imm cologne

Wohnen. Einrichten. Leben.

19. - 25.01.2015

imm cologne

Stadt-Wald

Zwei Wohntürme in Mailand bestechen durch baumbestandene Gärten in der Vertikalen – und wurden dafür mit dem Internationalen Hochhaus Preis 2014 ausgezeichnet.

 

Bosco Verticale, Mailand; Architekten: Boeri Studio; Bauherr: Hines Italia SGR S.p.A. copyright: Kirsten Bucher

Bosco Verticale, Mailand; Architekten: Boeri Studio; Bauherr: Hines Italia SGR S.p.A.
copyright: Kirsten Bucher

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Textile Landscapes – ein Gespräch mit Ben van Berkel/UNStudio

UNStudio: Dance Palace, St. Petersburg © UNStudio

UNStudio: Dance Palace, St. Petersburg © UNStudio

Bei der Gestaltung der neuen Teppichboden-Kollektion Hem von Carpet Concept ließen sich Ben van Berkel/UNStudio von lebendigen Landschaftsbildern inspirieren. Zahlreiche Farbvariationen bieten vielfältige Möglichkeiten für die textile Raumgestaltung. Beim anlässlich der imm cologne ausgelobten Interior Innovation Award 2015 des Rat für Formgebung wurde Hem mit dem Label Winner ausgezeichnet. 

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Bereichernder Dialog

Sergei Tchoban, Foto: Copyright Philipp Meuser

Sergei Tchoban, Foto: Copyright Philipp Meuser

Sergei Tchoban, 1962 in Leningrad geboren, ist geschäftsführender Gesellschafter des Büros nps tchoban voss, das mit mehreren Niederlassungen in Deutschland Städtebau und Architektur insbesondere in Deutschland, Russland und der GUS betreibt. Er ist zudem Gründungspartner des Büros SPEECH in Moskau sowie des Berliner Studios ST Design, das sich Wohnarchitektur, Interior- und Produktdesign widmet. Im Interview spricht Sergei Tchoban über Architektur in Russland, Kontinuität und Brüche und seine Faszination für Architekturzeichnungen.

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Kreatives Miteinander: Grohe bei SoundCloud in Berlin

SoundCloud Zentrale in Berlin, Architektur: KINZO © Werner Huthmacher

SoundCloud Zentrale in Berlin, Architektur: KINZO © Werner Huthmacher

Eine Arbeitslandschaft für kreativen und produktiven Austausch hat das Architekturbüro KINZO für SoundCloud in Berlin geschaffen. Im neuen Hauptquartier des Online-Musikanbieters können sich die Mitarbeiter in einer anregenden Atmosphäre ihren Aufgaben widmen, miteinander vernetzen und immer wieder neue Wege finden, um ihre Fantasie zu stimulieren. Analoge und digitale Arbeitswelt wurden geschickt miteinander verwoben, um ein identitätsstiftendes Umfeld zu entwickeln.

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(So lebt die Welt in) Stockholm: Wo Karlsson einst auf dem Dach wohnte

Hej, Stockholm! Durch ein Fleckenmeer aus unzähligen Inseln, Schären und Felsen führt der Weg der Fähr- und Kreuzfahrtschiffe über die „Schärengärten“ Stockholms gen Osten in die schwedische Hauptstadt. Auf einer Strecke von 80 km ragen diese flachen, abgerundeten Gebilde mal größer, mal kleiner aus den Fluten heraus. Während die kleinen Schären zur Freude von Seehunden und Kajakfahrern nur mit Büschen und Bäumen bewachsen sind, steht auf den größeren Inseln gar das ein oder andere schwedenrote Bullerbü-Haus. Am Rande von „Kungsholmen“ dann, dort wo sich die Süßwasserfluten des „Mälaren“ aufbäumen und ins salzige Wasser der Ostsee preschen, ist zwischen taumelnden Jollen und betagten Holzkähnen der beste Ort zum Innehalten: Hej, Stockholm!

Grönskär © Arild

Grönskär © Arild

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Unterschied und Vielfalt

Ein Interview mit Peter Tonkin und Tim Greer vom Architekturbüro Tonkin Zulaikha Greer (TZG) in Sydney über Kultur, Urbanität, Tradition und die Zukunft.

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TZG: Virgin Lounge Melbourne, Melbourne Airport, 2012 Copyright: TZG

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Das Haus – Interiors on Stage

Eine Momentaufnahme innovativen Wohnens

„Das Haus – Interiors on Stage“ ist die Simulation eines Wohnhauses auf der internationalen Einrichtungsmesse imm cologne. Die Messe errichtet dafür inmitten der Halle Pure Village eine rund 240 mgroße, offene Bühne. Aufbau und Ausstattung erfolgen nach den Plänen eines jedes Jahr neu von der imm cologne nominierten Designers. Als Guest of Honour bestimmt er/sie sowohl die architektonischen Elemente als auch die Ausstattung von Innenraum und Outdoor-Fläche. weiterlesen…

Jedes Projekt ist einzigartig und erzählt seine eigene Geschichte

Ein Interview mit Jeffrey Kovel von Skylab Architecture in Portland, Oregon, über sich wandelnde Lifestyles in den USA und das richtige Maß zwischen Massenproduktion und Individualität.

Skylab Architecture: Hoke Residence, Portland, Oregon, 2007 + 2012 Copyright: Courtesy of Boone Speed

Skylab Architecture: Hoke Residence, Portland, Oregon, 2007 + 2012
Copyright: Courtesy of Boone Speed

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Hunger nach Innovation

Ein Interview mit H. Koon Wee, Eunice Seng und Darren Zhou von SKEW Collaborative, Shanghai und Hongkong, über Leben und Architektur in China.

SKEW Collaborative: Chinese Academy of Sciences IOT Center and Labs, Shanghai, 2013 Copyright: Alvaro Quintanilla

SKEW Collaborative: Chinese Academy of Sciences IOT Center and Labs, Shanghai, 2013
Copyright: Alvaro Quintanilla

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(So lebt die Welt in) Sydney: Australiens heimliche Hauptstadt

Fernweh in einer neuen Dimension. Down Under, Koalabär, rote Erde, Backpacker, Didgeridoo, Ayers Rock und Känguru – die wohl typischsten Assoziationen, wenn man in Gedanken an Australien schwelgt. Es ist kaum verwunderlich, dass der kleine Kontinent am anderen Ende der Welt auch immer mehr Besucher aus europäischen Gefilden in seinen Bann zieht. Australien ist eine echte Verführerin: Es ruft mit seiner einzigartigen Flora und Fauna, ködert mit einem der sieben Weltwunder der Natur („Great Barrier Reef“), verspricht endlose Weiten im Outback und glänzt mit Küstenmetropolen wie Sydney und Melbourne. Doch Australien kann noch mehr: Es lockt mit seinen Persönlichkeiten und kulturellen Eigenheiten, vom aufgeschlossenen, warmherzigen Australier bis zur Urbevölkerung, den sagenumwobenen Aborigines. Da bekommt das Wort „Fernweh“ gleich eine ganz neue Bedeutung. Wenn man eine Reise nach „Down Under“ wagt, ist Sydney in jedem Fall ein Muss. Als größte Stadt auf dem kleinsten Kontinent der Welt scheut es auch den internationalen Vergleich nicht. Cool bleiben gehört in Sydney eben dazu. Die „No-worries-Mentalität“ entlang der „Great Ocean Road“ und die zahlreichen Sonnenstunden am „Bondi Beach“ sorgen für wahre Begeisterungsstürme unter denjenigen, die auf der Suche nach dem endlosen Sommer sind. Eine unverbesserliche Leidenschaft der Surferstadt für „La Dolce Vita“ tut mit Sicherheit ihr übriges.

Lebendiges Sydney. Eines der Wahrzeichen der Stadt und markantes und berühmtes Gebäude des 20. Jahrhunderts ist das „Sydney Opera House“ am „Port Jackson“. Als eines der größten Kulturzentren der Welt verzaubert es seine Besucher gleichermaßen mit Theateraufführungen, Konzerten, Opern und Tanzveranstaltungen. Schon der Architekt Louis Kahn sprach beim Anblick des Opernhauses so manchem aus der Seele: „Die Sonne wusste nicht wie wunderschön ihr Licht war, bis es von diesem Gebäude widergespiegelt wurde.“ Und von wo könnte man auf das Opernhaus von Sydney einen besseren Blick werfen, als von der ebenso berühmten und beliebten „Sydney Harbour Bridge“? Ebenso bei Nacht lassen sich hier atemberaubende Aufnahmen zur Verzierung des Kaminsimses knipsen, die zusätzlich Platz für die gesamte Skyline der Stadt bieten. Eine besonders attraktive Inszenierung von „Auster“ und „Kleiderbügel“ – so nennen die Australier Oper und Hafenbrücke zumeist – bietet das Kultur- und Lichtfestival „Vivid Sydney“, das alljährlich für drei Wochen im Mai und Juni die Stadt in einem völlig neuen Licht erstrahlen lässt. 1,5 Millionen Besucher lassen sich jedes Jahr von den besten Designern und Künstlern der Welt anlocken, die mit fesselnden Bildern das Opera House arrangieren, überwältigende Installationen auf die Harbour Bridge projizieren und mit interaktiven Lichtgestalten in der gesamten Innenstadt für Furore sorgen. Und als wäre das noch nicht genug, werden neben Augen die Ohren mit exzellenten Musikvorstellungen und unterhaltsamen Reden verwöhnt. Als atemberaubend kann aber vor allem die Lichtinstallation auf den Segeln des Sydney Opera House bezeichnet werden. Bei vergangenen Veranstaltungen des Vivid Sydney erschienen hier zur Musik von Brian Eno, Laurie Anderson und Co. Muster aus Schlangenhaut und Schmetterlingsgewändern sowie Impressionen aus dem Weltraum auf den weltberühmten weißen Keramikfliesen.

Einleitung Ayers Rock

Ayers Rock © winterofdiscontent

Sydney Opera House mit Harbour Bridge

Sydney Opera House mit Harbour Bridge © Hai Linh Truong

Outdoor-Kultur und moderne Fantasie. Als Knotenpunkt für Australiens Design- und Medienszene begeistert Sydney durch seinen unverwechselbaren, einzigartigen Mix aus Outdoor-Kultur und modernerFantasie. So gesellten sich in den letzten Jahren zum traditionellen Surf- und Outdoor-Lifestyle exklusive Boutique-Stores und kesse Labels, die heute als extravagante Mischung in einer Art Symbiose friedlich nebeneinander koexistieren. Das lebhafte „Surry Hills“ im inneren Süden Sydneys ist eines der coolsten Viertel überhaupt und gilt als das Mekka für Kunst, Design und Mode. Es macht außerdem als echter Geheimtipp für Restaurant- und Weinliebhaber von sich Reden. Mit zu Galerien umfunktionierten Fabrikhallen und imposanten Glasfassaden scheinen die Dinge hier einer Art chaotischen Logik zu folgen, die wohl nur die Bewohner des Stadtteils selbst wirklich verstehen. Fest steht mit Sicherheit eines: Alles wirkt irgendwie beeindruckend – chic, aber dennoch mit einem vorlauten Charme. Im benachbarten „Redfern“ lebt die größte indigene Bevölkerungsgruppe Sydneys. Dieses Viertel ist besonders in kultureller Hinsicht von Bedeutung, machen dort restaurierte Wandmalereien auf Redferns Ursprung aufmerksam und lassen seine indigenen Bewohner die Geschäfte und Cafés sichtlich aufblühen. Ein sanftes Gemenge aus brüchigen Fassaden und der originellen Bewahrung der Gemeindekultur trägt viel zu seiner Funktion als kulturell wertvollem Stadtteil bei. Unähnlich Surry Hills ist das Markenzeichen von Redfern eher eine gefühlvolle Imperfektion.

Wo der Pacific Style zuhause ist. Kess sind auch die eleganten, viktorianischen Reihenhäuser, die insbesondere das Erscheinungsbild der beiden Bohème-Viertel „Paddington“ und „Darlinghurst“ prägen. Sie zeichnen sich aus durch ihre schlauchartige Form mit langen Fluren und außergewöhnlicher Zimmeraufteilung. Oftmals nur an die fünf Meter breit, dafür aber 20 Meter lang, gehören in den um 1800 entstandenen Häuschen in den meisten Fällen Küchen und sanitäre Anlagen nicht zum eigentlichen Grundriss des Hauses. Also wurden diese oftmals erst nachträglich hinzugefügt, weshalb man teilweise sogar das Haus verlassen muss, um zur Toilette zu gelangen. Da erscheint es fast schon wunderlich, dass die sogenannten „Terrace houses“ so sehr begehrt sind, dass man für ihren Erwerb schon mal eine Million Dollar in die Hand nehmen muss. Der Outdoor-Lifestyle spiegelt sich auch im Wohn- und Lebensumfeld der „Sydneysider“ wieder. Im Interior-Bereich wird deutlich, welch allgegenwärtige Rolle die Outdoor-Kultur und der Freiheitsdrang im Leben der Australier spielen – architektonische Freiheit steht hier auch für geistige Freiheit. So ist das typische Haus in Sydney „open plan“: In gemeinsamen Bereichen wie Küche, Wohn- und Esszimmer sind Wände eher ungern gesehen und Wohnbereiche lassen sich zumeist zum Garten oder Pool hin komplett öffnen, sodass drinnen und draußen im Sommer miteinander verschmelzen und zu einer einzigen Freifläche werden. Sydney ist zu einem echten Hot Spot für Architektur-Liebende geworden. Architektur-Magazine schwärmen immer öfter vom sogenannten „Pacific Style“ – hier ist er zuhause.

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