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„Das Haus“ 2016: Sebastian Herkner setzt ein Zeichen der Offenheit

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Wie könnte wohnen aussehen, wenn ein Designer seine Wunschvorstellungen tatsächlich auslebt? Wie viel von seiner Person, seiner Kultur und seinen Überzeugungen bezüglich Sinn, Funktion und Ästhetik von Architektur, Möbeln und Interior Design ist an einem solchen Entwurf ablesbar? Und wie sieht diese Vision wohl aus, wenn sie von einem deutschen Designer gestaltet wird? Sebastian Herkner, Produktdesigner mit eigenem Studio in Offenbach am Main , wird auf der nächsten imm cologne im Januar 2016 Gelegenheit haben, das zwischen Schwarzwaldstube, Bauhaus-Tradition und Braun-Ästhetik verortete Klischee vom deutschen Design in den Augen der internationalen Einrichtungswelt gründlich durcheinanderzuwirbeln. Die imm cologne nominiert den jungen Star der internationalen Designszene zum Guest of Honour 2016 und lädt ihn zu einer eigenen Interpretation des experimentellen Formats Das Haus – Interiors on Stage ein.

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Sebastian Herkners außergewöhnliches Gefühl für das Material und seine originellen, trotz ihrer Schnörkellosigkeit seltsam verführerischen Formlösungen haben dem 34-Jährigen schnell hohes internationales Ansehen eingebracht. Als Viel-Reisender sammelt er Eindrücke, Alltagsgegenstände und Handwerkstechniken. Marken wie Moroso, Fontana Arte, Sitzfeldt, Very Wood by Gervasoni, Sancal, Böwer, Gubi, Leff Amsterdam, Carl Mertens, Pulpo, La Chance, De Vorm, Rosenthal oder Nya Nordiska betrauen ihn mit Entwürfen für Möbel, Leuchten, Tableware und Showrooms. Er versteht es, die Wertigkeit eines Materials herauszustellen und dabei Handwerk und Hightech sinnvoll zu kombinieren. Viele seiner Entwürfe, die zunächst vor allem in der Galerie-Szene für Aufmerksamkeit sorgten, entfalten ihre Qualität erst durch traditionelle Handwerkstechniken – wie etwa der Tisch Bell Table (Classicon), dessen farbiger Glasfuß in Deutschland noch per Hand gefertigt wird.

Der in Bad Mergentheim geborene und an der HfG Offenbach ausgebildete Designer gründete 2006 sein eigenes Studio. Seinen Sinn für Details schärfte er während eines Jahrespraktikums beim Modelabel Stella McCartney in London. Seit seiner Auszeichnung durch die imm cologne für das Best Communication Concept 2009 erhielt er zahlreiche Preise von Magazinen wie Elle Deco und Wallpaper, den red dot design award, den Designpreis Deutschland, den German Design Award sowie jüngst – wieder von der imm cologne – den Interior Innovation Award.

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Für Das Haus – Interiors on Stage schwebt Herkner etwas vor, das unterschiedlicher nicht sein könnte im Vergleich zum kubischen, in zweistöckige Kammern unterteilten Entwurf des Shanghaier Architekturstudios Neri&Hu von 2015: Luftig und textil soll es sein, Das Haus 2016, und ein mit allen Sinnen erfahrbares Erlebnis offenen Wohnens vermitteln. „Ich möchte keine starren Mauern, sondern ein Haus, das Offenheit kommuniziert“, deutet Herkner die Eckpfeiler seines Konzepts an. „Ein Haus kann doch zweierlei aussagen: ‚Bleib draußen!‘ oder ‚Komm herein!‘. Angesichts der Flüchtlingsschicksale ist es Zeit, der politischen Abschottung ein Zeichen der Offenheit und der Empathie entgegenzusetzen“, findet Sebastian Herkner. „Wir sind mit dem Konzept für Das Haus weit gereist in den letzten Jahren und haben damit ein wirklich internationales Spektrum zeitgenössischer Gestaltung durch aufstrebende, ungewöhnliche Designer und Architekten nach Köln geholt“, kommentiert Dick Spierenburg, Creative Director der imm cologne, selbstbewusst die Erfolgsgeschichte der 2012 eingeführten Experimentierplattform. Der Holländer weiter: „Nach unserem großen Schritt nach China im letzten Jahr konnten wir an einem Talent wie Sebastian Herkner nicht mehr einfach vorbeigehen, nur weil er quasi um die Ecke wohnt. Das Haus von Herkner wird spektakulär, weil es wieder ganz anders sein wird: perspektivenreich, ausgefallen und sehr, sehr sinnlich. Ich verspreche mir davon ein Event, das nicht nur in der Fachwelt, sondern auch an den Publikumstagen Aufmerksamkeit erregt.“

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2016 wird Das Haus – Interiors on Stage in einem etwas anderen Umfeld stehen als in den Vorjahren: Nunmehr Teil der Halle Pure Editions bildet es den Mittelpunkt der neu eingeführten Platforms, deren offene Präsentationsarchitektur ein vielfältiges Spektrum Interior Design-relevanter Sortimente vom Sofa oder Stuhl über Outdoormöbel bis zu Lampen abbildet – gleichgültig, ob von großen Marken oder kleinen Labels. Durch die neue Struktur werden die wichtigsten Akteure und Design-Highlights in Pure Editions stärker zusammengefasst und besser erschlossen.

Weitere Informationen:
www.sebastianherkner.com
Foto 1: Ingmar Kurth; Sebastian Herkner
Foto 2: ClassiCon; Bell Table
Foto 3: Gubi; Collar
Foto 4: Moroso; Pipe Collection

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