dynamisch

Dynamik (von griech. „dynamiké“ = mächtig bzw. „dynamis“ = Kraft) ist die Lehre von der Bewegung von Körpern unter Einfluss von Kräften. Dynamisch ist als Charakterisierung von Menschen, Umgebungen und Gegenständen gebräuchlich und meint, dass etwas oder jemand voll innerer Kraft, lebendig, bewegt und beschwingt ist. Damit kennzeichnet dynamisch den gegenteiligen Zustand von „statisch“. Dynamik bezeichnet aber auch die innere Bewegung eines Kunstwerkes oder eines Designobjekts, eines Gebäudes oder eines gestalteten Raums. Ein dynamischer bzw. bewegt wirkender Eindruck kann durch gezielte Abstufungen, Rhythmus oder organisch geschwungene Linienführung hervorgerufen werden.

Display

Eine Anzeige bzw. Anzeigetafel (engl. “to display” = anzeigen). Im täglichen Gebrauch wird unter Display ein elektronischer Datenträger verstanden — also das Anzeigenfeld eines Handys, der Bildschirm eines Computers, ein Fernsehbildschirm etc. In der Verkaufsförderung jedoch ist ein Display ein Informationsträger, der nicht nur auf ein Produkt Aufmerksamkeit lenken soll, sondern auch nonverbale Aussagen über ein Produkt oder eine Veranstaltung etc. macht. Ein Display muss gut strukturiert sein und sich auf wesentliche Informationen beschränken, um seine Botschaft zu vermitteln; darüber hinaus sollte es aber auch stilistisch (nicht marktschreierisch o. Ä.) und gestalterisch zu dem beworbenen Gegenstand passen.

Dimension

Dimension bezeichnet einen Raum. Dabei kann sich der Begriff auf die physikalische Größe beziehen und damit Raum und Zeit bzw. die Raumzeit meinen. Auf die realen Lebensverhältnisse bezogen macht der Begriff uns bewusst, dass Handlungen und Ereignisse eine bestimmte Auswirkung, eine Reichweite auf andere Menschen, Lebensbereiche oder die Zukunft haben können. Fast schon banal mutet dagegen die Bedeutung im gestalterischen Kontext an, wo sich Dimension lediglich auf die Größe eines Körpers oder Raums bezieht. Durch die Verhältnismäßigkeit der Volumen und Produktdetails wiederum gewinnt die Dimension an Bedeutung, indem sie Bezüge stiftet, proportionale Spannungen und Harmonien bedingt oder schlicht durch relative Größe oder Miniaturisierung beeindruckt. Die Kunst des Gestalters ist es, die Erfahrung von Dimension als eine Frage der Perspektive zu begreifen — dies gilt für Architektur genauso wie für Objektdesign oder die Gestaltung von kindgerechten Möbeln und Interior Designs.

dezent

Eigentlich ein Synonym für „schicklich, geziemend“ oder „diskret“, bezeichnet das Adjektiv als ästhetischer Begriff eine zurückhaltende/unauffällige und subtile Präsenz eines Gestaltungselements oder einer Gesamtkomposition, bei der sich formal keines der einzelnen Elemente in den Vordergrund drängt.

Design

Design (dt.: „Gestaltung“) hat zwei Hauptbedeutungen: Zum einen ist der Entwurf gemeint — im Sinne einer Zeichnung, einer Idee, eines kreativen Gestaltungskonzepts, zum anderen die konkrete Formgebung von Möbeln, Haushaltsobjekten, Industrieprodukten, Maschinen, technischen Geräten, Autos sowie (etwa im internationalen Sprachgebrauch) von größeren Strukturen, wie dem Interior Design und der Architektur. Design ist ein Lehnwort aus dem Englischen, das wiederum aus dem Lateinischen abgeleitet ist (designare = (be)zeichnen) und in viele Sprachen Eingang gefunden hat. Ursprünglich im Bereich des Kunsthandwerks entstanden, entwickelten sich bis heute zahlreiche Teildisziplinen. Die wichtigsten sind das Produktdesign (etwa Möbel und Haushaltsgegenstände) bzw. Industriedesign (ein Begriff, der ursprünglich das Design von industriell gefertigten Produkten im Gegensatz zur Disziplin des Kunsthandwerks meinte, heute aber teilweise mit der Bedeutung einer Spezialisierung auf Maschinen der industriellen Fertigung gebraucht wird), das Interior Design (Innenarchitektur/Raumkunst), Grafik Design (Design von Kommunikationsmitteln wie Schrift, Druckgrafik, Werbung), Kommunikationsdesign, Verpackungsdesign, Mode- und Textildesign, Farbdesign etc. Design umfasst dabei nicht nur die optische bzw. ästhetische Gestaltung eines Gegenstandes oder eines Kommunikationsmittels, sondern auch seine Funktionalität und Konstruktion. Produktkonzeption, Materialwahl und -verarbeitung sowie die eingesetzte Technik sind Aufgabenbereiche des Designers. Weitere designbestimmte Eigenschaften sind die Ergonomie sowie die leichte Verständlichkeit und Bedienbarkeit von Gerätschaften, die den Menschen im Alltag begleiten und unterstützen sollen. Auch die emotionale Funktion wird als Teil des Designs verstanden und rückt heute zunehmend in den Vordergrund. Ein Produkt ist dann gut designt, wenn es seine Funktion optimal erfüllt, die Funktion verständlich kommuniziert und zudem Freude bereitet — und das über einen längeren Zeitraum hinweg.