Wohnwelten

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Wo es überall glänzt und schimmert, wird Matt zum Zeichen von Exklusivität. Dunkles Matt ist das neue Schwarz – besonders aktuell in Form klassischer Schwarz-Weiß-Kontraste. Mattschwarz schafft durch Ton-in-Ton-Nuancen, Strukturen und Ornamentik verführerische Tiefe in der Fläche. Zusammen mit metallischen Akzenten in Hochglanz oder Matt – dominiert von Kupfer – und ungewohnten Farbkombinationen von Rot und Rosa bis zur angesagten Kombi von Türkis-Tönen und warmem Holz zeigen sich die Farb-Trends geprägt von matten und authentisch wirkenden Oberflächen. Nicht zu vergessen sind auch die viele Nuancen heller Hölzer von gekälkter Eiche bis zur honigfarbigen Buche für Böden und Möbel.

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Schiebetüren, die auf eine kurze Berührung auch auf und zu schweben, lichtdurchlässige Furniere, Betonwände oder rostige Türen von der Tapetenrolle oder matte Oberflächen, die nicht nach jeder Berührung gleich wieder geputzt werden müssen – das sind innovative Features von Möbeln und Ausstattungen für den Interior Design-Bereich, die nicht nur Endverbraucher, sondern auch Innenarchitekten und Möbeldesigner interessieren. Der Designer ist es schließlich, der die Funktionen konzipiert und die Formen festlegt, der sich für ein Material und eine Farbe entscheidet. Doch welche Möglichkeiten der Formung ihm zur Verfügung stehen, welche Materialien zur Konstruktion, Polsterung oder Verkleidung eines Möbels, und vor allem, zwischen welchen Oberflächen er auswählen kann – das ist weitgehend von den Unternehmen abhängig, die die Elemente entwickeln, aus denen Möbel, Wände und Fußböden gemacht werden.

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Auch der Wunsch nach dem Originalen ist zu einem allgemeinen Trend geworden. Quasi als Ausgleich des in unserer Gesellschaft angelegten Widerspruchs von Individualismus und Massenfertigung ist das Echte und Einmalige geradezu zum Inbegriff von Kostbarkeit und persönlichem Stil geworden. So ist beim Einrichten ist Originalität Trumpf – ob echt oder nur fast echt erscheint vielfach zweitrangig. Und tatsächlich machen moderne Technologien heute sogar eine Individualisierung von in Massen gefertigten Gütern möglich.

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Authentisch wirkende Materialien für Böden und Wände, Türen und Möbel, in Form von Tapeten, Laminaten, Arbeitsplatten und Bezugsstoffen aus Kunstleder und bedrucktem Kork sehen nicht nur täuschend echt aus und sind manchmal sogar robuster und pflegeleichter als ihre Vorbilder, sondern lassen sich zum Teil auch durch (Foto-)Motive oder exklusive Farbgebung individualisieren. Nur selten wird mit dem Label „Fake“ selbstbewusst gespielt – meist wird die authentische Optik konsequent und ohne jede Ironie durchgehalten. Mit überraschendem Erfolg: Ganze Wände zeigen ein täuschend echtes Cortenstahl-Rost-Rot oder ein textil wirkendes Jeans-Blau und bei manchen Böden weiß man nicht zu sagen, ob er aus Holz oder Beton gearbeitet ist. Besonders tiefe Strukturierung unterstützt eine täuschend echt wirkende Holzhaptik. 3D- und Starkschnittfurniere eignen sich ideal nicht nur für den Innenraum von Autos, sondern auch zur Gestaltung von Polstermöbelteilen, wie etwa der Stuhl Seam von infinity by OMP zeigt. Und auch das Gewicht spielt hierbei eine Rolle – sparen massiv aussehende, furnierte Holzfaserplatten oder Verbundplatten doch Gewicht, Rohstoff und Transportenergie.

Pure24_2016_Wohnwelten_Danzer
 
Doch auch beim Thema Nachhaltigkeit macht die Möbelindustrie stetig Fortschritte. So können Leichtbauwerkstoffe immer häufiger nahezu materialrein oder zumindest ohne schädliche Zusatzstoffe produziert werden. Das Fraunhofer-Institut für Holzforschung WKI stellte gar einen zu 100 Prozent aus Holz bestehenden, problemlos recycelbaren Holzschaum vor, der ganz ohne petrochemische Zusätze auskommt und als Ersatz für Verpackungsmaterialien und als Grundlage für Leichtbaumaterialien entwickelt wurde. Auch das gute alte Sperrholz kann ausgesprochen innovativ verwendet werden, wie die Bauplatte Flex von Ply Project zeigt, die Flexibilität und eine harte Oberfläche miteinander verbindet.

Fotos:
Rostige Türen von der Tapetenrolle von Stoneslikestones
Lichtdurchlässige Furniere Radiant von Alpi
Rollbetonwand von Stoneslikestones
Textil wirkendes Denim von Formica
3D-Furnier von Danzer für den Seame Chair von OMP

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