Discover interior ideas » Artikel von: Lars Mörs

Trendmöbel Regal: aufgeräumt Wohnen

© Müller Möbelwerkstätten
© Müller Möbelwerkstätten

Regale, ob geschlossen oder offen, umgeben uns überall. Unverzichtbar, aber auch unattraktiv erschien vielen dieser Möbeltyp in den Anfangsjahren der Digitalisierung unseres Alltags. Doch das Ordnungsmöbel hat sich zum Tausendsassa weiterentwickelt, das als Raummittelpunkt, Schmuckstück oder Kletterwand viel Raum für Individualität schafft.

Interview Gerald Wehner: „Durch die Konstruktion des Hauses sind die Grundrisse frei wählbar.“

© Wehner - Architektur
© Wehner – Architektur

Nicht nur auf der imm cologne experimentieren Kreative wie Sebastian Herkner mit runden Architekturformen (vgl. „Das Haus 2016“). 2012 entstand östlich von Köln ein ungewöhnliches Gebäude: ein kreisrunder Wohnturm, der wie eine Landmarke aus dem konventionellen Kontext herausragt. Architekt Gerald Wehner spricht über die Effizienz der Rundarchitektur, über die Freiheiten des runden Bauens und die positiven Erfahrungen der Bewohner.

Meinhard von Gerkan: „Wir haben ein Design entwickelt, das über die Zeit Bestand hat.“

Meinhard von Gerkan im Gespräch mit Walter-Knoll-Geschäftsführer Markus Benz © gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg, Germany
Meinhard von Gerkan im Gespräch mit Walter-Knoll-Geschäftsführer Markus Benz
© gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg

Meinhard von Gerkan zählt zu den renommiertesten deutschen Architekten mit internationaler Reputation. Flughäfen, Bahnhöfe, Messen, Kulturzentren, Stadien: Mit dem Architekturbüro »gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner«, das dieses Jahr 50-jähriges Jubiläum feiert, realisiert er herausragende Gebäude. Die Ausstattung des Berliner Flughafens Tegel markierte 1975 den Beginn der Zusammenarbeit mit Walter Knoll. Seither entstanden zahlreiche gemeinsame Projekte. Im Interview spricht Meinhard von Gerkan über seine Arbeit und die langjährige Partnerschaft mit Walter Knoll.

Wohntrend:
Zu viel Schnelligkeit führt zu Altbewährtem

Klassiker kommen zurück: Der Ohrensessel ist wieder ein modernes Möbelstück.  Foto: Bielefelder Werkstätten/VDM.
Klassiker kommen zurück: Der Ohrensessel ist wieder ein modernes Möbelstück.
© Bielefelder Werkstätten/VDM.

Es ist ziemlich genau 200 Jahre her, dass in Deutschland und Teilen Europas die Zeit des Biedermeier begann. Vorangetrieben in den damaligen Metropolen Hamburg, Berlin, Wien und München setzte sich eine Bewegung in Gang, die ganz bewusst den Rückzug in die Häuslichkeit lebte. Auf politische Wirrungen und Unsicherheiten, aber auch die beginnende Industrialisierung reagierten die Menschen mit einem Rückzug in die eigenen vier Wände. Heute führen Globalisierung, digitales Ausspionieren, politische Unsicherheiten, Kriege und Flüchtlingsmigrationen auch zu Verdrossenheit und zur Flucht in das Bewährte und Kontrollierbare.

Werkstatt-Gespräch mit Luca Nichetto: „Ich will zeigen, dass man sich um sein Haus kümmern muss.“

Foto: Andreas Körner, Koelnmesse

Luca Nichetto, der seinen Standort nicht ohne Grund abseits der Mailänder Szene im venezianischen Hafenviertel Marghera gewählt hat, präsentiert uns seine Entwürfe für „Das Haus – Interiors on Stage“. Die großflächige Installation einer künstlichen Wohnsituation soll auf der nächsten imm cologne aufgebaut werden. Im Studio unter dem Dach eines renovierten alten Gewerbebaus stapeln sich Modelle und Prototypen; sämtliche Wände hängen voller Zeichnungen, Fotos und Pläne. Luca Nichetto überlässt nichts dem Zufall. Mit Leidenschaft und gestenreich spricht er von seiner Idee einer Wohnform, in der das Miteinander von Mensch und Natur zur Bereicherung wird.