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Furnier: Ein Stück Natur in individuellem Design

© IFN/Danzer
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In Zeiten eines steigenden Nachhaltigkeitsbewusstseins sind nachwachsende Rohstoffe gefragter denn je. An der Spitze dieser Rohstoffe steht Holz als sehr vielseitig verwendbares Naturmaterial: Neben Möbeln lässt sich Holz für Bodenbeläge, Türen, Fenster, Treppen und sogar für Häuser verwenden. Oder eben für Furnier, das sich exzellent für die Oberflächen hochwertiger Möbel eignet, aber auch für Lampen, den Innenraum von Autos oder sogar für Brillen, Mousepads und Sportgeräte.

© IFN/Schlautmann
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Furnier erzielt seine Wirkung durch die natürliche Farbe des Holzes. Diese kann bei jeder Baumart, aber auch innerhalb einer Holzart und sogar im Verlauf eines einzigen Baumstammes sehr unterschiedlich sein. Hinzu kommen Maserungen von dezent bis wild, die jedes furnierte Möbelstück zu einem Unikat werden lassen.

Von außen betrachtet haben Bäume allerdings eine raue, nicht unbedingt schöne Oberfläche. Sie sind Gebilde, denen im Winter, ohne ihr grünes Kleid und bei dichtem Nebel, sogar etwas Unheimliches anhaften kann. Aber in ihrem Inneren schlummert eine fantasievolle Welt aus unterschiedlichsten Farbnuancen und individuellen Mustern.

© IFN/LeuchtNatur
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Den richtigen Baum für die Produktion von edlen Furnierblättern zu finden, ist eine Kunst für sich, denn der Baum muss hierfür besonders schön gewachsen sein. In den meisten Fällen werden für Furniere Ahorn, Buche, Eiche, Esche oder Nussbaum verwendet. Ist der richtige Baum mit interessantem Wuchs ausgemacht, wird er gefällt. Die richtige Jahreszeit ist dabei der Winter, denn dann entwickelt der Baum kaum noch störende Triebe und das Holz ist recht trocken. Im Werk wird der Baum dann geschält, gemessert, geschnitten oder man erreicht mit einer speziellen Säge eine extrem raue und ursprüngliche Optik. Die Dicke der dabei herauskommenden Furnierblätter variiert je nach späterem Einsatzzweck. Sehr feine Furnierblätter sind lediglich 0,45 Millimeter dünn, während massivere Exemplare es auf eine Dicke von 6 Millimetern und mehr bringen.

© IFN/Roser AG/Orea AG
© IFN/Roser AG/Orea AG

Die fertigen Furnierblätter müssen langsam und vorsichtig weiter getrocknet werden, damit das Holz nicht wellig wird oder reißt. Dann werden sie nach Qualitätsstufen unterteilt und nach Sorten gestapelt. Schließlich werden sie zugeschnitten und man setzt die Einzelteile zu einem „Deck“ zusammen, welches dann mit Leim und unter hohem Druck auf Spanplatten, MDF-Platten, Multiplexplatten, Sperrholz oder Massivholz-Stäbchenplatten aufgeleimt und verpresst wird.

Welche unterschiedlichen Trägerplatten es für Furnier gibt, erfahren Sie demnächst hier im Blog.

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