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Talentforum [D³] Design talents der imm cologne präsentiert die nächste Designergeneration

d3Das Talentforum [D3] Design talents der imm cologne zeigt, wo’s langgeht. Junge Designer präsentieren ihre originellen Produktideen auf der imm cologne neben den etablierten Stars der Möbelbranche.

Design lebt von immer neuen Ideen. Und manchmal auch von der Neuerfindung alter Ideen. Entscheidend aber ist der ständige Perspektivenwechsel, in dem das Erreichte hinterfragt, etablierte Ästhetik durchbrochenund neue Lösungsansätze gewagt werden.

Und so erfüllt das experimentelle Design für die gesamte Disziplin eine wichtige Funktion – indem es für ständigen Input sorgt. Gerade die Arbeiten junger Designer wirken dabei auf die Profiliga wie eine Frischzellenkur. Selbstbewusst gehen sie mit neuen Technologien um und improvisieren,um ihre Ideen in Prototypen umzusetzen.

Ein Stück Anarchie in einer kommerziellen, durchorganisierten Welt. Dieser Gegensatz zwischen Kommerziellem und Experimentellem macht für die amerikanische Architektin und Art Designerin Johanna Grawunder den besonderen Reiz der imm cologne aus. „In den letztenzwei Jahren, in denen ich Mitglied der Jury des D³ Contest gewesen bin, war die Präsentation extrem schön, wirklich verblüffend und zeigte unglaublich viel Talent”, bekennt Johanna Grawunder. „Auf der einen Seite haben Sie die professionelle Auswahl kommerziellen Designs, und auf der anderen Seite einen starken Bereich rein experimentellenDesigns. Und diese beiden ergänzen sich wunderbar, denn es gibt nichts, was zwischen ihnen steht. Beide Seiten können sehr viel voneinander lernen. Es ist eine elegante, intensive Reduktion dessen, wasin der Designwelt passiert, wie die Essenz einer guten Sauce.”

Nur die Besten dürfen ausstellen
Der Wettbewerb wird jährlich zur imm cologne von der Koelnmesse ausgelobt. In diesem Jahr beteiligten sich 521 junge Gestalter aus 43 Ländern am Wettbewerb und reichten insgesamt 649 Ideen ein. Auf der imm cologne 2010 werden die 29 besten Arbeiten gezeigt. Die Kuratierung gewährleistet den hohen Qualitätsstandard der gezeigten Objekte und ihrer Präsentation.

Für den D³ Contest können sich alle Studenten und Absolventen,deren Abschluss nicht länger als drei Jahre zurückliegt,mit Ihren Prototypen bewerben. Damit will D³ gezielt jungen Designern ein Forum bieten, auf dem sie ihre Ideen für Möbel, Leuchten, Wohntextilien und Einrichtungsobjekte der Zukunft einem internationalen Publikum präsentieren können.

Das Besondere an dieser Talentschau ist der Wettbewerbscharakter auf der einen und eine ungewöhnliche Großzügigkeit auf der anderen Seite. Nur, wer das Auswahlgremium überzeugt, darf ausstellen. Doch wer diese Hürde genommen hat, wird von der Koelnmesse ohne Wenn und Aber zur Teilnahme an der Ausstellung eingeladen. „Wir unterstützen die Teilnehmer so weit, dass die Präsentation der Prototypen keine finanzielle Belastung mehr für sie darstellt”, erklärt Rüdiger Sprave, der bei der Koelnmesse die Ausstellung zusammen mit Natalie Köhler vom Rat für Formgebung organisiert.

So ist denn nicht nur die Teilnahme an der Vorauswahl zum Wettbewerb kostenfrei; die Koelnmesse organisiert und finanziert für die Teilnehmer der Ausstellung auch Transport-, Reise- und Unterbringung. Das Konzept hat sich bewährt, findet auch der Münchener Designer Stefan Diez: „Ich mag die Design talents auf der imm cologne. Es ist gut, dass die Kölner Messe das kuratieren lässt und nicht einfach nur einen Designshop neben dem anderen aufbaut, wie das in Mailand immer mehr der Fall ist. Das ist so unübersichtlich und von der Präsentation her überwiegend so enttäuschend, dass ich es mir dieses Jahr gar nicht mehr angesehen habe.”