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Stoffsäulen mit Hologrammen, Pavillons aus Schreibtischgestellen und eine Roadshow

Grafik: Stylepark

Anlässlich der imm cologne findet auch in diesem Jahr wieder eine Sonderausstellung zum Thema Interior Design im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) statt. Dieses Mal handelt es sich dabei um die aufwändig gestaltete Inszenierung „Stylepark Selected imm cologne 2018“. Nach Monaten intensiver Planung ist eine Ausstellung entstanden, die es in dieser Form wohl noch nie gab.

Die Szenographie für das Ereignis hat das Münchner Designerduo Ana Relvão und Gerhardt Kellermann entwickelt. Keine ganz einfache Aufgabe. Schließlich muss die ausladende doppelstöckige Haupthalle des Museumsbaus gleich mehrere Aufgaben erfüllen: Zum einen präsentiert Stylepark hier die 20 prämierten Neuheiten der imm cologne 2018. Zum anderen zeigen dort auch ein Teil der „Special Guests“ Griffwerk, Jung, Richard Lampert, Laufen, Tsatsas und Vitra ihre Inszenierungen. Zudem soll der Raum auch als „Wohnzimmer der imm cologne“ in der Kölner Innenstadt fungieren – ein angenehmer Aufenthaltsort vor oder nach dem Messebesuch, ein kommunikativer Treffpunkt für Designschaffende und Designfreunde.

Grafik: Stylepark

RelvãoKellermann haben diese Aufgabe mit Bravour gelöst. Mit Hilfe großer Flächen aus Textilien von Nya Nordiska gliedern sie die Halle und schufen gleichzeitig eine ruhige und wohnliche Atmosphäre. Das auffälligste Gestaltungselement sind dabei fraglos die zwei gewaltigen textilen Säulen, die die Designer aus von der Decke herabhängenden Stoffbahnen formen. Diese Säulen bilden in ihrem Innern je einen kreisrunden Raum, in denen die „Stylepark Selected“-Preisträger präsentiert werden.

Von Beginn an stand fest, dass die ausgezeichneten Produkte nicht einfach auf ein Podest gestellt werden sollten. Schließlich sind alle prämierten Objekte ja in den Messehallen zu sehen. Deshalb entwickelten Ana Relvão und Gerhardt Kellermann die Idee, alle Sieger mittels einer 3D-Hologrammtechnik zu visualisieren. Das spektakuläre Ergebnis wird im Innern der beiden Säulen zu bestaunen sein.

Grafik: Stylepark

Am Eingang der Halle errichtet Richard Lampert aus dem berühmten Schreibtischgestell von Egon Eiermann einen kleinen Pavillon, in dem Filme zu sehen sein werden. Im Saal wird ebenfalls die neue Vitra-Roadshow „The Original“ zu sehen sein. Vitra hat dafür rund um einige seiner bedeutendsten Klassiker eine Ausstellungsinstallation konzipiert, die auf ganz unterschiedliche Weise Zugang zu Konstruktion und Geschichte der jeweiligen Exponate schafft. Auf die gleichermaßen monumentale wie grafisch klare Treppe des Museumsbaus in das Obergeschoss antwortet Griffwerk mit einer Installation, die fast wie ein konstruktivistisches Gemälde anmutet und die aus Einzelbestandteilen der Produkte des Herstellers zusammengesetzt ist.

Auf der Galerie im Obergeschoss haben Jung, Laufen und Tsatsas ihre Ausstellungsbereiche. Jung und Laufen widmen sich mit ihren Beiträgen in besonderer Art und Weise dem Wesen ihrer Produkte. Jung hat gemeinsam mit Studenten der Hochschule Ostwestfalen-Lippe eine multisensorische Installation entwickelt, die die Ausstellungsbesucher einlädt, spielerisch Vorrausetzungen und Folgen von elektrischen Schaltvorgängen zu erforschen. Mit einer Kollektion von Plastiken aus der Hand namhafter Architekten und Designer feiert Laufen nicht nur seinen 125. Geburtstag, sondern auch die fast unbegrenzte Formbarkeit keramischen Materials. Die Produktionsweisen reichen dabei von handgeformt bis zu 3D-Druck. Tsatsas präsentiert in seiner minimalistischen Inszenierung nicht nur die Produktgeschichte des Frankfurter Taschenlabels, sie zeigen auch erstmalig ein neues Modell, das nach einem Entwurf des Architekten Ferdinand Kramer aus dem Jahr 1963 gefertigt ist.

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