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Buntes Revival: Design der 70er für die Einrichtung

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Fotos: Koelnmesse, Walter Knoll, COR, Müller Möbelwerkstätten, AMINI, NORR11, Ligne Roset

Das Comeback von Möbelentwürfen aus den 70er-Jahren hält an. Was damals für das entspannte Lebensgefühl der Zeit entworfen wurde, feiert heute ein fröhliches Revival. Aussteller der imm cologne geben den Entwürfen der Seventies neuen Glanz.

Ob in der Musik, der Kleidung oder der Einrichtung – die 70er-Jahre waren vor allem bunt. Sowohl die gesellschaftlichen Umbrüche der Zeit als auch die Suche nach anderen Darstellungsformen führten zu einer kaum dagewesenen Gestaltungsvielfalt. Dynamische Formen und leuchtende Farben zogen in die Wohnung ein. Neue Materialien veränderten das Interior Design. Möbel wurden aufgefrischt, gerieten in Bewegung oder verwandelten sich in farbenfrohe Objekte.

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Relaxer One Chair von NORR11 (Design: Verner Panton, 1974)
Foto: NORR11

Die bunte Ausgelassenheit und Experimentierfreude der 70er-Jahre zeigte sich auch auf der damaligen Kölner Möbelmesse. Nicht nur die Produkte, sondern auch die Messestände selbst präsentierten sich in neuen Formen und kräftigen Farben. Inspiriert von Popkultur und Science-Fiction wurden Wohnräume neu gedacht. Futuristisches Design wie die kugelrunde „Küche der Zukunft“ erregten Aufsehen. Ausstellungen thematisierten das „Wohnen heute“ mit neuen Materialien wie Kunststoff und experimentellen Formen – so wie die Schau „Visiona“, die 1970 während der Möbelmesse auf einem Rheinschiff gezeigt wurde. Im Auftrag der Bayer AG gestaltete der dänische Designer Verner Panton eine Wohnlandschaft mit leuchtenden Farben und organischen Formen als radikale Zukunftsvision.

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Teppichkollektion „Isola“ von AMINI (Design: Joe Colombo)
Foto: AMINI

Das entspannte, informelle Lebensgefühl der Zeit spiegeln auch die damals entstandenen Möbel wider. Der ebenfalls von Verner Panton entworfene „Relaxer One Chair“ von 1974 trägt diese Haltung schon im Namen. Heute ist der bequeme Schaukelstuhl über den deutschen Hersteller NORR11 wieder erhältlich, der eine Version mit Leder- oder Stoffpolster anbietet. Auch viele andere Entwürfe der 70er-Jahre wurden von Ausstellern der imm cologne 2017 zu neuem Leben erweckt. Auf die damalige Zeit geht zum Beispiel der Entwurf des modularen Sofas „Trio“ von COR zurück. Die Müller Möbelwerkstätten haben Rolf Heides „Sofabank“ von 1969 wieder aufgelegt und das Designlabel Ligne Roset hat mit dem Modell „Togo“ des französischen Entwerfers Michel Ducaroy ebenfalls ein Kultsofa aus den 70er-Jahren im Programm.

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Sofa „Trio“ von COR (Erstentwurf: team form ag, 1972)
Foto: COR

In einer eigenen „Classic Edition“ bietet Walter Knoll die Wiederauflage des „Berlin Chairs“, der 1975 vom Architekten Meinhard von Gerkan für die VIP-Lounge des Flughafens Berlin-Tegel entworfen wurde. Revivals aus den 70er-Jahren kommen auch aus Italien, wo Designer damals besonders experimentierfreudig waren. Ein Beispiel ist das Aufbewahrungsmöbel „Revolving Cabinet“ mit drehbaren Schubladen, das der japanische Designer Shiro Kuramata 1970 für Cappellini entworfen hat. Die damalige Dynamik findet sich ebenso in den Produkten des italienischen Teppichherstellers AMINI. Futuristische Grafikmuster von Joe Colombo prägen das Retrodesign der aktuellen Kollektionen – zukunftsweisende Formen von damals für den Lifestyle von heute.

Den jeweiligen Standort der genannten Hersteller auf der imm cologne 2017 finden Sie in unserer Ausstellersuche.

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