten). Eine Kollektion, die keinerlei Varianz in der Formgebung mehr aufweist, oder ein emotionsloses, einseitig funktionalistisch gestaltetes Produktdesign läuft sehr schnell Gefahr, monoton und damit langweilig zu wirken. Monotonie auf Basis minimalistischer Gestaltung wiederum, kann einen reizvoll meditativen Effekt haben.

monochrom

Als Adjektiv bedeutet monochrom einfarbig, als Substantiv verweist der Begriff auf ein einfarbiges Gemälde. Die ultramarinen, von buddhistischer Zen- Malerei beeinflussten Werke des französischen Malers Yves Klein (1928-1962) provozieren eine bis dato nur von Mark Rothkos Gemälden bekannte, durch Farbflächen erzielte meditative Versenkung in einen gegenstandslosen Raum, der nur durch die Farbe Tiefe gewinnt und ins Unendliche abzutauchen scheint. Ein gänzlich weißer Farbraum hat eine ähnliche Wirkung, wenn er dem Auge wenig oder keine Kontraste bietet.

modular

Das Modul ist ein Bauteil eines größeren Gesamtsystems. Modularisierung bedeutet dabei das Aufteilen eines Ganzen in Teile. Bei der Modulbauweise werden Gesamtsysteme aus standardisierten Einzelbauteilen zusammengesetzt. In der industriellen Fertigung verbessert die Modularisierung die Effizienz, während das fertige, modulare Produkt vor allem Nutzervorteile mit sich bringen kann. So sind manche hoch entwickelte, vor allem aber gängige Produktlinien im Automobil- und Möbelbereich modulartig aufgebaut, sodass eine Kollektion sich individualisieren und/oder den sich verändernden Gegebenheiten flexibel anpassen lässt.

modern

Im allgemeinen Sprachgebrauch bedeutet modern zeitgemäß, aktuell, fortschrittlich oder auch angesagt bzw. der neusten Mode entsprechend. Den Begriff als Synonym von „modisch“ zu verwenden, greift aber zu kurz, da er weiter greift und auf den neusten Stand der gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und technischen Entwicklung hinweist. Im Design ist meist ein zeitaktueller Bezug gemeint. Weniger gängig ist die Verwendung des Begriffs im Sinne der klassischen Moderne (frühes 20. Jahrhundert), die meist im Kontext spezifiziert wird.

Minimalismus/minimalistisch

Eigentlich handelt es sich beim Minimalismus nicht um einen Stil, sondern um einen Gestaltungsgrundsatz, der in unterschiedlichen Stilen Verwendung finden kann. Ästhetisches Ziel im Minimalismus ist es, durch eine Reduzierung der Mittel auf das Wesentliche, durch Beschränkung auf den Kern einer Sache ein funktionales und visuelles Ergebnis zu erzielen, das durch Eleganz, geringen Materialeinsatz und formale Konzentration charakterisiert ist. Das Motto „Weniger ist mehr“ geht von der auch im asiatischen Kulturkreis bekannten ästhetischen Regel aus, dass durch Weglassen häufig ein stärkerer Ausdruck erzielt wird, weil nichts Überflüssiges von der „Idee“ ablenkt. Das entsprechende Adjektiv „minimalistisch“ wird oft gleichbedeutend mit „klar“, „einfach“, „reduziert“ verwendet. Typisch für die minimalistische Gestaltung in Architektur und Design ist die Vermeidung jeglicher Überfrachtung, der Einsatz von Primärfarben (Rot, Gelb, Grün, Blau) bzw. geometrischer Primärformen (z.B. Kreis, Quadrat, Dreieck) und kleinen Dimensionierungen bei großflächiger Formensprache. Glatte Oberflächen dominieren. Damit ist oft auch eine kühle, rationale Ausrichtung verbunden, häufig mit funktionalistischer Tendenz — doch kann genauso gut auch bei organischer oder klassischer Formensprache minimalistisch gearbeitet werden. Im Design verbindet man mit dem Begriff Minimalismus eine elementare, puristische Tendenz, die sich in den 80er-Jahren bewusst vom Studio Alchimia und Memphis absetzte. Das Ideal des Minimalismus ist die Einfachheit. Einfachheit bedeutet, dass nur wenige Faktoren zum Entstehen einer Form beitragen bzw. nur wenige Einwirkungsfaktoren erkennbar sind. Die höchsten Ansprüche an ein minimalistisches Design entstehen deshalb, wenn komplexe Faktoren zusammenkommen, aber harmonisch und quasi unsichtbar in eine schlichte Form integriert werden müssen. Häufig verbirgt deshalb gerade eine minimalistische Produktgestaltung ein sehr komplexes Innenleben bzw. eine komplexe Materialverarbeitung. Denn Komplexität (von technischen Geräten oder diffizilen Strukturen) soll hier in eine Form höchster Ordnung überführt werden.

materialgerecht

Das Entgegenkommen von Form und Material: Wenn die Herstellung und die Gestaltung eines Produkts dem verwendeten Material entspricht, sodass kein übermäßiger Energieverbrauch, Materialverbrauch oder ein Qualitätsverlust auftreten, spricht man im Design von materialgerechter Gestaltung.

Massaud, Jean-Marie

Eine Symbiose zwischen Mensch, Natur und Raum herzustellen — das ist die Leitidee des französischen Designers Jean- Marie Massaud. 1966 in Toulouse/Frankreich geboren, besuchte er die renommierte Schule „Les Ateliers“, Ecole Nationale Supérieure de Création Industrielle in Paris. Sein gestalterisches Ziel ist die Verschmelzung von Design und Architektur. 2000 gründete er zusammen mit Daniel Pouzet das Studio Massaud, in dem sie gemeinsam architektonische Projekte wie das Tanabe House in Fukuoka, Japan realisieren. Immer das Individuum im Fokus, ist Jean-Marie Massauds Arbeitsweise stets geleitet von der Suche nach dem Essentiellen. Eine Arbeit, bestimmt vom Streben nach Sinn, Magie und Vitalität. Massauds mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Arbeiten im Bereich Produktdesign reichen von industriellen Produkten bis hin zu Möbelstücken. Im architektonischen Bereich zählen namhafte Projekte wie Renaults internationaler Auftritt auf Automobil-Ausstellungen oder die Lancôme Stores in Paris, New York und Hong Kong zu Massauds Werken. Sein bislang größtes Architekturvorhaben, das spektakuläre Fußballstadion „Volcano“ für 45.500 Besucher im mexikanischen Guadalajara, wurde im Juli 2010 fertig gestellt.
www.massaud.com

Marke

Eine rechtlich geschützte Kennzeichnung von Wirtschaftsprodukten. Durch Hersteller oder Handelsunternehmen zur Gewährleistung der Herkunft aus einem Hersteller- oder Handelsbetrieb einerseits und gleich bleibenden Eigenschaften (des Produkts oder des Unternehmens) andererseits. Eine Marke zeichnet sich durch ein gleich bleibendes Niveau in Bezug auf Qualität, Designcharakter, Stil und Preis aus. Sie kann bei konsistentem Corporate Design und authentischer Corporate Identity eine feste Größe werden, die dem Konsumenten Verlässlichkeit und Vertrautheit bietet.