Discover interior ideas » Extras » Designlexikon

Walter Gropius

Walter Gropius 1919  © Louis Held
Walter Gropius 1919
© Louis Held

Walter Gropius gilt als einer der großen Architekten des 20. Jahrhunderts – und als Begründer des Bauhaus. Gemeinsam mit Mies van der Rohe und Le Corbusier zählte er zu den Vordenkern einer neuen Architektengeneration. Am 18. Mai 1883 in Berlin geboren wurde seine Berufswahl schon früh geprägt.

Zitat

Das Wort kann aus dem lateinischen Wort „citare“ (= herbeirufen) hergeleitet werden und hat die Bedeutung einer wörtlich übernommenen Stelle aus einem Text. Im Architektur- und Designkontext bedeutet es die Wiederverwendung von Teilen eines älteren/historischen Entwurfs für die Gestaltung eines neuen. Das Zitieren ist eine schon in vielen Kunstepochen beliebte, im 20. Jahrhundert vor allem von der Postmoderne wiederbelebte Technik. Während das Zitat in der Postmoderne vor allem ironisch und spielerisch eingesetzt wurde, suchen Designer des modernen Eklektizismus mithilfe des Zitierens zu neuen Forminterpretationen und damit zu neuen Formen zu finden.

zeitlos

Nicht zeitgebunden. Bezeichnet einen als ideal empfundenen, alterslosen Zustand, den wir uns nicht nur für unsere Person, sondern auch für unsere Wohnungsausstattung wünschen, wenn wir klassische Formen wählen.

zeitgenössisch

Meist wird das Adjektiv als Synonym zu aktuell verwandt. Doch streng genommen verweist der Begriff nicht auf die gegenwärtig aktuelle Situation, sondern auf den zu einem bestimmten (historischen) Zeitpunkt gültigen Stand der Dinge. Schiller beispielsweise war ein Zeitgenosse Goethes, und damit war die zeitgenössische literarische Strömung von Sturm und Drang, von klassischen Idealen sowie von revolutionären Tendenzen bestimmt.

Zeitgeist

Der Zeitgeist, ein ursprünglich aus der Philosophie Hegels (1770-1831) stammender und international verwendeter Begriff, spiegelt das allgemeine intellektuelle und kulturelle Klima einer Zeit bzw. Epoche wider. In den 80er-Jahren wurde er als Schlagwort für eine lifestyleorientierte, konsumfreudige Gesellschaft populär, erhielt mit dem politischen und gesellschaftlichen Wandel der 90er-Jahre aber wieder eine ernsthaftere Bedeutung.

Universal Design

Ein Design von Produkten, Gebäuden und öffentlichem Raum, das allen Altersgruppen gerecht wird und auch für Menschen im hohen Alter funktional ist, ohne die Notwendigkeit, besondere Ausstattungselemente hinzuzufügen oder darauf verzichten zu müssen. Im deutschen Sprachraum ist hierfür der nicht ganz so weit greifende Begriff „barrierefrei“ gängig, im asiatischen Raum hingegen ist „Universal Design“ breit anerkannt. In den USA wird das Konzept altersunabhängigen Designs mit „design for all“ eher umschrieben, während in Großbritannien die integrative Grundhaltung durch die Formel „inclusive design“ ausgedrückt wird. Die wichtigsten Gestaltungsprinzipien des Universal Designs sind — neben den grundsätzlichen Anforderungen an gutes Design wie etwa Ästhetik und Langlebigkeit — die breite Nutzbarkeit, die Flexibilität in der Nutzung, die einfache und intuitive Benutzung, die hohe Fehlertoleranz und Sicherheit sowie die Ergonomie. Ziel ist die Schaffung einer flexiblen, generationen- übergreifenden Wohn- und Lebenssituation.

Unikat

Unikat bezeichnet (lat. „unus“, einer, ein einziger) ein Objekt oder ein Produkt, das es so nur einmal gibt. Obwohl das (demokratische) Wesen des Designs eigentlich in der Möglichkeit zur Vervielfältigung und seine Qualität sich in der Serienproduktion erweist, sind Unikate heute nicht mehr nur auf dem Kunstmarkt zu finden; vielmehr werden auch Designprodukte in Form von Sonderauflagen eines Seriendesigns oder als einzigartiger Entwurf zu entsprechenden Preisen gehandelt.

Ulmer Schule

Die Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm (1953 bis 1968) gilt als Nachfolge- Schule des Bauhauses, in der unter Bauhaus-Schüler Max Bill die Bauhaus-Ästhetik systematisiert und in den modernen Funktionalismus überführt wurde, der jahrzehntelang das Verständnis von Design prägte.

Typographie

Die im Grafikdesign wichtige Lehre von der Kunst, Buchstaben und andere Zeichen so zu setzen, dass ein Text gut lesbar, ästhetisch und unverwechselbar ist. Besonders künstlerische/originelle typographische Gestaltungen können die Aufmerksamkeit erhöhen und eine Textbotschaft zu einem künstlerischen Zeichen machen — insbesondere in der Plakatkunst.