Dynamik, Stillstand und Bewegung: Büromöbelspezialist Vitra lädt zur Kunstausstellung der besonderen Art

Foto: Ampelphase 5 (Foto: Holger Peters)

Der Mensch verbringt in seinem Leben viel Zeit mit warten. Und besonders wartet er im Verkehr. Auf die Bahn, im Stau oder an der roten Ampel.

Dieses Warten an der Ampel hat den Büromöbelspezialisten Vitra zu einer 2007 begonnenen Ausstellungsreihe inspiriert. Drei Wochen lang können jeweils sechs renommierte Architektenbüros den Frankfurter Showroom für experimentelle Installationen in einer raumgreifenden Inszenierung zu der Frage nutzen: Wie lassen sich Dynamik, Stillstand und Bewegung in prägnanter Form übersetzen? Und während die Ampel an der viel frequentierten Gutleutstraße Rot zeigt, sollen die Verkehrsteilnehmer zumindest eine kurze Phase lang zu Teilnehmern der Ausstellung werden.

Das Thema der fünften Ampelphase – Stop and Motion – ist der Filmtechnik entlehnt. Beschrieben wird damit ein Verfahren, bei dem Zeichnungen oder Gegenstände bei jeder einzelnen Aufnahme neu positioniert werden und in ihrer Abfolge dann eine Sequenz bilden. Bewegung und Stillstand, Anhalten und wieder beschleunigen, wie an der Ampel. Mit diesem Prinzip setzen sich alle Exponate der diesjährigen gemeinschaftlichen Inszenierung auseinander. Teilnehmer 2011 sind die Architektenbüros 3deluxe (Wiesbaden), a5 Planung (Wiesbaden), Bernhardt + Partner (Darmstadt), Kontext Architektur (Frankfurt am Main), KSP Jürgen Engel Architekten und Planquadrat Elfers Geskes Krämer Part.G. (Darmstadt). Bis 7. September 2011.

Vitra GmbH Showroom

Gutleutstr. 89

60239 Frankfurt

Tel.: 069 – 58 60 46 – 0

Öffnungszeiten: Mo. – Fr.: 10:00 – 13:00 und 14:00 – 18:00 Uhr

Doshi Levien: Ein perfektes Zuhause

Die internationale Einrichtungsmesse imm cologne hat ab 2012 wieder ein großes Design-Event: „Das Haus – Interiors on Stage“. Das Projekt richtet den Fokus auf die Gestaltung einer künstlichen Wohnsituation innerhalb der Messe – ein öffentlicher und doch ganz persönlicher Wohnraum, gestaltet von Doshi Levien. Das Londoner Designstudio wird das neue Format im Januar 2012 eröffnen.

Bauen ist „in“: FertighausWelt Köln wird am 24. und 25. September 2011 mit groĂźem Familienfest eröffnet

Foto: Die FertighausWelt Köln aus der Vogelperspektive. (Quelle: BDF)

Mit der FertighausWelt Köln öffnet am Wochenende 24./25. September die modernste Hausausstellung Europas ihre Tore. Der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) präsentiert 18 voll eingerichtete Traumhäuser in energieeffizienter Holzfertigbauweise. Zum Auftakt wird im Europark Frechen ein zweitägiges Familienfest gefeiert.

„Die FertighausWelt Köln ist der sichtbare Beweis für den Variantenreichtum und die Technologieführerschaft moderner Fertighaus-Architektur“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau, Dirk-Uwe Klaas.

D3 Contest: Ausstellung und Preis fĂĽr Nachwuchsdesign auf der imm cologne 2012

Im Auftrag der Koelnmesse kuratiert und organisiert der Rat fĂĽr Formgebung/German Design Council in diesem Jahr zum fĂĽnften Mal unter dem Titel D3 Contest die Ausstellung und den Preis fĂĽr Nachwuchsdesign auf der imm cologne 2012, der internationalen Einrichtungsmesse. Nominiert und ausgestellt werden zum neunten Mal in Folge bis zu 30 aktuelle Arbeiten von Designstudierenden und jungen Designern aus aller Welt.

imm cologne 2012 mit hohem Anmeldestand: starke Flächennachfrage aus Italien

Nach Ablauf der FrĂĽhbucherphase zieht die Koelnmesse eine optimistisch stimmende Bilanz fĂĽr die imm cologne 2012 (16. – 22.01.2012). Schon mehr als 200 Tage vor der Veranstaltung liegt das Vermietergebnis 18 Prozent ĂĽber den Zahlen zum vergleichbaren Zeitpunkt der letzten imm cologne. Insgesamt sind ĂĽber 70 Prozent der Hallenfläche vermietet.

“ Mit diesem Ergebnis knĂĽpfen wir nahtlos an die hervorragende imm cologne 2011 an“, kommentiert Gerald Böse, Vorsitzender der GeschäftsfĂĽhrung der Koelnmesse, den Anmeldestand. „Besonders erfreulich sind die Resultate, in punkto der internationalen Beteiligungen. Ăśber groĂźe Nachfrage aus Deutschland hinaus gibt es verstärkt FlächenwĂĽnsche aus Italien, Frankreich und Spanien „, so der Vorsitzende der GeschäftsfĂĽhrung weiter.

Frank Haubold, Direktor der imm cologne, äuĂźert sich wie folgt: „Wir sehen in der derzeitigen Entwicklung die Bestätigung der imm cologne als wichtige internationale Businessveranstaltung. Wer mit Möbeln Geld verdienen will, kommt an Deutschland und damit an der imm cologne als der größten Veranstaltung in diesem Markt nicht vorbei.“ Mit Spannung erwartet wird auch die LivingInteriors, dem neuen Messeformat fĂĽr die Halle 4 und 5. Hier wird sich alles um die Themen Bad, Boden, Wand und Licht drehen.

Container Architektur: eine Ausstellung des NRW-Forum DĂĽsseldorf vom 8.6. bis 4.9.2011

Jure Kotnik „conhouse 2+“, 2008, ein Wochenend Haus aus zwei Containern. (Foto: Katalog NRW-Forum Düsseldorf)
Jure Kotnik „conhouse 2+“, 2008, ein Wochenend Haus aus zwei Containern. (Foto: Katalog NRW-Forum Düsseldorf)

Container stehen für Erfolg oder Misserfolg der Weltwirtschaft – leere Containerschiffe signalisieren einen Abschwung, volle Containerschiffe oder gar Orders für neue, noch größere Schiffe sind euphorisierende Bilder des Aufschwungs. Das Objekt selbst ist 2,44 Meter breit, 2,59 Meter hoch und 6,06 oder alternativ 12,192 Meter lang und seit 1956 das weltweit standardisierte Transportmodul. Dreißig Millionen von ihnen sind auf den Weltmeeren unterwegs. Jetzt fasziniert der Container auch die Architekten.

Das NRW-Forum DĂĽsseldorf fragte renommierte Architekten, Designer, KĂĽnstler aus aller Welt nach EntwĂĽrfen – und erhielt eine wahre Flut an Einreichungen: bereits realisierte Container Gebäude und neue EntwĂĽrfe, die speziell fĂĽr die Ausstellung entworfen wurden: originell, praktikabel, fiktiv, sinnvoll, phantasievoll, minimalistisch, exotisch, pragmatisch, futuristisch. Zwei Dutzend dieser EntwĂĽrfe sind in der Ausstellung „Container Architektur“ als Modelle im groĂźen MaĂźstab 1:5 nachgebaut – das höchste stößt durch die Decke des Museums. Die mehr als 100 Einreichungen laufen als Bildfries rund um die Ausstellungsräume. Ein Katalog begleitet die Ausstellung.

„Manchmal übersehen wir absichtlich die Grenzen“: Ergebnisse des 5. Internationalen Porzellanworkshop Kahla kreativ

Foto: Kahla
Arbeit von Alim Pasht-Han. (Foto: Kahla)

In einer dreiteiligen Ausstellung zeigt Kahla vom 14.05. bis 23.10.2011 im Porzellanikon Selb die Ergebnisse des 5. Internationalen Porzellanworkshop Kahla kreativ, des Hochschulprojekts „Erbgut“ sowie die Arbeiten von Designerin Barbara Schmidt aus ihrer mittlerweile 20-jährigen Tätigkeit fĂĽr Kahla. „Bei Kahla gibt es kein kurzes Briefing. Da wird ausgeholt, experimentiert, ĂĽber die tägliche Arbeit hinaus gedacht – es geht in der Tat ums Er-Finden“, sagt Barbara Schmidt, die als Designerin bei der Kahla/ThĂĽringen Porzellan GmbH Weltruhm erlangte.

Und das ist auch der Titel der Schau, die im Porzellanikon Selb zu sehen ist: „Erfinden.“ Gezeigt wird Porzellan aus dem 5. Internationalen Porzellanworkshop Kahla kreativ. Dazu gesellen sich die Ergebnisse einer Semesterarbeit, die Barbara Schmidt mit Studierenden der Universität der Künste Berlin realisierte. Und schließlich die wichtigsten Produkte der Designerin selbst, die Barbara Schmidt in zwanzig Jahren für Kahla entworfen und umgesetzt hat.

Designausstellung „Oh Studio Mio! im Koziol-Museum: bunte Arbeitstische von Designern aus aller Welt

Foto: Koziol.
Einblick in die Welt der Design-Arbeit erlaubt die Designausstellung "Oh Studio Mio! im Koziol-Museum. (Foto: Koziol)

Die Sonderausstellung „Oh Studio Mio!“ zeigt vom 1. Mai bis 11. November 2011 dreizehn Arbeitstische von koziol-Designern aus aller Welt. Erleben Sie einen Einblick in die Welt der Design-Arbeit und staunen Sie ĂĽber die Vielfalt der Arbeiten, die ein international gefeierter Designer im Laufe seines Berufes erschaffen hat. Der Gang durch das Museum wird durch die „Positionen“ angereichert und lädt zum Entdecken ein.

Die Sonderausstellung „Oh Studio Mio!“ ist eine Präsentation von Tino Valentinitsch dem Gestalter des koziol-Museums.

Das koziol-Museum zeigt die Unternehmensentwicklung von koziol, angefangen 1927 mit Elfenbeinschmuck, ĂĽber die Bedarfsartikel der Kriegsjahre, Souvenirbroschen der Wirtschaftswunderzeit bis hin zum vielfach preisgekrönten Design von heute. FĂĽr die Konzeption des Museums konnte der Wiener Designer Tino Valentinitsch gewonnen werden. Er schuf fĂĽr die Fabrik „Maschinen“ – Kunstwerke, die ihre jeweilige Zeit architektonisch, grafisch und ideell höchst inspirativ interpretieren.

Ein Stoff fĂĽr alle Fälle – Kunststoffdesign im 20. Jahrhundert: eine Ausstellung im Wilhelm Wagenfeld Haus

Handgelenkradio Toot-a-loop, 1968. (Foto: Wilhelm Wagenfeld Haus)
Handgelenkradio Toot-a-loop, 1968. (Foto: Wilhelm Wagenfeld Haus)

Kunststoff – ein Stoff fĂĽr alle Fälle? Dieser Frage geht eine Ausstellung des Wilhelm Wagenfeld Haus in Bremen vom 6. Mai bis 3. Oktober 2011 nach. Denn wir benutzen Kunststoff in vielen Ausprägungen täglich und in allen Lebenslagen, beruflich und privat, beim Sport und im Verkehr.

Er kann durchsichtig sein oder in allen Farben schillernd, spröde oder biegsam, flockig oder elastisch – er hat keine eigene Form, und trotz seiner Allgegenwärtigkeit wissen wir recht wenig ĂĽber seine Eigenschaften. Wenn uns jemand fragt, aus welchem Material der neue Sessel, das Radio, die KĂĽchenmaschine etc. denn sei, sagen wir: aus Plastik.

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entstehen zunehmend neue Materialien, ohne die unser industrieller Fortschritt nicht möglich gewesen wäre. Ob Bakelit oder Resopal, Plexiglas oder Nylon gewählt wurde – schon frĂĽh haben die nahezu unerschöpflichen, sich bis heute ständig erweiternden Möglichkeiten dieser vielfältigen Materialien die Gestalter unserer Alltagskultur herausgefordert und ihnen ungeahnte Freiräume eröffnet.

interzum 2011 (25.-28.5.2011): Innovationen fĂĽr Architekten, Designer, Handwerker und Produktentwickler

In wenigen Wochen ist es endlich soweit: Die interzum 2011 öffnet vom 25. bis zum 28. Mai in den Kölner Messehallen ihre Pforten. Rund 1.400 Aussteller werden dann ihre neuen Innovationen dem Publikum aus aller Welt präsentieren. Die interzum hat aber weit mehr zu bieten als die reinen Produktausstellungen – eine ganze Reihe an Sonderausstellungen, Piazzen und Schwerpunkten, die ĂĽber die gesamte Fläche der Messe verteilt sind und den Messebesuch zusätzlich attraktiv machen und zusätzlich zum Gedankenaustausch anregen.

Licht und Materialien auf dem Forum innovation of interior
Zum zweiten Mal gibt es in der Halle 4.2 das Forum innovation of interior, den neuen Anziehungspunkt für Architekten, Designer und Produktentwickler. Die Themen Licht und Material stehen hier besonders im Fokus. Darüber hinaus gibt es einen Informationsbereich, eine Lounge-, Speech- und Meeting-Zone und reduzierte, vorgegebene Präsentationsflächen renommierter Unternehmen, die sowohl optisch als auch thematisch eine perfekte Einheit bilden. Es ist das erklärte Ziel von innovation of interior, die Kommunikation auf Augenhöhe mit Partnern mit gleichen Bestreben und Werten auf aktuellstem Stand anzuregen.