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Pure Talents Contest-Nominee David Ciernicki: „Der schönste Moment ist, wenn eine Idee Form annimmt.“

Foto: David Ciernicki
Foto: David Ciernicki

David Ciernicki, 1987 in Düsseldorf geboren, brachte das Interesse an Fotografie und Mode an die Universität der Künste in Berlin. Hier entdeckte er Produktdesign als seine Profession. In einer Welt, die zu viel Müll produziert, ist das ruhelose Nacheifern nach Trends seiner Meinung nach der falsche Ansatz. Der Fokus sollte bei der Entwicklung eines Produkts nicht nur auf dessen „Schönheit“, sondern auch auf dem Lösen von Problemen liegen. Das Modulsystem Major Tom, sein Beitrag zum Pure Talents Contest der imm cologne, soll dank eines cleveren Verbindungssystems einen schnellen Auf-, Ab- oder Umbau von Möbeln ermöglichen.

Warum bist du Designer geworden?
Im Grunde war mir immer klar dass ich gestalterisch Arbeiten möchte. Ich habe immer einen Drang in mir verspürt Dinge zu erschaffen. Die Fotografie und die Mode brachten mich zum Studium an die Udk nach Berlin und dort wurde mir schnell klar dass ich Produktdesign machen möchte. Ein größeres Hadern gab es nie.

Was war der ungewöhnlichste Ort, an dem dir schon mal etwas Gutes eingefallen ist?
An einen besonders ungewöhnlichen Ort kann ich mich nicht erinnern. Es passiert mir aber sehr oft dass ich mitten in einem Gespräch, gerade dann wenn es um ein völlig anderes Thema geht, auf die Lösung eines Problems komme.

Braucht man als Gestalter heute noch einen Bleistift?
Solange man als Gestalter einen Weg findet seine Ideen anders zu visualisieren und formulieren ist der Bleistift nicht zwingend notwendig. Um ganz ehrlich zu sein bin ich selbst kein großer Zeichner. Im Studium habe ich mir angewöhnt sehr schnell in die Werkstatt zu gehen und explorativ an Modellen zu entwickeln. Cad-Programme sind verhältnismäßig spät Teil meines Entwurfsprozesses geworden, wenn auch heute unerlässlich.

Hast du ein Vorbild?
Ein Vorbild habe ich nicht, aber es gibt durchaus Persönlichkeiten, die mich inspirieren und begeistern.

Macht Design glücklich?
Gestalten macht mich glücklich. Nicht weil Design so toll ist, sondern weil ich das Glück habe mein Passion Arbeit nennen zu können. Gleichzeitig ist Gestaltung aber auch sehr anstrengend und fordernd. Ein Arbeitstag kann aus Phasen höchsten Glücks und tiefster Mutlosigkeit bestehen und im Nachhinein als völlig normal beschrieben werden. Design selbst kann nicht glücklich machen, es kann erfreuen und gefallen.

Das Modulsystem Major Tom ermöglicht dank einem cleveren Verbindungssystem einen schnellen Auf-, Ab- oder Umbau von Möbeln. Foto: David Ciernicki
Das Modulsystem Major Tom ermöglicht dank einem cleveren Verbindungssystem einen schnellen Auf-, Ab- oder Umbau von Möbeln. Foto: David Ciernicki

Was findest du am Designberuf befriedigend bzw. unbefriedigend?
Der schönste Moment ist, wenn eine Idee Form annimmt und sich entwickelt. Unbefriedigend ist die Arbeiten wenn Lösungen unfertig oder notdürftiger Natur sind. Wenn Produkte nur für eine kurze Lebensdauer konzipiert werden oder man nicht alles Rausholen konnte was möglich war.

Gibt es eine Designwelt jenseits der Serienproduktion, und wenn, wie wichtig ist sie für dich?
Die Serienproduktion bietet den Menschen die Möglichkeit sich Dinge zu leisten, und dem Designer die Chance Menschen zu erreichen. Gleichzeitig führt sie zu dieser ruhelosen Situation, in der ein Gegenstand zu schnell an Wert verliert. Das Einzelstück wird seine Renaissance erleben. Ich denke, dass die Entwicklung des 3D-Drucks und dessen Möglichkeiten und Einfluss alles verändern wird.

Worauf kannst du beim Arbeiten auf keinen Fall verzichten?
Ein Minimum an Werkzeugen, Materialien und wahrscheinlich meinen Laptop.

Was müsste dringend einmal erfunden werden?
Die Zeitmaschine! Unbedingt! Ich würde gerne mehr Sachen ausprobieren, noch mehr lernen und vielleicht noch Architektur studieren.

Was bedeutet der Auftritt auf der imm cologne für dich?
Ich bin sehr glücklich über die Chance auf der imm cologne meine Idee zu präsentieren. Ich hoffe auf konstruktive Kritik und wünsche mir, dass sich weitere Projekt ergeben.

Hier gibt’s mehr Infos zu den Teilnehmern des Pure Talents Contest und ihren Projekten.

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