Walter Gropius

Walter Gropius 1919  © Louis Held
Walter Gropius 1919
© Louis Held

Walter Gropius gilt als einer der großen Architekten des 20. Jahrhunderts – und als Begründer des Bauhaus. Gemeinsam mit Mies van der Rohe und Le Corbusier zählte er zu den Vordenkern einer neuen Architektengeneration. Am 18. Mai 1883 in Berlin geboren wurde seine Berufswahl schon früh geprägt. Nachdem er das Architekturstudium nach vier Jahren ohne Abschluss beendet hatte, arbeitete er im Atelier des Industriedesigners Peter Behrens, bevor er 1910 sein eigenes Studio gründete. Schon bald kamen erste Aufträge, wie etwa der Bau einer Musterfabrik als Beitrag der „Modernen Architektur“ für die Kölner Werkbundausstellung 1914. Nach Ende des ersten Weltkriegs leitete Gropius zunächst den „Arbeitsrat für Kunst“, bevor er der Begründer Deutschlands berühmtester Kunst- und Designeinrichtung der Klassischen Moderne wurde – dem Bauhaus. Neben dieser Funktion war Gropius weiterhin als Architekt und Designer tätig. So entstand 1923, anlässlich der großen Bauhausausstellung, das Direktorenzimmer des Bauhaus, als weltweit erste gesamtheitliche moderne Raumkomposition. Nach der Zwangsschließung des Bauhaus durch die Nationalsozialisten 1934 emigrierte Walter Gropius zunächst nach England und 1937 nach Cambridge/USA. Von 1938 bis 1952 leitete er die Abteilung Architektur an der „Graduate School of Design“ der Harvard University. Walter Gropius verstarb am 5. Juli 1969 in Boston.

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