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Individualisierung und Echtheit bleiben im Trend

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Das Echte lässt sich nicht wirklich ersetzen. Um das zu bekräftigen und ein Holzstück zu einem unverwechselbaren Einzelstück zu machen, wird mitunter tief in die Trickkiste gegriffen. So lassen sich von dem Trüffelbuche-Furnier von Mehling & Wiesmann prinzipiell keine großen Mengen herstellen, denn es wird aus Hölzern gewonnen, die in einem langwierigen Verfahren mit verschiedenen Pilzen veredelt wurden, um gezielt Verfärbungen in strukturstarker, ja fast marmorartiger, tatsächlich einzigartiger Qualität zu erzielen. In diesem Zusammenhang sind – wie in der Automobilindustrie – auch individualisierbare Produkte ein Thema, das nicht nur bei den Oberflächen, sondern auch bei den Möbelsystemen eine wachsende Rolle spielt. So beispielsweise bei dem Schubkastensystem Hox von Woodbox, einer Hybridbox mit per Klip fixierbaren Fronten, bei der die Seitenteile aus unterschiedlichen, auch exklusiv reservierbaren Materialien und Dekoren auszuwählen sind.

Derzeit sind es aber vor allem Materialien, die eine irgendwie besondere, vorzugsweise betont sinnliche Qualität besitzen, die einen großen Zauber auf Hersteller und Möbelmacher ausüben. Oberflächen werden eben nicht nur individualisierbar, sondern auch antibakteriell, resistent gegen Fingerabdrücke, semi-transparent und in der Haptik – je nach Wunsch – besonders samtig oder rau, zeigen Verschalungsspuren und Gießlöcher, schimmern in matt und glänzend changierender Ornamentik, schlucken Lärm oder sehen genauso aus wie Glas – sind aber fester. Und nun duften sie sogar noch: Zu Dekorlatten und Akustikpaneelen verpresst gibt Organiod Räumen durch Kaffeebohnen, Vanilleschoten, Lavendel oder Heublumen ihr ganz eigenes Klima.

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Und noch ein Element zur multisensuellen Ausstattung von Räumen und Möbeln tritt in den Fokus von Zulieferern und Designern: das Licht. Als integrales Gestaltungselement von Möbeln verleiht es ihnen eine weitere Dimension. Der angesagte Schwarz-Weiß-Kontrast kommt bei Lichtmöbeln besonders effektvoll zur Geltung, etwa bei den aktuellen Lichtregal-Modellen von Gera aus schwarz-braun eloxiertem Aluminium. Dank der so anpassungsfähigen LED stehen der Möbelindustrie inzwischen überraschend vielseitige Systemlösungen vor allem für Kastenmöbel, aber auch für Raumlösungen zur Verfügung. Das modulare LED-System Loox etwa von Häfele mit seinem Baukasten an diversen Einbau- und Unterbauleuchten, Schaltern, Steuerungen und Schnittstellen zu Soundsystemen wartet mit vielen neuen Optionen zur barrierefreien Integration des Lichts in unterschiedlichen Einsatzbereichen und Lichtfarben auf. Technische Features werden zum integralen Bestandteil des Möbels, egal, ob in Wohn- und Schlafzimmer, Küche oder Bad.

„Natürlich sind Holzoberflächen bzw. eine holzartige Anmutung im Bereich der hochwertigen Kasten- oder Küchenmöbel weiterhin dominant, aber ein Farbspiel im Sinne von kreativem „Mix to Match“ wird immer selbstverständlicher“, kommentiert die Farbexpertin Dr. Hildegard Kalthegener den Einfluss von Oberflächentrends auf das Möbeldesign. Durch einen Wechsel der Oberflächen innerhalb eines großen Möbels oder vom Möbel zur Wand wird es dynamischer im privaten Wohnraum. „Zur gekälkten Eiche gesellt sich gern ein tiefes, seriöses Asphaltgrau mit bläulicher Tendenz, oder zur italienischen Walnuss ein distanziertes, rauchiges Lichtblau. Beliebt sind auch kühle Türkis-Nuancen um Aqua, Petrol und Opal, besonders trendy als komplementärer Kontrast zum warmen Holz.“ Auf der Möbelzulieferermesse interzum sind der Farbexpertin auch honigfarbene Hölzer mit Schwarz-Weiß-Akzenten und cleverer Graphik aufgefallen, wobei das Schwarz-Weißthema mit Wechsel von Matt und Glanz in ihren Augen eine perfekte Ergänzung zu den derzeit beliebten Nuancen zwischen Kupfer und Eisenoxid darstellt. „Zusammengefasst nach vier Tagen Interzum bedeutet dies für mich: nach Bordeaux, Cyclam und Limette etablieren sich rauchiges Blau und kühles Aqua-Türkis als Absetzfarben zu honigfarbenem Holz.“

Fotos:
Gera Leuchten
Häfele

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