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Ein Zelt ist ein Zelt – oder doch nicht?

Foto: KarTent

Sommerzeit ist Festivalzeit. Allein in Europa finden jedes Jahr zwischen Mai und September über 500 mehrtägige Musikfestivals statt, mit mehreren Millionen Besuchern. Die meisten davon zelten direkt auf dem Festival-Gelände. Doch jeder Vierte lässt seine Wochenendherberge danach einfach liegen. Zu anstrengend ist das Abbauen und Verstauen, wenn man das Wochenende durchgefeiert hat. 25.000 Zelte sind das jedes Jahr allein bei Festivals in den Niederlanden. Jede Menge Müll also. Das dachten sich auch die beiden niederländischen Designer Wout Kommer und Jan Portheine und entwickelten ein zu 100% recyclebares Zelt aus Pappe.

Foto: KarTent

KarTent besteht vollständig aus unbeschichtetem Karton und kann nach der Benutzung dem Kreislauf wieder zugeführt werden. Für ein herkömmliches Zelt werden bis zu 30 verschiedene Materialien verwendet. Zudem entsteht bei der Produktion der Pappzelte etwa 50% weniger CO2 als bei normalen Zelten. Die „Hausgröße“ ist mit einer Liegefläche von 1,50 x 2,20 Metern für zwei Personen ausgelegt. Und die brauchen sich noch nicht einmal vor dem obliogatorischen Festival-Regen zu fürchten: Laut Hersteller soll das Zelt bis zu drei Tage durchgängigem Regen standhalten. Ein weiterer Vorteil dieser Zelte: Sie widerstehen der Morgensonne. Im Zelt bleibt es dunkel und es heizt sich nicht so schnell auf.

Foto: KarTent

Entwickelt wurde KarTent in erster Linie für die Veranstalter von Festivals, die sie vor Ort vermieten können. Denn das nicht faltbare Zelt ist natürlich viel schwieriger zu transportieren, als seine zusammenrollbaren Kollegen. Zudem lassen sie sich ganz einfach Sponsorenlogos oder Slogans bedrucken. So können sich Einwegzeltnutzer vor Ort mit einer etwas umweltfreundlicheren Alternative versorgen, die KarTent nach dem Festival bei einer örtlichen Recyclinganlage entsorgt. Und ökologiebewusste Festivalbesucher bringen sowieso ihr eigenes Zelt mit.

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