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Pure Talents Contest-Nominee Pieter Peulen:
„Ich sollte mir häufiger besetzte Häuser ansehen.“

Foto: Pieter Peulen
Foto: Pieter Peulen

Der belgische Designer Pieter Peulen, geboren 1993, ist äußerst vielseitig interessiert ist. In seinen Arbeiten ist er immer auf die Lösung fokussiert und hält die Dinge gerne einfach. Inspiriert zu seinem Entwurf wurde Pieter Peulen schon zu seiner Studentenzeit, als er in eng bemessenem Wohnraum lebte. Durch die unterschiedliche Gestaltung der Rahmenkonstruktion kann Flexit zu einem Doppelbett, einem Schreibtisch oder einem Etagenbett werden. Wie er auf die Idee kam, erzählt er im Interview.

Warum bist du Designer geworden?
Als Junge habe ich ständig mein kleines Zimmer umgestaltet. Außerdem habe ich gerne Miniatur-Versionen von unserem Haus und auch von anderen Häusern aus Bauklötzen gebaut. Ungefähr mit 16 beschloss ich dann, Kunst und Interior Design zu studieren. Während meines Studiums entwickelte sich mein Interesse für das Möbeldesign, das seither stetig gewachsen ist.

Was war der ungewöhnlichste Ort, an dem dir schon mal etwas Gutes eingefallen ist?
An einem besetzten Haus habe ich einmal ein Baugerüst gesehen. Dieses Gerüst brachte mich auf den Gedanken, Flexit zu entwerfen. Vielleicht sollte ich mir öfter besetzte Häuser ansehen …

Braucht man heute als Designer noch einen Bleistift?
Ich bin eine sehr digitale Person und die meisten meiner Arbeiten entstehen zunächst am Computer; allerdings wird digitale Kunst niemals diese besondere Wirkung bezüglich Anmutung und Haptik haben können, die eine Zeichnung oder ein Gemälde ausstrahlt …

Hast du ein Vorbild?
Nein, ein bestimmtes Vorbild habe ich nicht. Aber ich hatte immer schon ein Faible für die Arbeiten japanischer Designer und Architekten. Sie sind oft so real und puristisch, aber auf ihre Weise auch futuristisch.

Macht Design glücklich?
I love having design around me, from my clothes to my furniture, it makes me feel like I have my life together!Ich liebe es, von Design umgeben zu sein, sei es bei meiner Kleidung oder was meine Möbel betrifft. Das gibt mir irgendwie das Gefühl, mein Leben im Griff zu haben.

Flexit verändert sich mit den Bedürfnissen seiner Nutzer, vom Etagenbett zum Schreibtisch zum Doppelbett. Foto: Pieter Peulen
Flexit verändert sich mit den Bedürfnissen seiner Nutzer, vom Etagenbett zum Schreibtisch zum Doppelbett.
Foto: Pieter Peulen

Was findest du am Designberuf befriedigend?
Ich liebe es, wenn am Ende alles zusammenpasst. Der Prozess dahin fühlt sich manchmal ganz schön zäh an – aber wenn das Ergebnis dann endlich da ist, ist das unglaublich befriedigend!

Gibt es eine Designwelt jenseits der Serienproduktion, und wenn, wie wichtig ist sie für dich?
Auch wenn wir alle Menschen sind, hat doch niemand das gleiche Leben oder die gleichen Bedürfnisse und Sehnsüchte. Ich glaube nicht, dass die Serienproduktion so schlecht ist für die Designwelt, aber vielleicht sollte mehr experimentiert werden mit individuell anpassbarem Design, damit sich die Dinge nicht so anfühlen wie aus langweiliger Massenproduktion.

Worauf kannst du beim Arbeiten auf keinen Fall verzichten?
Ich würde sagen, auf mein Telefon. Ich stelle immer alles sofort online, aber auch den Taschenrechner und die Notizen-App habe ich während der Arbeit immer geöffnet.

Was müsste dringend einmal erfunden werden?
Design ist heutzutage irgendwie ziemlich ernst, es kommt mir so vor, als würden alle versuchen, das Rad neu zu erfinden. Ich vermisse etwas mehr Humor darin. In den Arbeiten einiger Künstler steckt zwar definitiv Humor, aber wenn Objekte in die Massenproduktion gehen, wird es dann doch ein ziemlich ernstes Geschäft.

Was bedeutet der Auftritt auf der imm cologne für dich?
Als junger Designer ist das Schönste das dir passieren kann, Chancen zu bekommen und Anerkennung zu finden. Ich bin daher sehr glücklich, dass ich hier meine Arbeit einem so großen Publikum zeigen kann.

Hier gibt’s mehr Infos zu den Teilnehmern des Pure Talents Contest und ihren Projekten.

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