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Aus einem Guss: ein Stuhl mit Ambitionen von Normann Copenhagen

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Mit „Form“ stellt Normann Copenhagen eine Reihe von neu interpretierten Stühlen und Tischen vor, die eine starke Designsprache mit innovativer Industrieproduktion verbinden. Der Name soll an die Entwicklung des Stuhldesigns im Laufe der Geschichte erinnern, durch die sich der Designer inspirierten ließ. Mit seiner weichen Silhouette, die auf ein skandinavisch-geradliniges Stuhlgestell trifft, ist der Form Chair Norman Copenhagens Antwort auf die Suche nach einem formvollendeten Stuhl.

Mit seinem Entwurf von Form will der dänische Designer Simon Legald die herkömmliche Stuhlkonstruktion neu interpretieren: „Für mich ist Formgebung die Essenz von Design. Sie macht es möglich, ein Produkt wiederzuerkennen und hebt es von anderen Designs ab. Die Formgebung ist das Erste, was man erblickt; die Funktion erlebt man erst später. Durch die Formgebung kann ein Designer seinen persönlichen Stempel aufdrücken.“ Ziel war es, einen Stuhl wie aus einem Guss zu schaffen, in dem Sitzfläche und Gestell eine Einheit bilden. Dafür hat Normann Copenhagen eine innovative und stilvolle Lösung gefunden, bei der die Beine in vier gegossene Kunststoffelemente montiert werden, die sich an die Form der Sitzfläche anpassen. Deshalb wirkt es beinahe so, als würde das Gestell aus der Schale herauswachsen.

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„Ich hatte seit vielen Jahren eine Vorstellung davon, wie der perfekte Stuhl aussehen sollte“, erklärt Legard seine Herangehensweise. „Ich wollte Rahmen und Sitz auf eine Weise miteinander verbinden, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Während der Designphase habe ich mir Hunderte von Entwürfen für Stühle angesehen, aus den unterschiedlichsten Epochen.“ Und so hat die Entwicklung der Serie Form von den ersten Entwürfen bis zur Fertigstellung drei Jahre in Anspruch genommen. Immer wieder wurden Winkel korrigiert, Kurven angeglichen, Farben angepasst und mehr als 20 Prototypen mit unterschiedlichen Neigungswinkeln und Stärken getestet. Schließlich sollte eine aussagekräftige Formgebung mit größtmöglichem Komfort verbunden werden. Das Ergebnis beschreibt der Hersteller als kompromissloses Design, das traditionelles Handwerk und Designgeschichte miteinander verbindet.

Dabei sollte eine flexible Sitzfläche geschaffen werden, die sich auf unterschiedliche Gestelle anpassen lässt – auch auf solche, die erst in Zukunft entwickelt werden. Der einfachste Weg, dies zu erreichen, bestand darin, in der Unterseite der Sitzschale verschiedene Aussparungen für die unterschiedlichen Gestelle zu gießen. Hierbei hat Normann Copenhagen großen Wert auf die Details gelegt. Das speziell entwickelte Montageprinzip des Stuhls ermöglicht es, die gleichen Aussparungen für verschiedene Gestelltypen zu nutzen.

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Form gibt es als modernen Schalenstuhl aus Kunststoffformguss, mit und ohne Armlehnen, sowie als Barhocker in zwei verschiedenen Höhen. Die Schalen werden aus hochwertigem Polypropylen hergestellt, das in nur einem Durchgang gegossen wird. Dies ergibt eine extrem robuste Konstruktion mit glatter und gleichmäßiger Oberfläche. Die Schalen werden zudem nachbearbeitet um alle sichtbaren Anschlussstellen, dort, wo der Kunststoff in die Form läuft, zu entfernen.

Das klassische, sehr stabile Gestell besteht aus lackiertem Stahl oder massivem, amerikanischem Eichen- oder Nussbaumholz mit FSC-Zertifikat. Die Holzgestelle werden von Möbeltischlern hergestellt, die sie von Hand zusammenbauen und nachschleifen. Die Stahlbeine sind aus Stahlrohren mit dicker Wandstärke angefertigt und dementsprechend stabil. Das Gestell wird ebenfalls von Hand geschweißt. Somit entfallen Schrauben und Schraubenlöcher, was die Konstruktion haltbarer macht. Die Stabilität soll zudem das Sitzgefühl verbessern. Alle Form-Stühle sind mit Abdeckungen aus Hartplastik ausgestattet, die für die meisten Bodenarten geeignet sind.

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Die Sitzschale wird industriell hergestellt. Das Ergebnis ist eine feine, matte und gleichmäßige Oberfläche mit nur minimalen Unebenheiten. Die Holzbeine verleihen dem Design eine exklusive, handwerkliche Komponente und warme Optik. In der Ausstattung mit Stahlbeinen Ton in Ton wirkt Form minimalistischer und zierlicher.

Durch die Formgebung folgt die Sitzschale dem Körper und will so für optimalen Sitzkomfort sorgen. So ist zum Beispiel die Sitzfläche breiter gestaltet und dadurch für die unterschiedlichsten Körperformen geeignet. Ein weiteres Detail ist die unterschiedliche Stärke des Schalenmaterials. Das vier Millimeter dünne Profil an der Oberseite der Rückenlehne bietet ausreichend Flexibilität, während die erhöhte Materialstärke im unteren Teil der Rückenlehne und der Sitzfläche zusätzliche Stabilität und Stütze bietet. Zudem wurde an der Oberseite der Rückenlehne eine kleine Kurve eingearbeitet, damit sich der Stuhl leichter vom Tisch herausziehen lässt.

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Die Schale gibt es in sechs Farben, die sorgfältig ausgewählt wurden. Das staubige Blau mit grauen Untertönen und das Hellgrau mit seinen subtilen Anklängen an Mineralien und Zement ist das Ergebnis umfangreicher Farbanalysen. Der grüne Farbton ist eine Nuance zwischen Waldgrün und Flaschengrün, während der ausdrucksstarke Rotton das ganze Spektrum sommerlicher Beerenfrüchte zeigt. Die Farbtöne Schwarz und Weiß wurden speziell für eine reine und ruhige Optik ausgewählt. Auch die Farbgebung der gegossenen Halterungen und Stahlgestelle wurde sorgfältig auf die Sitzschalen abgestimmt.

Weitere Informationen:
www.normann-copenhagen.com
Fotos: Normann Copenhagen

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