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„Köln bleibt ‚die’ Arena für Hersteller, Handel und Multiplikatoren“

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Wie die imm cologne 2014 bewies, passen gute Geschäfte, eine lockere Atmosphäre und kreative Konzepte sehr gut zusammen. Die Aussteller schätzten die produktive Mischung und lobten neben den reibungslosen Abläufen vor allem die guten Kontakte und das gelungen strukturierte, breite Angebot an Design-Sortimenten. Die außergewöhnlich stark frequentierte Messe schleuste insgesamt 142.000 Besucher zielorientiert durch die gut gefüllten Hallen. Dabei konzentrierten sich die Fans von italienischem Lifestyle, skandinavischen Design-Labels und jungen Design-Experimenten auf die südlichen Hallen 1 bis 3 sowie die klassische Design-Halle 11: die neue Design-Achse der imm cologne mit Pure One, Pure Village, Pure Editions und Pure 11.

Hier hat sich gezeigt: Wohnen bleibt ein Megatrend und wird immer wichtiger. Das findet auch Professor Axel Venn, der als Trend- und Farbexperte im Vortragsforum The Stage zu Gast war: „Statusprodukt Numero 1 ist das Wohnen und nicht mehr das Automobil oder die Ferienreise auf einem Kreuzfahrtschiff. Es ist die Besinnung auf das Wohnen, auf das Design, auf das Wohlfühlen, auf das Originäre, auf das Originelle, das hier sichtbar wird.“

Pure Village überzeugt mit Hallendesign und Programm
Ein Ort der Begegnung und des Lernens war während der imm cologne das Pure-Village-eigene Vortragsforum „The Stage“. Aussteller und Referenten schätzen die Gelegenheit zum Austausch. Peter Thonet, Geschäftsführer der Thonet GmbH findet es besonders gut, „… dass am Rande des Messegeschehens über fachspezifische Themen referiert wird. Der Raum war eigentlich immer sehr gut besucht. Das zeigt, dass es viele Leute interessiert, nicht nur Möbel anzusehen, sondern auch über fachliche Dinge informiert zu werden.“

„Vor allem die Trend- und Designthemen sowie die Vorträge zu Farbe im Interior Design sind wieder gut angekommen“, meint Trendforscher und Designjournalist Frank A. Reinhardt, der hier ein tägliches Design-Briefing mit den wichtigsten Trends und Design-Highlights der Messe vortrug. „Köln zeigte sich als Ort, wo die Neuheiten präsentiert und diskutiert werden. Teilnehmer und Publikumsresonanz zeigten deutlich, wie sehr die imm cologne wieder als Trendsetter und Impulsgeber wahrgenommen wird“, erläutert Reinhardt weiter.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Messe. Und Pure Village gefällt uns deutlich besser als letztes Jahr“, konstatiert auch Geschäftsführer Sebastian Hüllemann von Sophisticated Living. „Wir waren letztes Jahr auch in Pure Village, allerdings ja in Halle 3.1. Dieses Jahr finden wir toll, dass der Übergang von Pure Village zu Pure Editions und zur Halle 11 fließender gestaltet ist und nicht durch das nach unten gehen müssen unterbrochen wird. Wir sind hier sehr zufrieden. Die Fachbesuchertage waren phänomenal, vor allem in Bezug auf unser neues Modell Solid Wave, das auch an den Endkundentagen eine tolle Resonanz erfährt.“

Positive Stimmung in Halle 11
Premium-Markenhersteller aus Italien wie Cassina, Minotti oder Porro fühlen sich in der angestammten Halle 11 besonders wohl. „Wir sind sehr froh, dieses Jahr wieder auf die imm cologne zurückgekommen zu sein. So konnten wir mehr deutsche und internationale Kunden treffen und eine ganze Woche mit ihnen verbringen. Deutschland ist für Cassina einer der wichtigsten Märkte in Europa, und die imm cologne ist die perfekte Gelegenheit, den authentischen Stil der Marke in einer anregenden Arbeitsatmosphäre zu präsentieren“, kommentiert Brand Manager Gianluca Armento.

Gerade die internationalen Gäste registrieren die Weiterentwicklung des Segments Pure. „Für Ligne Roset war die diesjährige imm cologne sehr erfolgreich. Wir haben in Köln viele Neuheiten präsentiert, die von unseren Partnern auf internationaler Ebene sehr gut angenommen wurden. Köln ist für uns ein wichtiger Treffpunkt mit Handelspartnern, Presse und Designern, und wir begrüßen die Erweiterung des Formats LivingInteriors sowie des Angebots in den Hallen 11 und 1-3 sehr“, lautet die Analyse von Sabine Böhm, Sabine Böhm, Marketingleiterin Roset Möbel Deutschland.

Auch für die deutschen Markenunternehmen war die imm cologne 2014 erfolgreich. „Die Stimmung in Halle 11 war insgesamt sehr positiv“, fand etwa Mathias Hey, Geschäftsführer von Hey-Sign. „Unsere Vertriebsmannschaft ist sich einig: Auf keiner anderen Messe in Deutschland ist so viel Fachpublikum unterwegs. Wir knüpften interessante Kontakte und gewannen neue Kunden. Insofern ist die imm cologne eine wichtige und unverzichtbare Veranstaltung.“

„2014 bot die imm eine facettenreiche Plattform: für neue Modelle, tolle Ausstellungskonzepte und echte Impulse“, freut sich Leo Lübke, Geschäftsführer, COR + interlübke GmbH, über die positive Aufnahme der Neuheiten des Qualitätsmöblers. „Die hohe Resonanz auch auf unsere Innovation Elm, ein Sofa mit Sichtholzgestell, zeigt, dass Köln ‚die’ Arena für Hersteller, Handel und Multiplikatoren bleibt. Dies hat interlübke ebenso überrascht wie begeistert (…). Händler wie auch die Medien werten z.B. unser neues Regal grid als Sensation. Fazit: Marken und Märkte leben von Kommunikation. Dafür steht die imm 2014.“

Trend- und Farbexperte Axel Venn lobte die gute Mischung zwischen marktkonformem Angebot und experimentellen Inhalten: „Diese Messe ist großartig. Warum? Weil sie locker ist, sie zeigt in sich mehreren Spezialmessen. Ich glaube, das ist sehr wichtig. Und in erster Linie steht Design und das Experiment. Also das, was uns immer so lange gefehlt hat.“

Nachwuchsdesigner, innovative Designkonzepte und Hochschulen belebten das neue Format Pure One
Hierzu soll langfristig auch die neu installierte Plattform für Nachwuchsdesigner Pure One mit Design Injection sowie dem D3 Contest und den D3 Schools beitragen. Axel Venn: „Alles ist offen gestaltet. Junge Leute haben viel zu sagen hier, auch Studenten können sich darstellen. Dadurch lernen sie, und lernen vielleicht auch noch bessere Sachen zu machen.“

Der neue Name Pure One wurde schnell akzeptiert, da er direkt auf junges innovatives Design verweist, argumentiert Prof. Dipl.-Ing. Frank Nickerl von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur, und lobt: „Die gemeinsame Präsenz der Hochschulen und der angrenzende Bereich der „young designer“ sowie der Contest-Ausstellungsfläche in Halle 1 war eine gelungene Wiederbelebung vergangener Zeiten. Das Messegelände ist einfach der bessere Ort, da dort Firmen, Studierende und Designinteressierte vorbeikommen.“

Und auch Wolfgang Laubersheimer, Professor für Produktionstechnologien an der Köln International School of Design, zieht ein positives Fazit der Premiere von Pure One: „Für uns war die imm 2014 ein schöner Erfolg. Unser Stand war gut platziert und wurde weit über unsere Erwartungen frequentiert. Dazu beigetragen hat sicher auch das Konzept Pure One und die Auswahl der innovativen Aussteller um uns herum.“

Im zweiten Jahr bestätigt Pure Editions die hohen Erwartungen
Mit seinen transparenteren Standbaukonzepten traf Halle 3.2 auch den Nerv der Kreativen. So fühlten sich Katharina Lorenz und Steffen Kaz vom Mailänder Büro Lorenz*Kaz hier an einen Marktplatz erinnert: „Halle 3.2 bietet mit den Featured Editions-Inseln, nebst Gastronomie, tatsächlich mehr als eine rein kommerziell orientierte Firmenpräsenz und lässt dadurch mehr soziale Interaktion und Inspiration zu.“

Genau dieses Umfeld suchen Markenunternehmen wie String Furniture, Kristalia, Normann Copenhagen oder Thonet. „Die Krativität der Installationen in dieser Halle ist phänomenal und schafft es, die vielfältigen Möglichkeiten aufzuzeigen, die klassisches Design eröffnet“, findet etwa Peter Erlandsson, CEO von String Furniture. „Nach dem Erfolg dieses Jahres sind wir schon jetzt darauf gespannt, was das nächste bringt.“

Manuel Da Ros, Marketing-Koordinator von Kristalia, äußerte sich begeistert von der Atmosphäre und dem geschäftigen Standort: „Das dritte Mal Kristalia in Köln bleibt unvergessen! Das erste Mal in Halle 3.2, direkt neben so vielen historischen Designunternehmen, die für uns der Maßstab sind, mit einem Stand, an dem wir uns zuhause fühlten: offen, frei, luftig. Deutschland bleibt ein Schlüsselmarkt für uns. Die Kunden hier sind gut vorbereitet und verstehen die technologische Qualität unserer Produkte. Wir werden sie auch weiterhin offen zeigen, frei nach dem Motto ist: fotografieren und streuen. Wollen doch mal sehen, ob die anderen es besser hinkriegen als wir.“

Und auch Poul Madsen, Geschäftsführer von Normann Copenhagen, bereut nicht die Entscheidung für diesen Standort: „Wir waren schon seit ein paar Jahren nicht mehr auf der imm cologne gewesen, und waren darum begeistert, wieder da zu sein. Wir sind mit vielen neuen Kontakten, Eindrücken und einem großartigen Feedback zu unserem Stand und unseren Neuheiten nach Hause gefahren. Im Großen und Ganzen war die Qualität des Ausstellerumfelds sehr hoch, und es ist immer wieder beeindruckend, wie effizient diese Messe organisiert ist.“

Begeistert von der Entwicklung der Kölner Einrichtungsmesse und vom neuen Hallenkonzept Pure Editions zeigte sich auch Peter Thonet, Geschäftsführer der Thonet GmbH: „Die Eindrücke der imm cologne 2014 sind durchaus positiv zu bewerten. Wir freuen uns sehr, dass die Messe von Jahr zu Jahr eine positivere Entwicklung einnimmt. Und wir haben das Gefühl, dass dieses Jahr deutlich mehr Besucher auf der Messe sind. Die Halle 3.2 ist für mich die beste Halle. Dieses offene Hallenkonzept ist außerordentlich erfrischend. Man hat schnell einen Überblick über die gesamte Halle und muss nicht durch zugebaute Gänge durchmarschieren, was sehr angenehm ist. Es mehr Spaß durch solche Hallen zu gehen.“

Weitere Informationen:
www.imm-cologne.de
Foto: Constantin Meyer; koelnmesse

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