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Selecta von Hansgrohe: Ein Klassiker wird 50

1968: Die weltweit erste Handbrause mit verstellbaren Strahlarten verkaufte sich ĂĽber 30 Mio. Mal.
Foto: hansgrohe

Im Jahre 1901 kehrte der Tuchmachermeister Hans Grohe dem Webereihandwerk den Rücken und gründete einen Betrieb für Metalldrückwaren. Obwohl das private Hausbad gerade erst in Mode kam, spezialisierte er sich auf Blechbrausen und wurde so zu einem Pionier der damals noch jungen Sanitärbranche. Seitdem ist das Unternehmen geprägt von einem Innovationsgeist, dem vor 50 Jahren auch die weltweit erste Handbrause mit verstellbaren Strahlarten entsprang: die Selecta.

Ein eigenes Badezimmer blieb für breite Bevölkerungsschichten bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Deutschland purer Luxus. Die Brause galt Hans Grohe gegenüber dem Wannenbad als erschwingliche Alternative. Sie war von Anfang zentrales Element seiner Metalldrückerei und wurde ständig weiterentwickelt. So waren etwa 1928 die Handbrause und 1953 die Brausenstange, an der sich die Handbrause in beliebiger Höhe fixieren lässt, bahnbrechende Innovationen. Diese Garnituren ermöglichten es erstmals, sich freihändig stehend und in unterschiedlicher Höhe abzubrausen. Was heute Standard im Bad ist war damals eine Revolution der Duschgewohnheiten. Und 1968 kam dann mit der Selecta die weltweit erste Handbrause mit verstellbaren Strahlarten hinzu.

2018: Strahlumstellung auf Knopfdruck: Select von Hansgrohe schafft spĂĽrbar mehr Bedienkomfort.
Foto: hansgrohe

Dieses Jahr feiert der Klassiker sein 50-jähriges Jubiläum. Als „Garantiert Schwarzwälder Qualitätsverarbeitung von A-Z” auf den Markt gebracht, ist sie bis heute der Inbegriff der Handbrause. Bis heute wurde Selecta über 30 Millionen Stück verkauft und übertrifft damit sogar den VW Käfer, der mit 21,5 Millionen verkauften Fahrzeugen bis Juni 2002 das meistverkaufte Automobil der Welt war.

Das Design entsprach dem damaligen Zeitgeist: Orientierung an der optimalen Funktion und Technik, eckige Details und ein insgesamt sehr technisches Aussehen. Plexiglas wurde erstmals an Griff und Brausekopf mit den verchromten Teilen verknüpft, um den Metalleffekt durch die Lichtbrechung des modernen, bruchsicheren Kunststoffmaterials zu verstärken. Die Intensität des Brausestrahls konnte durch einfaches Drehen des Auslaufs selbständig variiert werden.

Zu verdanken ist der Erfolg von Selecta dem Bauboom der späten 60er Jahre, der die Verkäufe explodieren lässt: Sind es im Jahr 1968 noch 70.000 Stück, so werden drei Jahre später bereits 606.000 Selecta Brausen verkauft. Hansgrohe lieferte den Brausenklassiker noch bis 2015 vom Schwarzwald nach Europa, in die USA und sogar bis nach Südafrika.

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