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Eine Kombination aus Design, Haptik und Funktion

Foto: Pia Kintrup

Mit Möbeln richten wir uns ein, drücken unseren Stil aus und wollen vielleicht sogar ein visuelles Statement setzen. Doch nicht nur die Optik entscheidet darüber, ob uns ein Tisch oder ein Sofa gefällt, sondern auch Haptik und Funktion. Die Kunst besteht darin, alle drei Faktoren miteinander zu verbinden. Mit seiner Masterarbeit an der Folkwang Universität, dem Sekretär „Kabinett“, ist es Tim zum Hoff sogar gelungen, das haptische Erleben mit einer Funktion direkt zu verknüpfen. Denn durch das sanfte Streichen über die Oberfläche werden die Fächer des Sekretärs beleuchtet.

Die Idee dazu hatte zum Hoff bereits zu Studienbeginn: „Mein Forschungsinteresse war schon immer Haptik und Interaktion“, erklärt der Jungdesigner, der sich heute im Bereich Experience- und Interaction-Design an der Universität Siegen viel mit dem Thema Erlebnis und Interaktion beschäftigt. Seinen haptischen Background holte er sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer Umsicht im Bereich Materialforschung. „Mich interessierte, wie der Designer das Thema Haptik über die Materialqualität und ein perfektes Oberflächenfinish hinaus angehen kann“, berichtet zum Hoff. Denn für ein haptisches Erlebnis muss sich die Hand über eine Oberfläche bewegen. Eine ruhende Hand nimmt keine Haptik wahr.

Foto: Pia Kintrup

Im Umkehrschluss wollte zum Hoff eine Funktion anbieten, die mit einem haptischen Erlebnis ausgelöst wird. „Der psychologische Hintergedanke dabei war, dass gerade hochwertige Materialien für die Wahrnehmung eines Produktes eine Grundlage schaffen, die das Erleben eines Produkts stark beeinflussen“, meint der Designer. Da der Bedienoberfläche des Sekretärs eine gestalterisch hohe Bedeutung zukommt, hat sich zum Hoff für edles Walnussfurnier entschieden. Der organische Wuchs des Holzes steht im Kontrast zur Geradlinigkeit des Möbels, die Farbe hingegen harmoniert mit der Lichtstimmung im Setzkasten.

Die Beleuchtungssteuerung soll dazu verleiten, spielerisch über das Furnier zu streichen und damit leibgewordene Gegenstände zu beleuchten. „Dazu kommt dann das Erlebnis beim Ein- und Ausschalten über die Sanftheit des Lichts“, erläutert zum Hoff. „Es zieht bewusst etwas nach und dimmt hoch bzw. runter beim Ein- oder Ausschalten. Zusammen mit den Objekten und dem Furnier sollte so ein schönes Gesamtpaket entstehen. Und ein bewusstes Erleben des Materials.“

1 Kommentar

  1. Carola Koch | |

    Herzlichen Glückwunsch. Ich hoffe, dass Ihr Objekt und Ihre Gedanken dazu mehr Menschen Mut zu einem Materialmix machen, wobei das Furnier/Naturprodukt im Mittelpunkt steht. Ich wünsche Ihnen weiterhin Zeit und Spaß, sowie die Möglichkeit, Ihre Ideen umzusetzen.

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