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Literaturtipp: Karl Hugo Schmölz – Architekturfotografie der Nachkriegszeit

Die Kölner Bastei mit Blick auf den Rhein. © Artbookers, Archiv Wim Cox, Köln
Die Kölner Bastei mit Blick auf den Rhein.
© Artbookers, Archiv Wim Cox, Köln

Karl Hugo Schmölz zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Architekturfotografie der Nachkriegszeit. Mit seiner Plattenkamera hat der Kölner Fotograf nicht nur die zerstörte Stadt in äußerst sachlichem Stil dokumentiert, sondern auch den Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder in seiner baulichen Gestaltung begleitet. Der Verlag Artbookers hat bisher größtenteils unveröffentlichte Arbeiten aus der Zeit zwischen 1944 und 1958 auf eine ungewöhnliche Art präsentiert – als E-Book.

Offen und formenreich präsentieren sich die Werke des Neuen Bauens. Klarheit, Leichtigkeit und Schlichtheit sind die gestalterischen Merkmale der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Glasfassaden, freistehende Pfeiler, weit auskragende Dächer oder kunstvoll geschwungene Treppenhäuser sind Ausdruck der Neuen Sachlichkeit in der Architektur der 1950er Jahre. Schmölz setzt sie kunstvoll in Szene, mit klar strukturiertem Raumaufbau und teils raffinierter Lichtführung. Menschen spielten, wenn überhaupt, nur eine Nebenrolle – Hauptfigur war allein die Architektur.

© Artbookers, Archiv Wim Cox, Köln,
© Artbookers, Archiv Wim Cox, Köln,

Die im digitalen Bildband „Karl Hugo Schmölz – Architekturfotografie der Nachkriegszeit“ veröffentlichten Motive erstrecken sich von den Trümmerlandschaften unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die Wirtschaftswunderjahre. Die Bilder laden ein zu einer Zeitreise in die Alltagswelt einer vergangenen Epoche. So waren die schwer beschädigten Kirchen, Rathäuser, Theater und Museen für Schmölz immer noch faszinierende Zeugnisse der Architektur.

Das Bayer-Haus in Köln, 1954 © Artbookers, Archiv Wim Cox, Köln
Das Bayer-Haus in Köln, 1954
© Artbookers, Archiv Wim Cox, Köln

Nach den neoklassizistischen Repräsentationsbauten des Nationalsozialismus‘ wurden in vielen Teilen Deutschlands wieder an die Vorkriegsmoderne angeknüpft. Die Gebäude waren wieder hell und transparent, demokratische Ideale sollten sich in der Architektur widerspiegeln. Und Schmölz lieferte Bildästhetik dazu: mit Treppenhäusern, die sich in Lichtsäulen verwandeln, mit dem Blick durch die Glasfassaden der neuen Geschäftshäuser und Schaufenster, mit Schlichtheit und Klarheit.

Trennenhaus im NWRD in Köln und das Treppenhaus der Kunstschmiede Knappsack, beides 1952 © Artbookers, Archiv Wim Cox, Köln
Trennenhaus im NWRD in Köln und das Treppenhaus der Kunstschmiede Knappsack, beides 1952
© Artbookers, Archiv Wim Cox, Köln

Dabei ging er mitunter sehr engagiert zu Werke – so wurden etwa Straßen unter Wasser gesetzt oder Häuser mit riesigen Stoffbahnen verhängt, um bestimmte Lichteffekte zu erzeugen. Fotografiert wurde durchweg mit einer hölzernen Plattenkamera, deren Glasnegative eine derart hohe Informationsdichte enthalten, dass sie heute in der Vergrößerung die Möglichkeit zu digitalen Entdeckungsreisen im Bild ermöglichen. Ihren dekorativen Charakter entfalten die Fotos auch als hochwertiger Fine-Art-Print: Ausgewählte Motive des E-Books können direkt über www.artbookers.com bestellt werden, ob als reine Prints, kaschiert auf Alu Dibond oder hinter einer Acrylglaskaschierung.

Weitere Informationen:
www.artbookers.com

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