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Unsere Umgebung ist voller Farben – und unser Zuhause?

Draußen in der Natur erfreuen wir uns an der Frühlingspracht, wenn die Bäume in einer Blütenwolke schier zu explodieren scheinen. Wir ergötzen uns an den Sommerwiesen mit ihrem Blumenmeer und bewundern es, wenn zu Herbstbeginn die Wälder in unzähligen Farben leuchten. Und im Winter genießen wir es, wenn der Schnee Dächer und Baumwipfel überzuckert, eine Decke über das Land legt und uns ein Gefühl der Ruhe vermittelt. Farbwelten versetzen und in Stimmungen, lassen unser Herz höher schlagen oder beruhigen unsere Augen. Gleiches sollte auch für unsere Wohnung gelten. Doch ein Großteil unseres Wohnumfeldes ist in der Regel in Weiß gehalten.

Gelb erzeugt ein Gefühl von Wärme, Freude und Aktivität. Foto: P+S International

Dabei kann sich das Spiel mit farbigen Wänden durchaus positiv auf unser Wohlbefinden auswirken. Farben schaffen Atmosphäre, setzen Akzente, lassen Räume, je nach Farbton, größer oder kleiner erscheinen. Jedoch kommt es bei einer farbig gestalteten Wohnung darauf an, dass die einzelnen Komponenten – wie Möbel, Wände, Boden, Decke, Türen – aufeinander abgestimmt sind, um die richtige Wirkung zu erzielen.

Grün fördert Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Ausdauer, Toleranz und Zufriedenheit. Foto: Rasch

Die Wirkung der Farben ist von der Natur beeinflusst: So heißt es, dass Gelb ein Gefühl von Wärme, Freude und Aktivität erzeugt, ebenso wie das Sonnenlicht. Blau hingegen verschafft den Eindruck von Stille, Kühle und Weite, was auf glatte Wasseroberflächen und den Himmel zurückzuführen ist. Als Farbe der Natur schlechthin gilt grün. Wie der Anblick großer Wiesen oder Waldflächen wirkt sie beruhigend und fördert die Kreativität und Harmonie. Ein Mix aus Grüntönen überanstrengt das Auge nicht, sondern stärkt es für andere Eindrücke. Als Mischfarbe von Schwarz und Weiß steht Grau für einen Grenzbereich und Neutralität. Hier zeigt sich besonders die Wirksamkeit der Farbtönung. Während ein schweres, dunkles Grau bedrückend wirkt, so wie etwa ein wolkenverhangener Himmel ebenfalls unsere Stimmung beeinflusst, vermittelt ein helles Grau ein Zeichen des Aufbruchs, wie ein Silberstreif am Horizont.

Rot zählen zu den warmen Farben und bieten sich besonders für dunklere Räume an, die wenig direktes Sonnenlicht bekommen. Foto: Julia Hausmann

Gelb, Orange und Rot zählen zu den warmen Farben. Sie bieten sich besonders für dunklere Räume an, die kein sind oder wenig direktes Sonnenlicht bekommen. Das gilt für nach Norden ausgerichtete Räume ebenso wie für Wohnungen, durch deren Fenster wenig Sonnenlicht fällt. Zudem fühlt sich die Raumtemperatur durch die Farbwirkung etwas höher an. Warme Farben wirken aufmunternd, regen den Kreislauf an und erhöhen die Pulsfrequenz. Sie empfehlen sich besonders im Wohn- und Essbereich, wo Kommunikation, Geselligkeit und Appetit eine Rolle spielen.

Blautöne etwa strahlen Ruhe und Entspannung aus und verschaffen den Eindruck von Luftigkeit.
Foto: Raphael Schaller

Kühle Farben hingegen sind dazu geeignet, die Energie zu reduzieren. Blautöne etwa strahlen Ruhe und Entspannung aus und verschaffen den Eindruck von Luftigkeit. Sie werden bevorzugt in Räumen verwendet, in denen wir uns entspannen wollen, wie etwa im Schlafzimmer. Helle, klare Farbtöne wie hellblau oder ein helles Türkis, lassen Räume größer wirken, während dunkle Töne Räume optisch verkleinern, sie aber auch gemütlicher machen. Doch egal, ob man sich für bunte Wände oder doch dezente Töne entscheiden, wichtig ist, sich in der eigenen Wohnung wohlzufühlen.

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