Designgeschichte: Midgards lenkbares Licht – die Wiederentdeckung eines Klassikers

© Midgard
© Midgard

Curt Fischer gilt heute als Erfinder des beweglichen Lichts. Als er 1919 eine Maschinenfabrik zur Produktion von Industrieporzellan übernahm, störte ihn die Beleuchtungssituation in seiner Firma. Bereits im gleichen Jahr fand er eine Lösung und gründete die Marke „Midgard“, unter der das Unternehmen Industriewerk Auma Ronneberger und Fischer von nun an Leuchten herstellte. Und das, obwohl das elektrische Licht damals noch in den Kinderschuhen steckte.

Interview mit Tassilo Bost: „Ich wollte die private Einkehr mit dem Ausblick auf den Hafen verbinden.“

Innenarchitekt Tassilo Bost © Westin
Innenarchitekt Tassilo Bost
© Westin

Bis zu ihrer Fertigstellung hat die Elbphilharmonie mit allerlei Schwierigkeiten kämpfen müssen. Doch ihre faszinierende Form, die raffinierte Wellen-Referenz auf das Wasser um sie herum sowie die Verbindung von altem Kaispeicher mit moderner Glas-Architektur machen sie bereits jetzt zu einem Wahrzeichen der Hamburger Hafencity. Doch auch im Inneren will das Gebäude Zeichen setzen – wie etwa bei dem Badkonzept des integrierten Hotels Westin. Im Interview spricht Tassilo Bost über seine Planung – und warum in einem Bad mit Ausblick die „Erhabenheit des Ortes“ fast zu einer erotischen Erfahrung werden kann.

Literaturtipp: Karl Hugo Schmölz – Architekturfotografie der Nachkriegszeit

Die Kölner Bastei mit Blick auf den Rhein. © Artbookers, Archiv Wim Cox, Köln
Die Kölner Bastei mit Blick auf den Rhein.
© Artbookers, Archiv Wim Cox, Köln

Karl Hugo Schmölz zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Architekturfotografie der Nachkriegszeit. Mit seiner Plattenkamera hat der Kölner Fotograf nicht nur die zerstörte Stadt in äußerst sachlichem Stil dokumentiert, sondern auch den Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder in seiner baulichen Gestaltung begleitet. Der Verlag Artbookers hat bisher größtenteils unveröffentlichte Arbeiten aus der Zeit zwischen 1944 und 1958 auf eine ungewöhnliche Art präsentiert – als E-Book.

Orte mit Atmosphäre: Die imm cologne 2017 zeigte Designideen für Hotels

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The Westin Hamburg, Elbphilharmonie, Lobby mit Möbeln von Walter Knoll
© The Westin Hamburg/Michael Zapf

Neben Produkten für den privaten Wohnbereich waren auf der imm cologne 2017 zahlreiche Neuheiten für die Ausstattung von Hotels, Boardinghouses und anderen touristischen Projekten zu sehen. Denn nicht nur das Interesse an neuen Wohnideen nimmt zu, sondern auch die Lust am Reisen. Der boomende Markt für Urlaubs- und Geschäftsreisen verlangt nach neuen Einrichtungskonzepten für das Wohnen auf Zeit.

Pure Talents Contest: Drei Fragen an Marco Dessí

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Marco Dessí
© Matthias Aschauer

Mit dem Pure Talents Contest veranstaltete die imm cologne 2017 bereits zum 14. Mal einen der international renommiertesten Wettbewerbe für junge Gestalter. In diesem Jahr wurde Bernhard Osann für seine Leuchte „Neo!“ ausgezeichnet. Der Wiener Marco Dessí teilt diese Erfahrung. Seine Teilnahme am Wettbewerb 2009 war der Startschuss für die erfolgreiche Designer-Karriere. Drei Fragen zur Bedeutung des Wettbewerbs für angehende Designer.

Inspirierende Designwelten: Ein Rückblick auf die imm cologne 2017

Stand: colico, Halle 11.1
Stand: colico
© Koelnmesse GmbH

Vom 16. bis zum 22. Januar war Köln wieder die weltweite Hauptstadt des Einrichtens: Die imm cologne und LivingKitchen begannen das neue Jahr mit einem Besucherrekord. Mehr als 150.000 Designinteressierte aus aller Welt ließen sich auf der internationalen Einrichtungsmesse und dem parallel veranstalteten Küchenevent inspirieren. Neben den Neuheiten der Aussteller bot das Rahmenprogramm vielfältige Impulse für neue Wohnwelten.

Das Haus 2017: Die Essenz des Wohnens

Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer
Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer

Was brauchen wir zum Wohnen? Auf diese simple Frage lässt sich der Entwurf von Todd Bracher reduzieren, mit dem der US-Designer die Besucher der imm cologne 2017 überraschte. War ihnen „Das Haus“ vom letzten Jahr her doch noch in ganz anderer, die Sinne verwirrender Erinnerung – voller Farben, Düfte, textiler Haptik, rund, transparent und nach allen Seiten offen. Wo Sebastian Herkner noch lustvoll schwelgte, beschränkt sich Todd Bracher auf das Notwendigste.