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Eine Leuchte mit Tageslichtambiente und ein klappbarer Tisch – Pure Talents Contest 2018

Foto: Sofia Souidi

Am 15. Januar 2018 ist es wieder soweit: Die imm cologne öffnet ihre Pforten und mit ihr findet bereits zum 15. Mal der messeeigene Nachwuchswettbewerb Pure Talents Contest statt, bei dem sich junge Design-Talente aus der ganzen Welt mit ihren Prototypen auf der Kölner Einrichtungsmesse präsentieren können. Hier im Newsblog stellen wir euch die Einreichungen vor, die an diesem Jubiläums-Event teilnehmen und lassen auch die Kreativen selbst zu Wort kommen. Los geht es mit Sofia Souidi und ihrem Produkt Gradient sowie dem Designtrio Arends, Bucher, Kim und dem Tisch Fold It.

„Der kreative Nachwuchs und seine Förderung liegt uns sehr am Herzen“, erläutert Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse, anlässlich des 15. Wettbewerbsjubiläums. „Die jungen Designer sind für die Einrichtungsbrache von großer Bedeutung, weil sie für neue Impulse, für Kreativität und Innovationen stehen. Viele Aussteller der imm cologne beobachten systematisch den Pure Talents Contest und betreiben aktive Karriereplanung, indem sie ihre Kollektionen für die Jung-Designer öffnen, um erste Berufserfahrungen zu vermitteln. Und wir als Messegesellschaft freuen uns, diesen jungen Talenten bei ihrem Startschuss zur Seite stehen zu können“.

Von der Sonne inspiriert: Gradient von Sofia Souidi

Gradient ist eine Leuchte, die von der optischen Erscheinung der Sonne inspiriert ist.
Foto: Sofia Souidi

In diesem Projekt geht es darum, die Lichtfarben zu verändern und die Lichtintensität dem Tagesrhythmus anzupassen. Heutzutage spielen sich 90% unseres Alltags in Innenräumen ab, in die nur wenig natürliches Licht einstrahlt. Die Intensität des Tageslichts lässt sich mit LEDs jedoch nahezu vollständig nachbilden. Tageslicht ist dabei nicht konstant – je nach Tageszeit, Wetterbedingungen und Architektur des Ortes verändern sich Lichtfarbe und Lichtintensität. Gradient ist dem visuellen Erscheinungsbild der Sonne nachempfunden und möchte so eine Brücke zwischen Außen und Innen schlagen.

 

Pure Talent’s Voice mit Sofia Souidi

Warum bist du Designer geworden?
Ich habe schon immer gerne Dinge gestaltet. Aber was ich mir unter guter Gestaltung vorgestellt habe, hat sich immer wieder weiterentwickelt, sodass ich es schwierig finde, das an einem Zeitpunkt festzumachen.

Braucht man heute als Designer noch einen Bleistift?
Ja, für schnelle Skizzen und wenn man im Gespräch etwas veranschaulichen will. Oft ist es so, dass ich denke, mein Gegenüber weiß doch, was ich meine. Eine Skizze hilft meiner Erfahrung nach aber doch, sich besser zu verstehen.

Hast du Vorbilder?
Alle, die es schaffen Kind und Beruf zu vereinbaren.

Foto: Sofia Souidi

Macht Design glücklich?
Mmh, das ist schwierig. Ich glaube es gibt Studien dazu, dass Farben einen Einfluss auf den Gemütszustand haben. Ob es diese auch für Formen und Materialien gibt, weiß ich nicht. Es würd‘ mich aber auch sehr interessieren!

Was findest du am Designberuf befriedigend bzw. unbefriedigend?
Ich finde es toll, dass die Arbeit, die man macht, zu einem späteren Zeitpunkt in der Realität existiert bzw. begreifbar ist. Es bleibt nicht nur beim Denken. Unbefriedigend ist für mich als ungeduldigen Menschen, dass es manchmal so lange dauert, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin.

Gibt es eine Designwelt jenseits der Serienproduktion, und wenn, wie wichtig ist sie für dich?
Ich persönlich finde, es verleiht einem Objekt Qualität wenn man weiß, wer es gefertigt hat und wo es herkommt. Das heißt aber nicht, dass ich ausschließlich solche Dinge konsumiere. Ich glaube beides hat seine Berechtigung.

Worauf kannst du beim Arbeiten auf keinen Fall verzichten?
Austausch über Ideen, Platz und leichter Zugang zu Modellbaumaterial.

Was müsste dringend einmal erfunden werden?
Schönes Wetter im Februar.

Was bedeutet der Auftritt auf der imm cologne für dich?
Es ist eine tolle Chance meine Arbeit einem großen und internationalen Publikum präsentieren zu dürfen, und ich bin sehr gespannt auf den Austausch mit den Besuchern und den anderen Ausstellern.

 
 

Einfach aufzubauen, einfach zu verstauen: Der Arbeitstisch Fold It des Designertrios Arends, Bucher, Kim

Fold It ist ein flexibler Arbeitsplatz mit klappbarem Gestell.
Foto: Arends, Bucher, Kim

Klappbar, mobil und leicht verstaubar. Fold It ist konzipiert, um allen Situationen gewachsen zu sein. Der Fokus liegt auf dem studentischen Arbeitsalltag, aber das Konzept lässt sich ohne Weiteres auf jedes Arbeitsszenario übertragen. Für den Transport oder die Lagerung, kann Fold It einfach zusammengeklappt werden. Die simple Konstruktion macht Werkzeug überflüssig und den Auf- und Abbau unkompliziert.

 

Pure Talent’s Voice mit Arends, Bucher, Kim

Warum seid ihr Designer geworden?
Kim: Eigentlich gibt es keinen bestimmten Grund dafür. Aber mich interessierte immer etwas zu basteln und zu zeichnen. Ich glaube, dass dieses Interesse mich zum Design führte.
Bucher: Ich möchte Designer werden um unsere Umwelt mit intelligenten Lösungen zu gestalten.
Arends: Ich studiere Produktdesign, weil mich die vielen Möglichkeiten neugierig gemacht haben. Gerade jetzt im Studium bedeutet ein neues Projekt auch immer in einen neuen Themenbereich einzutauchen und sich ständig weiterzubilden. Ich bin gespannt in welche Richtung es mich zieht.

Hast du Vorbilder?
Kim: Nein, aber ich versuche immer etwas zu finden, von dem ich lernen kann.
Bucher: Sie wechseln ständig. Ich bewundere intelligente Designentscheidungen.
Arends: Ich habe keine speziellen Vorbilder, ich sammle Inspiration generell eher spontan und ungeplant.

Macht Design glücklich?
Kim: Die Menschen, ja.
Bucher: Mich als Ausführenden definitiv. Wenn es gutes Design ist, wird auch der Benutzer glücklich.
Arends: Ein Produkt hat das Potential einen Mehrwert zu schaffen und dadurch Glücksmomente in der Benutzung zu schaffen, aber das große Glück würde ich niemandem verkaufen wollen.

Was findest du am Designberuf befriedigend bzw. unbefriedigend?
Kim: Unabhängig vom Modell, wenn ich sehe, wie ein Entwurf von der Idee zu einem Modell wird, dann finde ich es sehr cool und befriedigend.
Bucher: Das Umsetzen einer Idee von der Zeichnung zum Objekt ist befriedigend. Unbefriedigend finde ich, wenn gutes Design nicht wahrgenommen wird oder Design nicht funktioniert.
Arends: Es ist ein tolles Gefühl, wenn Betrachter ohne Erklärung das Produkt und den Sinn dahinter verstehen. Unbefriedigend dahingegen ist, wenn mit einem Produkt die Idee dahinter nicht verständlich zum Ausdruck gebracht werden kann.

Alissa Arends, Leon Bucher, Yelim Kim

Gibt es eine Designwelt jenseits der Serienproduktion, und wenn, wie wichtig ist sie für dich?
Kim: Ja, sie ist auf jeden Fall wichtig, allerdings möchte ich während dem Studium noch überlegen, wie wichtig sie für mich ist.
Bucher: Ja, für Experimente, Konzepte und in Richtung Kunst. Das Erreichen der meisten Menschen – und auch die beste Möglichkeit etwas zum Besseren zu verändern – liegt in der Serie.
Arends: Ich finde es sehr wichtig für die Entwicklung von Design, dass sich Designer auch mal erlauben zu experimentieren, außerhalb der Einschränkungen, die durch eine geplante serielle Fertigung entstehen.

Worauf kannst du beim Arbeiten auf keinen Fall verzichten?
Kim: Auf Zeitschriften und auf einen Ort, wo ich mich genug ausruhen kann, um meinen Kopf wieder klar zu machen und neu mich inspirieren zu lassen.
Bucher: Auf gute Musik und einen Stift und Papier. Konstruktive Kritik brauche ich auch.
Arends: Auf Denkpausen.

Was müsste dringend einmal erfunden werden?
Kim: Ein Teleporter, damit man schnell zwischen der Universität und der Wohnung pendeln kann.
Bucher: Eine Maschine zur direkten Aufzeichnung und Sortierung aller Ideen.

Was bedeutet der Auftritt auf der imm cologne für dich?
Kim: Er bedeutet für mich viel. Einerseits ist er eine Anerkennung, da wir uns in einem Semester viel Mühe gegeben haben. Andererseits fördert er den nächsten Schritt.
Bucher: Es wird eine wichtige erste Lernerfahrung sein, Kontakte zu knüpfen und über den „Tellerrand“ des Universitären hinauszuschauen.
Arends: Es bedeutet mir sehr viel dabei sein zu dürfen. Ich hoffe auf viel Feedback, einen großen Lerneffekt und interessante Begegnungen.

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