Discover interior ideas » Extras » Hintergrundinformationen » Studie: So schläft Deutschland

Studie: So schläft Deutschland

Foto: Ksrsten Jipp, Koelnmesse

Heute weiß jeder, wie wichtig guter Schlaf ist. Und wir sind auch bereit, etwas Geld in die Hand zu nehmen, wenn wir uns ein neues Bett anschaffen wollen. Doch es sind ist nicht nur Bett, Matratze, Bettdecke und Kopfkissen, die über die Qualität des Schlafs entscheiden. Eine Studie der Techniker Krankenkasse hat die inneren und äußeren Faktoren untersucht, die uns ausgeruht oder müde aufstehen lassen. Die Ergebnisse geben Anregungen für eine gute Beratung durch den Fachhandel. Denn hier sind es immer mehr ganzheitliche Systeme, die an den Kunden gebracht werden.

„Mit den Hühnern schlafengehn, aufstehn, wenn die Hähne krähn.“ So lautet ein altes deutsches Sprichwort. Doch es stammt aus einer Zeit, in der elektrisches Licht und Telefon noch nicht erfunden waren. Heute arbeiten wir zu flexiblen Zeiten, in Schichtarbeit oder müssen uns, dank der Globalisierung, durch verschiedene Zeitzonen bewegen. Und durch Internet und Mobiltelefon sind wir praktisch rund um die Uhr erreichbar. Doch das entspricht nicht unserer inneren Uhr, dem sogenannten zirkadianen Schrittmacher. Wir schlafen schlechter, besonders dann, wenn wir unsere Arbeit mit nach Hause oder – gedanklich – gar mit ins Bett nehmen. Für unsere Leistungsfähigkeit und Kreativität sind Erholung, und hier besonders Schlaf, unabdingbar.

Es gibt diverse Faktoren, die uns den Schlaf rauben können.
Foto: Auping

Augen zu und schlafen

Erholsamer Schlaf ist keineswegs selbstverständlich. Oftmals kreisen die Gedanken, wenn wir im Bett liegen. Laut der Schlaf-Studie „Schlaf gut, Deutschland“ der Techniker Krankenkasse können 30 Prozent* der Deutschen vor Stress nachts kaum schlafen. Aber es ist nicht nur der Stress, der uns den Schlaf rauben kann. Schlafkiller Nummer Eins ist der Bildschirm. Wir bleiben abends zu lange vor dem Fernseher sitzen und schaffen oft den Absprung nicht. Fast die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland schaut abends zu lange fern oder schläft sogar vor dem Fernseher ein. Smartphone, Tablet und das Internet tun ein Übriges. 62 Prozent der 18-29jährigen gaben an, abends zu lange im Internet zu surfen. 20 Prozent nehmen ihr Smartphone sogar mit ins Bett. Da aber hat es gar nichts zu suchen. Denn das blaue Licht der Bildschirme kann die Produktion von Melatonin, das wir zum Einschlafen brauchen, um bis zu 55 Prozent senken. Die Einschlafphase dauert länger, die REM-Phase ist weniger intensiv.

Lärm, Licht und Temperatur als Störfaktoren

Aber auch äußere Faktoren können uns den Schlaf rauben – wie etwa Straßenlärm oder ein nicht ausreichend abgedunkelter Raum (jeweils etwa 13 Prozent) oder ein Partner, der schnarcht, sich dreht und wendet. Knapp 75 Prozent der Alleinschläfer geben an, gut oder sehr gut zu schlafen. Der Anteil derer, die nicht allein schlafen, liegt bei rund 60 Prozent. Interessant: Der größte extrinsische Störfaktor ist eine falsche Raumtemperatur. So fühlen sich 40 Prozent der Befragten durch zu kalte oder zu warme Räume beim Schlafen gestört. Dabei ist bekannt, dass das ideale Raumklima bei 18 bis 21 Grad Celsius liegt.

Für unsere Leistungsfähigkeit ist Schlaf unabdingbar.
Foto: Auping

Gesunden Schlaf fördern

Doch egal, warum wir schlecht schlafen: Ist Schlaf nicht erholsam, wirkt sich das auf unsere Leistungsfähigkeit aus und beeinträchtigt so zwangsläufig unser berufliches und soziales Leben. Daher empfehlen Krankenkassen und Ärzte das Thema Schlaf auf die Agenda des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) zu setzen. Gesündere Schichtpläne, die Einrichtung von Ruheräumen und einer Unternehmenskultur, die den Feierabend respektiert, könnten laut TK-Studie schon einiges bewirken. Zudem gibt es Apps, die erholsamen Schlaf unterstützen, etwa indem sie unsere nächtlichen Ruhestunden überwachen, auswerten und den besten Aufstehzeitpunkt ermitteln. Allerdings sollten sich die Geräte dabei im Flugmodus befinden, damit wir auch wirklich sanft in unsere Traumwelt hinübergleiten können.

*Alle Zahlen sind der TK Schlaf-Studie „Schlaf gut, Deutschland“ entnommen.

1 Kommentar

  1. Wijzeuil | |

     Hallo, danke für die hilfreichen Erklärungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.