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Plattform für Contract Business: Die imm cologne 2017 fördert das Objektgeschäft

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Motorola Headquarters, Chicago/USA (Architektur: Gensler), Sitzmöbel Scope von COR
Foto: COR

Aussteller und Fachbesucher schätzen die imm cologne als Plattform für das Objektgeschäft. Die Ausstattung von Hotels, Shops und anderen Projekten hat für Hersteller aus der Möbel- und Einrichtungsbranche eine wachsende Bedeutung. In Köln bieten sie vom 16. bis zum 22. Januar 2017 ein vielfältiges Angebot für diesen Bereich – von neuen Produkten über individuelle Beratung bis hin zu maßgeschneiderten Lösungen.

Ob Hotelzimmer oder Lobby, Ladengeschäft, Museumscafe oder Lounge – über 150 Aussteller zeigen auf der imm cologne 2017 Neues und Bewährtes für das Objektgeschäft. Spezialisierte Anbieter für hohe Stückzahlen präsentieren sich in Köln mit ihrer Kompetenz und Erfahrung. Unter dem Stichwort „Contract Business“ finden Planer neue Impulse für ihre Projekte und ein vielfältiges Angebot. Die Bandbreite auf der internationalen Einrichtungsmesse reicht von Ausstattungen für Hotels und Gastronomie, Möbel für Lounges und Empfangsbereiche, Büros und Bildungsstätten bis hin zu Design für die Bereiche Health Care und Wellness.

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System 180: K-Serie, Workbench
Foto: System 180

Für Aussteller wie das Berliner Unternehmen System 180 ist die Objektausstattung das „Brot und Butter“-Geschäft. „Hier schreiben wir ca. 80 Prozent unseres Umsatzes im Bereich Möbelbau“, so der Vertriebsleiter Francesco Coccia. Um jenseits von Standardlösungen Neues zu entwickeln, setzen viele Aussteller der imm cologne auf maßgeschneiderte Konzepte. Unter dem Schlüsselwort „Customizing“ werden Produkte den Kundenwünschen angepasst oder eigene Entwürfe von Architekten und Interior Designern umgesetzt. „Die Grenzen verschieben sich – zum Serienmöbel gibt es zunehmend auch Individuelle Lösungen“ stellt der Designer Magnus Mewes fest, der seine Möbel aus alten Barrique-Fässern auf der kommenden imm cologne präsentiert.

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Weinbar Schmidt Z & Ko in Berlin, Möbel von Magnus Mewes
Foto: Schmidt Z & Ko, Berlin

Viele Aussteller, die eigentlich aus dem privaten Wohnbereich kommen, sehen ebenfalls eine wachsende Relevanz der Objektausstattung. „Durch das Objektgeschäft haben wir als Hersteller die Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erschließen“, konstatiert der Vertriebsleiter der renommierten Möbelmarke COR, Stefan Kappel-Sudbrock. Die Wünsche der Auftraggeber sind bei COR sehr individuell, so dass der Polstermöbelhersteller zahlreiche kundenspezifische Lösungen realisiert. Auch in anderen Segmenten wird eine maßgeschneiderte Gestaltung immer wichtiger. „Einen Schwerpunkt legen wir auf sehr individuelle und neuartige Gestaltungskonzepte“, so der Geschäftsführer des Outdoor-Spezialisten Fischer Möbel, Will Seyfang. „Dazu wollen wir intensiv mit Planern zusammenarbeiten.“

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Room Mate Giulia Hotel (Design: Patricia Urquiola), Mailand/Italien
Foto: Room Mate Hotels

Internationale Aussteller schätzen die imm cologne als Plattform für neue Kontakte zu Planern aus dem Contract Business. „Wir steigern mehr und mehr den Objektbereich und kontaktieren Interior Designer, Architekten, Objektausstatter und andere Spezialisten aus für uns neuen Absatzländern“, sagt Roberto de Lorenzo, Inhaber von Milano Bedding. Der italienische Hersteller von Betten und Schlafsofas möchte den derzeitigen Anteil des Objektgeschäfts am Umsatz von rund 25 Prozent weiter steigern. Auch viele andere Aussteller bieten individuelle Beratungsleistungen für Planer. Speziell geschulte Mitarbeiter stehen für das Thema Contract als Ansprechpartner zur Verfügung. Eigene Servicetools erleichtern zudem Architekten, Innenarchitekten und anderen Experten die Planung der Objektausstattung – bis hin zur Entwicklung von Gesamtkonzepten.

Individuelle Möglichkeiten der Planung scheinen mit Blick auf heutige Gestaltungsanforderungen nötiger denn je. So sieht Patricia Urquiola ein zunehmendes Verwischen der Grenzen von privatem Wohn- und Objektbereich: „Manchmal ist man in einer eher öffentlichen, zu anderen Zeiten in einer eher privaten Umgebung. Aber das kann in einer Hotellobby der Fall sein oder im Büro, am Flughafen oder an vielen anderen Orten.“ Die spanische Star-Designerin ist als Entwerferin und seit 2015 auch als Art Direktorin der italienischen Möbelmarke Cassina regelmäßiger Gast auf der imm cologne. „Ich komme seit vielen Jahren zur Messe nach Köln. Es werden hier so viele Dinge zusammengeführt, das Ganze ist wirklich sehr komplex.“

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