Discover interior ideas » Extras » Hintergrundinformationen » Der Wechsel zur „Indoor Generation…

Der Wechsel zur „Indoor Generation“
und die gesundheitlichen Folgen

Foto: Velux

Innerhalb weniger Generationen sind wir von einer Outdoor- zu einer Indoor-Spezies geworden. Heute verbringen wir durchschnittlich 90 Prozent unserer Zeit in geschlossenen Räumen. Zudem ergab eine im Auftrag der Velux-Gruppe durchgeführte YouGov-Umfrage, dass die Teilnehmer ihre Lebensgewohnheiten und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken zudem völlig falsch Wahrnehmen. Besonders Kinder sind gefährdet, denn deren Schlafräume sind häufig die am stärksten mit Schadstoffen belasteten Räume im Haus.

Die „Indoor Generation“ umfasst eine wachsende Zahl an Menschen, die im Vergleich zu früheren Generationen den weitaus größten Teil ihrer Zeit in geschlossenen Räumen verbringt – aktuell 90 Prozent ihres Lebens. Laut Umfrage, an der in 14 Ländern 16.000 Hausbesitzern teilnahmen, glauben wir jedoch, dass wir nur 66 Prozent nicht im Freien zu verbringen. Lediglich 18 Prozent der Befragten waren der Meinung, 21 Stunden (87,5 Prozent) oder mehr Tageszeit in geschlossenen Räumen zu verbringen. Und 78 % sind sich dabei nicht einmal bewusst, dass die Luft in unseren Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden unter Umständen stärker mit Schadstoffen belastet ist als die Außenluft. Tatsächlich aber kann der Schadstoffgehalt bis zu fünfmal höher sein.

Foto: Velux

Peter Foldbjerg, Head of Daylight Energy and Indoor Climate bei Velux, erklärt dazu: „Wir werden zunehmend zu einer Generation von Menschen, die in geschlossenen Räumen leben. Unter der Woche bekommen wir nur noch Tageslicht und Frischluft, wenn wir zur Arbeit oder zur Schule pendeln. Das moderne Leben beginnt häufig schon früh am Tag. Wir hetzen zur Arbeit, wo wir acht bis zehn Stunden in einem Büro verbringen. Dann geht es direkt nach Hause, höchstens unterbrochen von einem kurzen Einkauf oder einem schnellen Workout in einem feuchten und stickigen Fitnessstudio“.

Doch wenn man die Menschen zum Thema Luftverschmutzung befragt, denken sie eher an einen Wohnort in der Nähe großer Fabriken oder an hohe Schadstoffemissionen durch Fahrzeuge, als an ihr eigenes Zuhause. Doch Aktivitäten des täglichen Lebens im Haus wie Kochen, Saubermachen oder Duschen, brennende Kerzen, das Trocknen von Wäsche, Schadstoffe aus toxischen Materialien in Plastikspielzeug, Reinigungsmitteln und Baustoffen können zu einer schlechteren Raumluftqualität beitragen. Ja sogar das Schlafen und Atmen belasten die Raumluft: Ein Erwachsener atmet durchschnittlich 15.000 Liter Luft täglich. Eine vierköpfige Familie gibt somit im Schnitt täglich 1.800 Liter CO2 und 10 Liter Wasser an die Atmosphäre ab.

Foto: Velux

Das Bewusstsein für unsere Indoor-Lebensgewohnheiten und das Wissen über die Auswirkungen auf Körper und Geist muss also verbessert werden. Denn auch den Mangel an Tageslicht und ein Zuviel an Kunstlicht wirken sich negativ auf unser Wohlbefinden aus. 300 Lux, die typische Lichtstärke von Innenraumbeleuchtung, stehen allein 1.000 Lux gegenüber, die wir für die Aktivierung unserer inneren Uhr benötigen. Zwar werden wir in Fensternähe immerhin mit etwa 3.000 Lux versorgt, doch im Freien liegt die Lichtstärke bei 10.000 – 100.000 Lux. Zudem kann Tageslicht die Lernfähigkeit von Kindern um bis zu 15 Prozent erhöhen. Büroangestellte mit optimaler Sicht nach draußen schnitten bei geistigen Funktions- und Gedächtnistests 10-25 Prozent besser ab. Zu wenig Tageslicht hingegen kann Depressionen begünstigen.

Zu einem besseren Raumklima können schadstofffreie Lacke und Textilien ebenso beitragen wie Massivholzmöbel. Das richtige Lüftungsverhalten und moderne, große Fenster verbessern unser Wohlbefinden ebenso wie Zimmerpflanzen und zirkadianes Licht, das unserem Biorhythmus entspricht. Und natürlich: Einfach mal häufiger an die frische Luft gehen.

Weitere Informationen fomdem Sie hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.