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Thomas Schnur entwirft Exponat aus Materialien von Covestro

© Thomas Schnur, Covestro

Für die interzum 2017 hat der Kölner Möbeldesigner Thomas Schnur das Objekt „The Factory of Ideas“ gestaltet. Es basiert auf einer Reihe von innovativen und nachhaltigen Produkten des Polymer-Produzenten Covestro, die zum Teil in der Möbelindustrie weit verbreitet sind.

Der ausgebildete Schreiner entwickelte während seines Studium in Aachen und St. Etienne schnell ein Interesse an unterschiedlichen Werkstoffen: „Ich war schon immer sehr neugierig auf andere Materialien und wie sie sich verarbeiten lassen. Daher war ich dankbar, dass Covestro mich gebeten hat ein Exponat zu gestalten, das mehrere Materialien verbindet“, freute sich Schnur über die Zusammenarbeit mit dem zur Bayer AG gehörenden Unternehmen.

„The Factory of Ideas“ zeigt die Transformation aus einer Wolkenstruktur in ein Sitzmöbel auf einem Podest. Ziel des Exponats war es, die verschiedenen Eigenschaften der Materialien auf der Messe zu kommunizieren. Daher wählte der Designer für sein Werk verschiedene Elemente und Symbole. So steht die Wolke sinnbildlich für einen Polyurethanschaum, der zu 20 Prozent aus CO2 besteht. Um die Wolke herum befindet sich ein Würfel aus dem Polycarbonat Makrolon, einem besonders schlagfesten Material. Dieser Schaukasten soll auf der einen Seite den Schutz durch die Materialstärke symbolosieren, auf der anderen Seite für den musealen Charakter des Objekts stehen. Die Bank, die mit einem Textil auf Wasserbasis überzogen ist, stellt den kommunikativen Aspekt der Messe dar. Das ganze Objekt steht auf einem Podest mit Treppenstufen und Geländer. Beides ist mit einer wasserbasierenden Lackierung beschichtet, die jedoch ebenso resistent wie ein Lösemittellack ist. „Das Holz wird bei dieser Lackierung nicht haptisch verschlossen. Es fühlt sich also so an, wie geöltes oder nahezu unbeschichtetes Holz, ist aber dennoch resistent gegen Umwelteinflüsse“, erklärt Schnur. Geländer und Stufen machen die angenehme Haptik und die Robustheit der Lackierung erlebbar.

„Wir haben hier immer den Wechsel zwischen dem Bereich der Industrie, in dem sich Covestro befindet, und dem Ausstellungsbereich, der der Kontext der interzum ist. Ich wollte aber auch ein Stück Wohnlichkeit symbolisieren, indem wir Holz verwenden und einen gepolsterten Sitz haben. Somit bewegt sich das Objekt im Dreieck Ausstellung, Industrie und Wohnlichkeit“, führt Schnur weiter aus.

Die Idee mit der Factory war schnell gefunden: „Covestro befindet sich in einem industriellen Kontext und das wollte ich auch so darstellen. Aber um diesen kühlen Begriff zu erweitern, ist mir Andy Warhols Factory eingefallen, also ein Umschlagplatz für Kreative.“ Dieses Bild – auf der einen Seite die Prduktionsstätte der Industrie und auf der anderen Seite die Produktionsstätte der Ideen – hat Schnur in seinem Exponat miteinander kombiniert.

Weitere Informationen:
www.thomasschnur.com
www.covestro.com

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