Barock

Gegensatz zu schlicht; eine barocke Formgebung bezeichnet die (zitierende) Verwendung von dekorativen, üppigen Formen und bauchigen Rundungen sowie rankender Ornamentik in Anlehnung an den historischen Stil des Barock (ca. 1580/1600 bis 1730/1750). Hier wurde die Form nicht als Ausdruck einer Funktion, sondern als ihre Verhüllung oder Verschönerung/Überhöhung begriffen. Der erst im 18./19. Jahrhundert geprägte Begriff leitet sich vom portugiesischen “barucca” oder italienischen “barocco” (schief, eigenartig) ab. Es gibt wieder eine Lust am Ornament. Im Zuge dessen werden wieder gerne barocke Formen zitiert, um sie mit der modernen Welt in Kontrast zu setzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.