Eine Kombination aus Design, Haptik und Funktion

Foto: Pia Kintrup

Mit Möbeln richten wir uns ein, drĂŒcken unseren Stil aus und wollen vielleicht sogar ein visuelles Statement setzen. Doch nicht nur die Optik entscheidet darĂŒber, ob uns ein Tisch oder ein Sofa gefĂ€llt, sondern auch Haptik und Funktion. Die Kunst besteht darin, alle drei Faktoren miteinander zu verbinden. Mit seiner Masterarbeit an der Folkwang UniversitĂ€t, dem SekretĂ€r „Kabinett“, ist es Tim zum Hoff sogar gelungen, das haptische Erleben mit einer Funktion direkt zu verknĂŒpfen. Denn durch das sanfte Streichen ĂŒber die OberflĂ€che werden die FĂ€cher des SekretĂ€rs beleuchtet.

Designgeschichte: Der Sessel F51 im Direktorenzimmer von Walter Gropius

© Tecta
© Tecta

1923 fĂŒr die „Große Bauhausausstellung“ entworfen, gilt das Direktorenzimmer von Walter Gropius als erste gesamtheitliche Raumkomposition der Moderne weltweit. Konzipiert wurde es als Schauraum eines idealen Arbeitszimmers, das eine Sitzgruppe sowie einen Arbeitsplatz mit Stuhl und Schreibtisch beherbergte. In dem mit 5 m3 streng kubistischen Raum wurde ein weiterer Kubus als „Ruhezone“ definiert und durch einen quadratischen Teppich sowie eine genau durchdachte Anordnung der Möbel markiert, die alle die kubische Form und den rechten Winkel aufnahmen.

Gesundes Sitzen:
Wie Sie Ihren Arbeitsplatz ideal einrichten

Höhenverstellbare Schreibtische helfen den RĂŒcken zu entlasten. © String Furniture
Höhenverstellbare Schreibtische helfen den RĂŒcken zu entlasten. © String Furniture

Ob im BĂŒro, im Auto oder zuhause vor dem Fernseher: wir sitzen zu viel und zu lange. Laut einer Umfrage, die das Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag der Krankenversicherung DKV und der Sporthochschule Köln durchgefĂŒhrt hat, verbringen wir werktags durchschnittlich 450 Minuten oder 7,5 Stunden im Sitzen. Da reichen allgemeine Tipps wie regelmĂ€ĂŸig aufstehen und sich bewegen allein nicht aus. Wichtig ist auch, dass wir richtig sitzen und unsere Sitzmöbel dieses Sitzen unterstĂŒtzen.

Aus alt mach neu:
SitzbezĂŒge aus recycelten GetrĂ€nkeflaschen

© Brunner
© Brunner

Polyethylenterephthalat oder kurz PET. Das ist der Stoff aus dem die GetrĂ€nkeflaschen sind, die nach Gebrauch im Supermarkt bei der PfandrĂŒckgabe zurĂŒckgegeben werden können. Doch was geschieht mit den nicht mehr gebrauchten, zerquetschten Flaschen? Aus einigen werden wieder Flaschen, aus anderen T-Shirts oder Fleecepullis. Und aus wieder andern werden SitzbezĂŒge. So verwendet auch Brunner fĂŒr viele seiner Produkte einen Bezugsstoff aus 100 Prozent recyceltem Polyester.

Skia von Ligne Roset: Das leichte Spiel mit Licht

© Ligne Roset
© Ligne Roset

Vincent Tordjman, der französische Designer, BĂŒhnenbildner und Lehrbeauftragte an der Kunsthochschule in Paris, betrachtet seine Arbeit ganzheitlich und sieht ein permanentes Befruchten aller Disziplinen untereinander. Das Spiel von materiellen mit immateriellen Komponenten ist Gegenstand seiner Forschung und Innovation. Bei seiner Leuchte Skia lĂ€sst er Materie (die Stehleuchte selbst) und das immaterielle Licht interagieren.

Sol von Team 7: Ein Möbel fĂŒr jeden Raum

© TEAM 7
© TEAM 7

Ob Schreibtisch, Konsole oder Schminktisch: Sol bietet viele Einsatzmöglichkeiten. Zwei ineinander laufende, ausziehbare Schalen – die eine aus Naturholz, die andere mit Leder bezogen – bilden die Grundidee. Aus ihr leiten sich zwei individuelle Varianten ab, von zwei Beinen gestĂŒtzt oder vierfĂŒĂŸig. So findet Sol im Home-Office ebenso seinen Platz, wie in Schlafzimmer, Diele oder Bad.