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Pure Talents Contest Nominee Christoph Hauf: „Mich interessieren unterschiedliche Herstellungsmethoden“

Foto: Christoph Hauf
Foto: Christoph Hauf

Christoph Hauf, 1991 in Karlsruhe geboren, studiert Produktdesign in seiner Heimatstadt. Mit seinem Eckspiegel Slanted Mirror, wurde er für die Teilnahme am Pure Talents Contest der imm cologne 2017 nominiert. Die Spiegelform, ein gestrecktes Trapez, ermöglicht einen bündigen Kontakt zu Wand und Boden, ohne dabei einen Rahmen zu verwenden. Durch die diagonale Spiegelung des Zimmers will der Slanted Mirror die Betrachtung des Raums in neue Verhältnisse setzen. Sein Verhältnis zum Design beschreibt er im Interview.

Warum bist du Designer geworden?
Wenn meine Arbeit den Betrachter auf einer emotionalen Ebene berührt, ein neues Bild oder eine neue Idee in ihm erzeugt, dann habe ich etwas Wichtiges geteilt. Als Designer habe ich die Chance dazu.

Was war der ungewöhnlichste Ort, an dem dir schon mal etwas Gutes eingefallen ist?
Der Ort ist dabei nicht immer entscheidend, sondern die Stimmung, in der ich mich befinde. Da können Entspannung und Stress in gleichem Maße förderlich für meine Arbeit sein. Die Frage ist viel eher, nach welcher Art von Ergebnis man sucht oder strebt.

Braucht ein Designer heute noch einen Bleistift?
Eine Linie im CAD-Programm ist erbarmungslos exakt, kann aber einige Schritte beschleunigen. Der Bleistiftstrich hingegen tanzt, erlaubt Fehler, Ungenauigkeiten die zu neuen Ideen führen.

Hast du ein Vorbild?
Viele. Begeistern lassen kann ich mich schnell. Selten kommen sie aber aus dem eigenen Bereich. Videos von Romain Gavras oder Arbeiten von Katharina Grosse fallen mir spontan ein. Ob bildende Kunst oder Film, beide gestalten Welten, in denen ich mich verlieren könnte.

Macht Design glücklich?
Schwierige Frage. Die eigene Umgebung zu gestalten kann glücklich machen. Es sollte allerdings nicht das Einzige sein was mich antreibt. Davon abgesehen, ja, absolut.

Durch seine Form ermöglicht der Slanted Mirror einen bündigen Kontakt zu Wand und Boden. Foto: Christoph Hauf
Durch seine Form ermöglicht der Slanted Mirror einen bündigen Kontakt zu Wand und Boden.
Foto: Christoph Hauf

Was findest du am Designberuf befriedigend bzw. unbefriedigend?
Die Strahlkraft der Designwelt vermittelt ein Bild der absoluten Kreativität. Oft sind Designbüros ohne direkten Draht zur Industrie auf Nebentätigkeiten angewiesen. Genau diese Nebenjobs können wiederum sehr viel geben. Ob Creative Direction, Messebau, Styling oder Fotografie, mit der Vielfalt bleibt der Beruf mehr als interessant.

Gibt es eine Designwelt jenseits der Serienproduktion, und wenn, wie wichtig ist sie für dich?
Den Spagat zwischen Massenprodukten und Galerieobjekten schaffen anscheinend nur sehr wenige. Dazu gehören fundiertes Wissen über entsprechende Fertigungsprozesse und ein feinfühliger und vor allem sicherer Umgang mit der Präsentation eigener Arbeiten in der Öffentlichkeit. Mich interessiert das Eintauchen in unterschiedliche Herstellungsmethoden, und dabei trotzdem den Blick für das Ganze zu behalten.

Worauf kannst du beim Arbeiten auf keinen Fall verzichten?
Ruhe. Ich trage oft Kopfhörer, obwohl ich keine Musik höre (und ab und zu Musik, ganz laut).

Was müsste dringend einmal erfunden werden?
Etwas komplett neu zu erfinden, darüber muss ich mir noch Gedanken machen … Vielleicht einen Spiegel für die Ecke?

Was bedeutet der Auftritt auf der imm cologne für dich?
Eine Halle mit Hochschulen und Mitstreitern teilen, dort mein Produkt der Öffentlichkeit präsentieren zu dürfen und vielleicht den einen oder anderen Diskurs erleben. Das klingt doch gut, ich bin gespannt!

Hier gibt’s mehr Infos zu den Teilnehmern des Pure Talents Contest und ihren Projekten.

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